
{"id":10076,"date":"2023-12-02T11:39:58","date_gmt":"2023-12-02T09:39:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=10076"},"modified":"2023-12-02T11:39:58","modified_gmt":"2023-12-02T09:39:58","slug":"weltklimagipfel-erneutes-eingestaendnis-der-ohnmacht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2023\/12\/02\/weltklimagipfel-erneutes-eingestaendnis-der-ohnmacht\/","title":{"rendered":"<strong>Weltklimagipfel \u2013 Erneutes Eingest\u00e4ndnis der Ohnmacht???<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Schelm, der erwartet, dass bei der Weltklimakonferenz COP 28 in Dubai ein durchschlagender Erfolg f\u00fcr das Klima, f\u00fcr unsere Umwelt erzielt werden k\u00f6nnte! Anstatt dessen werden sich die Vertreter von knapp 200 Staaten dieser Erde erneut auf einen faulen Kompromiss einigen \u2013 daf\u00fcr werden schon Russland, China und Saudi Arabien verant-wortlich sein. Erstere werden sich gegen alles stellen, was aus dem Westen kommt, China hat Angst vor einem weiteren Einbruch seiner Wirtschaftszahlen und die Saudis wollen ohnedies stets den Reibach machen. Anders ist die Drosselung der F\u00f6rderquoten, die diese Woche festgelegt wurde, damit der Roh\u00f6l-Preis wieder steigt, nicht zu erkl\u00e4ren. Russland und Saudi Arabien werden es sehr rasch umsetzen, einige andere OPEC-Mitglieder jedoch nicht! \u00c4hnlich wie die Zusammenk\u00fcnfte zuvor ist auch in Dubai keinerlei Einigung zu erwarten \u2013 auch hier droht eine Verl\u00e4ngerung des Gipfels. Kommt es alsdann dieses Mal zu einem seit Jahren ohnedies gewohnten Eilverfahren durch den Pr\u00e4sidenten von COP-28, Sultan al-Dschaber, um zumindest die Gipfeldokumente ab-zeichnen zu k\u00f6nnen? Aber \u2013 dies ist ja sowieso vollkommen gleichg\u00fcltig. Schliesslich sind die Zusagen auf dieser Veranstaltung nicht verbindlich. Soll heissen, dass die Versprechen etwa zu Kyoto oder Paris von den meisten L\u00e4ndern nicht eingehalten wurden. Vorbildlich etwa Japan und Kanada: Beide L\u00e4nder sind vor einigen Jahren aus dem Vertrag ausge-treten, um auf freiwilliger Basis unter die vereinbarten Werte zu kommen. Ob sie es geschafft haben, sei dahingestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gefeiert wurde allerdings das Versprechen zu Beginn der Konferenz: Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate (Gastgeber) werden jeweils 100 Mio US-Dollar in den Klimafonds einzahlen! \u00c4hnliche Zusagen kamen auch von Grossbritannien (75 Mio), den USA (25 Mio) und Japan (10 Mio)! Sollte allerdings Donald Trump wieder US-Pr\u00e4sident werden, so wird beim zweitgr\u00f6ssten CO2-Ausstosser, den USA, wohl nur warme Luft davon \u00fcbrig bleiben. Und China als weltgr\u00f6sster CO2-Produzent? Kurz mal nachgedacht und sofort verworfen! Aus diesem Fonds \u00fcbrigens werden Sch\u00e4den beglichen, die aufgrund des Klimawandels durch Natur-ereignisse vornehmlich in der Dritten Welt angerichtet werden. Ein Tropfen auf den heissen Stein, denn: Sollte es so weitergehen, werden viele Inseln und Festland-Uferregionen im Meer untergehen. Und dies sehr rasch. Schon f\u00fcr 2030 werden die Kosten der Sch\u00e4den durch Trockenperioden, \u00dcberschwemmungen, Erdrutsche etc. auf 580 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt \u2013 jedes Jahr. Deshalb muss sich in den L\u00e4ndern selbst vieles \u00e4ndern \u2013 Deutschland und auch \u00d6sterreich etwa werden die gesteckten Klimaziele nicht erreichen. Trotz des Ausbaus der Wind-energie und der E-Mobilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist mehr als bedenklich, schliesslich geht es um unseren Planeten!