
{"id":11366,"date":"2025-01-11T09:12:34","date_gmt":"2025-01-11T07:12:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=11366"},"modified":"2025-01-11T09:12:34","modified_gmt":"2025-01-11T07:12:34","slug":"make-europe-great-again-quelle-ausgerechnet-victor-orban-2024","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2025\/01\/11\/make-europe-great-again-quelle-ausgerechnet-victor-orban-2024\/","title":{"rendered":"Make Europe great again! (Quelle: Ausgerechnet Victor Orb\u00e1n 2024)"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 20. Januar wird in Washington ein Mann zum US-Pr\u00e4sidenten ange-lobt, der schon mal versucht hatte, sein Versprechen umzusetzen und dabei v\u00f6llig versagte: \u201eMake America great again!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die USA fielen im BIP und ihrer Bedeutung gar hinter viele Volkswirt-schaften dieser Erde zur\u00fcck. Nun ist Donald Trump mit demselben Versprechen wieder angetreten und sein Wahlvolk glaubte es ihm erneut. Dabei ist so ziemlich alles aus seinem Programm erlogen und\/oder geklaut. Sogar dieser Spruch \u201eMake America great again!\u201c kommt nicht mal aus seiner Ideen-Werkstatt! Es war Ronald Reagan, der ihn im Rahmen seiner Kampagne anno 1980 mit Erfolg eingesetzt hatte. Erstmals in seiner Rede w\u00e4hrend der Republikanischen National Konvention 1980:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eFor those who\u2019ve abandoned hope, we\u2019ll restore hope and we\u2019ll welcome them into a great national crusade to make America great again!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Trump behauptete jedoch stets, den Slogan selbst erfunden zu haben \u2013 2012 liess er ihn gar registrieren und mahnte die beiden parteiinternen Konkurrenten Scott Walker und Ted Cruz ab, da sie ihn ebenfalls verwendeten. \u201cAgain\u201c bezieht Trump dabei auf die Jahrhundertwende und die 1940er bzw. 50er Jahre. Na ja \u2013 so weit zur\u00fcck hinkt er also. Nicht nur Trumps Vorg\u00e4nger Bill Clinton warnte vor einem rassistischen Missverst\u00e4ndnis des Ganzen, auch die Literatur-Nobelpreistr\u00e4gerin Toni Morrison meinte:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201e&#8217;Make America Great Again&#8216; means &#8218;Make America White Again&#8216;.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Auch in Europa k\u00f6nnte dieser Slogan f\u00fcr heftige Diskussionen sorgen: Auf wann zur\u00fcck? Gr\u00fcndung der EG (Wirtschaftswunderzeit)? Zeit der Monarchien und des Kolonialismuses? Oder gar auf den 1. oder 2. Weltkrieg? Obama&#8217;s \u201eYes we can!\u201c war da schon einige Intelligenz-Quotienten h\u00f6her!<\/p>\n\n\n\n<p>Nun \u2013 dass Trump in seiner zweiten Amtszeit B\u00e4ume ausreissen wird, darf nicht angenommen werden. Griff er doch dieses Mal weniger auf ansonsten in ihrem Privatleben erfolgreiche Menschen und Manager zur\u00fcck (die offenbar beim letzten Mal ebenso versagt haben), als viel-mehr auf jede Menge Absolventen der Politikwissenschaften aus den unterschiedlichsten Universit\u00e4ten. Berufspolitiker \u2013 eigentlich eine ehemals von ihm gehasste Spezies! Doch \u2013 die USA m\u00fcssen den Schlamassel selbst ausbaden! Die ersten kehren ihrem Heimatland bereits den R\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings gibt es auch in unseren Breitengraden viele Menschen (vor allem aus dem rechten Lager), die meinen, Trump mache alles richtig! Damit geraten sie jedoch zumeist in einen Zwiespalt, da sie dies auch vom Diktator aus Moskau glauben. Deshalb versuche ich heute mal, das Trump&#8217;sche Programm auf Europa umzulegen um es wieder so richtig \u201egreat again\u201c zu machen! Sie werden in den meisten Punkten erkennen k\u00f6nnen, dass diese Stammtisch-Politik so nicht funktionieren kann!