
{"id":10759,"date":"2024-07-20T10:07:23","date_gmt":"2024-07-20T08:07:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=10759"},"modified":"2024-07-20T10:07:23","modified_gmt":"2024-07-20T08:07:23","slug":"wenn-ein-haustier-gut-tut","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2024\/07\/20\/wenn-ein-haustier-gut-tut\/","title":{"rendered":"Wenn ein Haustier gut tut"},"content":{"rendered":"\n<p>Alleine zu sein muss man m\u00f6gen \u2013 vor allem aber k\u00f6nnen! Viele Menschen \u2013 etwa nach einer jahrzehntelangen Partnerschaft \u2013 m\u00f6chten sich nicht mehr an einen neuen Menschen gew\u00f6hnen. Andere haben es satt, sich Zeit ihres Lebens nach anderen richten zu m\u00fcssen. Aber es gibt auch andere: Jene, die gerne wieder eine Beziehung haben w\u00fcrden, sich aber nicht trauen! Wer mit solchen Lebenssituationen nicht umzugehen weiss, verf\u00e4llt nicht selten in eine Depression! Dann sollten alle Alarm-glocken l\u00e4uten \u2013 auch bei den unmittelbaren Bezugspersonen wie Familie oder Freunde!<\/p>\n\n\n\n<p>Nein \u2013 keine Angst: Das wird kein wissenschaftlicher, schwer verdaulicher sozialpsychologischer Blog. Obgleich: Etwas Psychologie ist dabei! N\u00e4mlich jene Erkenntnis, dass Tiere solchen Situationen vorbeugen k\u00f6nnen! Ganz nach dem Motto: Mein bester Freund hat vier Pfoten!!! Und dies gilt nicht nur f\u00fcr einsame Menschen, sondern durchaus auch f\u00fcr Kinder und Familien, in welchen die Katze oder der Hund ein Familien-mitglied und nicht nur ein Haustier ist! Mein bester Freund hiess Chico, eine Mischung aus Deutschem Sch\u00e4fer- und Berner Sennhund, mit ihm bin ich aufgewachsen!<\/p>\n\n\n\n<p>Die harten wissenschaftlichen Fakten gleich vorweg! Viele wissenschaft-liche Studien, wie auch zuletzt jene der University of Florida bzw die Umfrage aus West Cheshire\/UK aus dem Jahr 2015 haben inzwischen klargestellt: Haustiere haben einen positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit. Physisch, aber auch psychisch! Daneben feiern immer mehr tiergest\u00fctzte Therapien Behandlungserfolge, wo alles andere bereits versagt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur physischen Gesundheit: Dies betrifft vornehmlich die Besitzer eines Hundes, die zumeist locker die von der WHO empfohlenen Bewegungs-ziele erreichen. Bereits 150 Minuten Bewegung in der Woche erzielen einen positiven gesundheitlichen Effekt. So auch das Ergebnis einer Untersuchung des Kardiovize 2030 Projects, wonach Haustierbesitzer eine h\u00f6here k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t aufweisen und sich alsdann ges\u00fcnder ern\u00e4hren. Vollkommen egal ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint \u2013 dieses Familienmitglied kann nicht einfach auf&#8217;s Klo gehen um sich zu erleichtern: Er muss drei- bis f\u00fcnfmal pro Tag raus! Gassi gehen! Das sorgt nicht nur f\u00fcr Bewegung, die Herz-Kreislauf-Problemen, zu hohem Blutdruck oder Cholesterinspiegel, \u00dcbergewicht entgegenwirken kann und das Immunsystem st\u00e4rkt, sondern auch f\u00fcr soziale Kontakte mit anderen Hundebesitzern und Spazierg\u00e4ngern! Wie schaut&#8217;s mit einem Aquarium oder Terrarium aus? Die Antwort hierauf \u00fcberlasse ich Ihnen! \u00dcbrigens: Im Sommer sollten Sie entweder selbst den Barfuss-Test auf dem heissen Asphalt machen oder Ihrem Vierbeiner gleich \u00dcberzieher f\u00fcr die Pfoten besorgen! Was f\u00fcr Ihre F\u00fcsse zu hei\u00df ist, ist es auch f\u00fcr den Hund! Im Winter m\u00fcssen nach jedem Spaziergang Salzreste von den Pfoten gewaschen werden, da sich ansonsten nicht zuletzt aufgrund des Leckens des Hundes \u00fcble Entz\u00fcndungen entwickeln k\u00f6nnen! Und: Hunde geh\u00f6ren im Wald und beim Wandern im Gebirge angeleint! Achten Sie gerade bei Zweiterem auch auf die Hinweise zur Muttertierhaltung!