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rede des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz fand am Samstag statt. Scholz forderte alle Staaten zum raschen Ausstieg aus den fossilen Energietr\u00e4gern auf \u2013 allen voran der Kohle und dem \u00d6l. Daneben verwies er nochmals auf die Bildung eines \u201eKlimaclubs\u201c, den er bereits beim G7-Gipfel in Ellmau vorgestellt hatte. 33 Staaten interessierten sich daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p>Neu in Dubai ist der Klimaschutz im Agrarsektor. Obgleich dieser Sektor in vielen Schattierungen f\u00fcr den Klimawandel verantwortlich zeichnet (Methan, CO2, Grundwasser,&#8230;), war der Bereich bislang g\u00e4nzlichst von allen Vertr\u00e4gen ausgenommen. Dieser Tage unterzeichneten jedoch mehr als 130 Staaten die \u201eEmirates Declaration on Sustainable Agriculture, Resilient Food Systems and Climate Action\u201c, die auch Massnahmen in der Landwirtschaft und dem Lebensmittelsektor vorsieht.<\/p>\n\n\n\n<p>EU-Kommissions-Pr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen klopfte sich selbst auf die Schulter und schlug das CO2-Bepreisungsmodel der EU im Emissionhandel allen anderen Staaten und Staatenb\u00fcnden vor. Es w\u00e4re das m\u00e4chtigste System um klimasch\u00e4dliche Emissionen zu reduzieren, bei trotzdem steigender Innovation und Wirtschaftskraft. Einerseits seien in den 18 Jahren des Bestehens des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS) die dadurch erfassten Emissionen um fast 40 % gesunken, andererseits wurden mehr als 175 Milliarden Euro eingenommen, die dem Klima-schutz, der Innovation oder auch den Entwicklungsl\u00e4ndern zugute kamen. Dieser Emissionsrechtehandel wurde im Jahr 1966 durch Thomas Crocker von der University of Visconsin\/Milwaukee erfunden. Eine Ober-grenze an unterschiedlichen Emissionen darf innerhalb einer speziellen zeitlichen Spanne (etwa ein Jahr) f\u00fcr eine gewisse Region (etwa Deutschland) nicht \u00fcberschritten werden. Hierf\u00fcr werden Zertifikate bis hin zu dieser Obergrenze ausgegeben. Soll nun der Ausstoss an Abgasen reduziert werden, stehen im kommenden Jahr weniger dieser Verschmutzungsrechte zur Verf\u00fcgung. Jedoch kann eine Region, die solche Zertifikate nicht zur G\u00e4nze braucht, diese an die Klimaver-schmutzer weiterverkaufen. Der Handel allerdings ist begrenzt. Die europ\u00e4ischen L\u00e4nder und auch Japan haben sich dazu verpflichtet, diese nicht verbrauchten Verschmutzungrechte nicht zu verwenden. Polen wollte einst die Papiere trotzdem weiterverkaufen, was aber im Endeffekt dann doch verhindert werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch gehen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ganz im Gegenteil zu den Saudis mit gutem Beispiel voran. So hat Staatspr\u00e4sident Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan versprochen, einen Investment-fonds f\u00fcr den Ausbau regenerativer Energie einzurichten. Die Einlage: 30 Milliarden US-Dollar! Der Fonds soll durch andere Investoren auf bis zu 250 Milliarden ansteigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei alledem muss die Frage gestellt werden: Muss diese Konferenz wirklich stattfinden? \u00dcber 70.000 Delegierte sind vorort \u2013 das ist doppelt so viel wie noch im Vorjahr im \u00e4gyptischen Scharm El-Scheich. Was das f\u00fcr das Weltklima bedeutet \u2013 eine Berechnung f\u00fcr die deutsche Dele-gation (Quelle: myclimate.org): 250 Regierungsmitarbeiter mit Personen-sch\u00fctzern, zudem Bundestagsabgeordnete und private Teilnehmer! 