<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der \u201ementalen Gesundheit\u201c (psychischen Gesundheit) geht es weit tiefer! Dies sollten wir getrennt voneinander betrachten \u2013 und am Ende zu einem Ganzen zusammenf\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Emotionale Bindung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie zuvor beschrieben, sollte ein Haustier stets (nicht nur im besten Falle!) ein Mitglied der Familie sein! Wissenschaftliche Studien zum Sozialverhalten des Menschen haben schon vor Jahrzehnten nachge-wiesen, dass Gespr\u00e4chspartner und Freunde immens wichtig sind f\u00fcr die jeweilige Entwicklung jedes Einzelnen. Das soll nicht heissen, dass jeden Abend nach der Arbeit bis in die fr\u00fchen Morgenstunden im Stammlokal gebechert wird. Allerdings sollte Mann sich einen solchen Gespr\u00e4chs-abend einmal die Woche durchaus g\u00f6nnen! Auch Frau sollte den M\u00e4dels-abend w\u00f6chentlich einplanen! Ein(e) gute(r) Zuh\u00f6rer(-in) erspart so manchen teuren Psychotherapeuten. F\u00fcr all jene Menschen, die das nicht (mehr) machen m\u00f6chten bzw. k\u00f6nnen oder alleine sind, ist das Haustier ein geduldiger Zuh\u00f6rer! Das betrifft durchaus auch die Fische oder Leguane! Die Psychoanalyse baut auf dieser Therapie auf: Reden \u00fcber Probleme, Erlebnisse, Traumata \u2026 &#8211; es entlastet! Auch wenn der Hund w\u00e4hrend eines mehrmin\u00fctigen menschlichen Monologs eigentlich nur auf sein Leckerli wartet. Freunde h\u00f6ren zu \u2013 das schafft emotionale Bindung! Bewusst oder unbewusst. Doch Vorsicht: Vergreifen Sie sich mit Ihrem Vierbeiner nicht im Ton: Werden Sie laut, denkt Ihr Freund, dass er einen Fehler gemacht hat! Dieser Schuss geht nach hinten los!<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Verantwortungsbewusstsein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jeder, der sich ein Tier zulegt, muss sich um dieses k\u00fcmmern \u2013 es sorgt f\u00fcr einen geregelten Tagesablauf! Auch Tiere haben Bed\u00fcrfnisse! Werden sie nicht entsprechend gehalten (Meerschweinchen etwa stets zu zweit), so sollte man dies besser anderen Menschen \u00fcberlassen. Heisst aber keineswegs, dass man sie aussetzt und darauf verl\u00e4sst, da\u00df dies andere \u00fcbernehmen! Das betrifft die W\u00fcrgeschlange gleichermassen wie den Hund, der an der Leine an einem Baum oder Strassenpfahl angebunden wird. Psychologisch gesehen: Jeder, der Verantwortung \u00fcbernimmt, hat neben dem Gef\u00fchl gebraucht zu werden auch ein Ziel und eine Aufgabe! Viele gehen darin auf! Manche allerdings zu sehr, wie immer wieder in den Gazetten zu lesen ist! Eine Vermenschlichung des Haustieres z\u00e4hlt f\u00fcr mich bereits zur Tierqu\u00e4lerei! Wenn etwa der Chihuahua (der Lieblingshund vieler Stars und Sternchen) bekleidet wird wie das Frauchen oder der Pudel nach seinem w\u00f6chentlichen Coiffeur-Besuch eher bemit-leidenswert ausschaut!<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Wohlbefinden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Interaktion mit dem Tier beugt Stress vor (Abbau des Stresshormons Cortisol) und steigert das Wohlbefinden. Eine entsprechende Studie der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum zeigt auf, dass Haustiere gl\u00fccklich machen. So wirkt das Schnurren der Katze bei vielen Menschen als beruhigend und angstl\u00f6send. Das gilt selbstverst\u00e4ndlich auch am Arbeitsplatz, obgleich die Vorstellung eines Fliessbandarbeiters mit seinem Vogel in der Produktionshalle etwas komisch anmutet \u2013 so gilt dies vornehmlich f\u00fcr B\u00fcroumgebungen (B\u00fcrohund). Allerdings muss zuvor abgekl\u00e4rt werden, dass der Chef und die Kollegen nichts dagegen haben und die Hygiene-vorschriften eingehalten werden. Keiner Zustimmung \u00fcbrigens ben\u00f6tigen Assistenzhunde. Auch das Kuscheln mit dem Haustier kann f\u00fcr ein positives Wohlbefinden sorgen und Depressionen vorbeugen. Dabei wird das Gl\u00fcckshormon Oxytocin ausgesch\u00fcttet, das ein Gef\u00fchl der Geborgenheit und N\u00e4he vermittelt sowie Blutdruck und Puls senkt. Allerdings bewies die Studie aus Bochum auch, da\u00df eine finanzielle Belastung durch das Haustier und damit eine pers\u00f6nliche Einschr\u00e4nkung genau das Gegenteil bewirken kann. Daneben verringern Tiere das Ein-samkeits- und st\u00e4rken das Sicherheitsgef\u00fchl. Interessant auch die Erkenntnis, da\u00df Bewohner von Seniorenheimen, die einen Wellensittich halten, oftmals mehr Besuch der Hausmitbewohner bekommen, als die anderen.