9.200 km von Berlin nach Dubai! Ein Flug in einem Airbus A-330 \u00fcber diese Strecke verursacht 3,1 Tonnen CO2 in der Premium Economy, in der Business Class gar 8,1 to! Ich \u00fcberlasse es gerne Ihnen, dies auf die notwendigen Hin- und Retour-Fl\u00fcgen auszurechnen, da ja nicht alle in ein- und demselben Flugzeug sitzen!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Jahr 2023 brach alle dagewesenen Rekorde. Es wird nach ersten Ein-sch\u00e4tzungen das wohl w\u00e4rmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Ob die angestrebte Grenze von 1,5 Grad Temperatur-Erh\u00f6hung im Jahr 2100 eingehalten werden kann, ist mehr als fraglich. H\u00e4tten die Verschmutzer ihre Zusagen eingehalten, st\u00fcnden wir heute in einer anderen Ausgangs-position. Doch wurde viel zu lange dahingewartet \u2013 jetzt die Ziele erreichen zu wollen, bedeutet wohl umgreifende \u00c4nderungen im t\u00e4g-lichen Leben eines jeden Einzelnen. Um nicht zu sagen: Das ist unm\u00f6g-lich! \u201eHallo?\u201c werden nun einige lauthals schreien: \u201eIch fahre mit dem Bus!\u201c Ja, sehr l\u00f6blich &#8211; wirklich. Doch wie viele Produkte haben Sie aus China in Ihrem Haushalt stehen oder liegen? Bevorzugen Sie auch im Winter T-Shirt-Raumtemperaturen? Apropos &#8211; wie sieht&#8217;s mit den D\u00e4mm-werten Ihres Hauses aus? Wohin fliegen Sie in Ihrem Urlaub?<\/p>\n\n\n\n<p>Was n\u00fctzt all das Geld dem kleinen Bauern, der Jahre gebraucht hat, um eine Ernte zu erhalten, von welcher er gerade mal so leben kann, wenn diese und seine Wohnh\u00fctte innerhalb von Minuten von Wasser oder Muren zerst\u00f6rt wird &#8211; anstatt weltweit die Emissionen von Treibhaus-gasen stark einzuschr\u00e4nken, wodurch die Ursache bek\u00e4mpft worden w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist zwar sehr sch\u00f6n, wenn Deutschland bzw. \u00d6sterreich die Kyotoziele m\u00f6glicherweise doch einhalten, andere Staaten aber nach wie vor aus vollen Schornsteinen ballern!<\/p>\n\n\n\n<p>Kohlen- und Schwefeldioxid oder auch Methan kennen keine Grenzen. Die Insel der Seeligen wird es zumindest klimatologisch nicht geben. Im Gegenteil: Die Erdatmosph\u00e4re wird sich bis ins Jahr 2100 um gesch\u00e4tzte vier Grad erw\u00e4rmen! Viele Paradiese, die auf Atollen entstanden, werden aufgrund der Schmelze der Polkappen und der Gletscher auf Gr\u00f6nland untergehen. \u00dcberflutungen in ehemaligen Urwaldgebieten werden tau-sende Opfer fordern. Der Regenwald als Wasserspeicher ist ja nicht mehr da! D\u00fcrrekatastrophen werden f\u00fcr grosse Hungersnot sorgen. Auch Europa hat bereits mit Naturerscheinungen wie Hurricanes oder Wind-hosen Bekannschaft machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gilt somit auch heuer wieder:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausser Spesen nichts gewesen?<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Schelm, der erwartet, dass bei der Weltklimakonferenz COP 28 in Dubai ein durchschlagender Erfolg f\u00fcr das Klima, f\u00fcr unsere Umwelt erzielt werden k\u00f6nnte! Anstatt dessen werden sich die Vertreter von knapp 200 Staaten dieser Erde erneut auf einen faulen Kompromiss einigen \u2013 daf\u00fcr werden schon Russland, China und Saudi Arabien verant-wortlich sein. 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