<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Erhalt der kognitiven F\u00e4higkeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dies betrifft neben anderen etwa die Wahrnehmungs-, Lern- und Konzentrationsf\u00e4higkeit, ebenso wie die Aufmerksamkeit, das Ged\u00e4chtnis und die Kreativit\u00e4t! Tiere k\u00f6nnen die Konzentration f\u00f6rdern \u2013 so das Ergebnis einer EEG-gest\u00fctzten Untersuchung, die im M\u00e4rz dieses Jahres ver\u00f6ffentlicht wurde. So nahmen beim Spielen oder Gassigehen mit dem Therapiehund die Alpha-Wellen zu (entspannte Wachheit), beim Streicheln und Kuscheln hingegen die Beta-Wellen (erh\u00f6hte Konzen-tration). Bei allen Probanten war der Stresslevel deutlich niedriger.<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Tiergest\u00fctzte Therapien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einige Tagesschulen sind inzwischen dazu \u00fcbergegangen, v.a. w\u00e4hrend der Hausaufgaben Therapiehunde im Klassenzimmer einzusetzen. In so manchen Krankenh\u00e4usern oder Pflegeheimen wurden ebenfalls Erfolge damit erzielt. In der Suchtklinik Vielbach in Rheinland-Pfalz dienen Tiere als Motivationskatalysatoren \u2013 Patienten, die w\u00e4hrend der Therapie Kontakt zu Tieren haben, halten l\u00e4nger durch. Und nicht zuletzt: Tiere in der Therapie k\u00f6nnen den Zugang zu einem Patienten erleichtern. Allerdings m\u00fcssen solche Therapeuten gut ausgebildet bzw. qualifiziert sein, damit beispielsweise nicht das Tierwohl unter der t\u00e4glichen Aufgabe leidet!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Haustier kann sich durchaus zum Partner und St\u00fctze im Alltag entwickeln. Und genau so sollte es auch sein! Manches Mal ist es ein Partner- oder Kindesersatz \u2013 gerade bei \u00e4lteren Menschen. Allerdings gilt es, vor einer solchen Anschaffung einige Fragen zu kl\u00e4ren. Bin ich der Verantwortung gewachsen? Was geschieht mit dem besten Freund im Urlaub oder im Krankenfall? Ist das Tier den ganzen Tag \u00fcber alleine zuhause etc.!?<\/p>\n\n\n\n<p>Das Haustier muss ins Leben passen!!!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesetipps:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) Die Wirkung von Haustieren auf das Leben alleinstehender, \u00e4lterer Menschen; Astrid Mayerhofer; Diss. Universit\u00e4t Wien 2013<\/p>\n\n\n\n<p>.) Tiere als Therapie \u2013 Mythos oder Wahrheit? Zur Ph\u00e4nomenologie einer heilenden Beziehung mit dem Schwerpunkt Mensch und Pfer; Andrea F\u00f6rster; ibidem-Verlag 2005<\/p>\n\n\n\n<p>.) Der Mensch und seine Haustiere. Die Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung; Michael Baales\/Norbert Benecke; Arch\u00e4ologische Informationen 1997<\/p>\n\n\n\n<p>.) Das Haustier: Vom Nutztier zum Familientier; Maren M\u00f6hring; De Gruyter 2014<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41598-019-41254-6\">www.nature.com\/articles\/s41598-019-41254-6<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/eurjpc\/article\/25\/1\/54\/5926083?login=false\">academic.oup.com\/eurjpc\/article\/25\/1\/54\/5926083?login=false<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0298384\">journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0298384<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/abs\/10.1080\/08927936.2019.1569907\">www.tandfonline.com\/doi\/abs\/10.1080\/08927936.2019.1569907<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/habri.org\/international-hab-survey\/\">habri.org\/international-hab-survey\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/38287372\/\">pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/38287372\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.cdc.gov\/pcd\/issues\/2015\/15_0204.htm\">www.cdc.gov\/pcd\/issues\/2015\/15_0204.htm<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/fachkrankenhaus-vielbach.de\/\">fachkrankenhaus-vielbach.de\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.vdh.de\/home\/\">www.vdh.de\/home\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alleine zu sein muss man m\u00f6gen \u2013 vor allem aber k\u00f6nnen! 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