<\/p>\n\n\n\n<p>Damit also hinein in das zum Teil verwirrend und verst\u00f6rend anmutende Wahlprogramm und dessen Umlegung auf Good Old Europe!<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich zu Beginn liest sich die Widmung: \u201eTo the Forgotten Men and Women of America\u201c! In Europa k\u00f6nnen das nur die sozial Schw\u00e4chsten sein! Alle anderen verdienen recht gut mit der derzeitigen EU oder richten es sich durch Standorte in Billig-Produktionsl\u00e4ndern. Ein kurzer historischer Ausflug: Nicht nur die Franz\u00f6sische Revolution begann, weil der \u201eP\u00f6bel\u201c nichts mehr zu essen hatte. Doch ist das Sozialsystem in Europa komplett anders aufgestellt als in den USA! Leider allerdings muss eingestanden werden, dass auch hier viele durch den sozialen Rost fallen. Und das nicht aufgrund des Umstandes, dass sie nicht arbeiten wollen!<\/p>\n\n\n\n<p>Nun wird vom Mut, der St\u00e4rke und der Liebe der USA gesprochen, die damit den Nationalsozialismus, den Faschismus im Zweiten Weltkrieg und den Kommunismus danach besiegen konnten. Das ist schon mal ganz und gar nicht auf Europa umzulegen. Rechts und (vermeintlich) Links sind ganz gross im Kommen und verwenden dabei durchaus das Gedankengut ihrer Vorg\u00e4nger aus dem 20. Jahrhundert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber Jahrzehnte hinweg sollen die Politiker dem Gesang der Sirenen folgend durch den Globalismus die Jobs nach \u00dcbersee verkauft haben. Da macht Trump keinen Unterschied zwischen Republikaner und Demokraten! Ja \u2013 das trifft auch f\u00fcr Europa zu! Zuerst in europ\u00e4ische Billiglohnl\u00e4nder, dann in den Fernen Osten! Hier g\u00e4be es viel Nach-holbedarf ganze Branchen wieder zur\u00fcckzuholen. V.a. in der Medizin wurde dies w\u00e4hrend der Pandemie in aller H\u00e4rte bewusst. Doch bereits zuvor gingen viele durch die Energiewende versprochene Arbeitspl\u00e4tze verloren, da die staatlich gef\u00f6rderte Produktion aus China wesentlich g\u00fcnstiger Solar-Module produzieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann allerdings beginnt die Schimpfe auf die Migration, die ich in weiterer Folge nicht weiter argumentieren m\u00f6chte. Ausser \u2013 auch hier wurden Fehler gemacht. Bedenkt man allerdings, dass \u2013 nach einer Studie des deutschen Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung viele der syrischen Gefl\u00fcchteten in Engpassberufen (rund 80.000) sowie 62 % in systemrelevanten Berufen besch\u00e4ftigt sind. 82 % der 287.000 in Deutschland besch\u00e4ftigten Syrer (Stand: September 2024) arbeiten in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverh\u00e4ltnissen (in \u00d6sterreich: 23.988), leisten also auch ihren Beitrag in das Gesundheits- und Pensionssystem. Allerdings nutzen viele Arbeitgeber dies aus und bieten Werk- oder Teilzeit-Vertr\u00e4ge an! Sieben Jahre nach dem Zuzug waren nicht weniger als \u201e74 Prozent der erwerbst\u00e4tigen syrischen Gefl\u00fcchteten in qualifizierten T\u00e4tigkeiten t\u00e4tig, die \u00fcblicherweise einen Berufs- oder Hochschulabschluss erfordern\u201c! Wenn sie angeblich Einheimischen die Arbeit wegnehmen, stellt sich logischerweise die Frage: Wieso gab es dann dermassen viele freie Stellen? Vor einem \u2013 wie in den USA oder den Rechten Europas geplanten \u2013 Zur\u00fcckschicken der Migranten warnt auch das Institut der deutschen Wirtschaft: Es k\u00f6nnte in den Bereich Zahnmedizin, Kindererziehung und -pflege, in der Gesundheits- und Krankenpflege, aber auch in der Bauelektrik sowie der Sanit\u00e4r-, Heizungs- und Klimatechnik zu f\u00fcr die Unternehmen existenz-bedrohendem Fachkr\u00e4ftemangel kommen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSyrische Besch\u00e4ftigte sind wichtig f\u00fcr den deutschen Arbeitsmarkt. Sie tragen in nennenswertem Umfang dazu bei, den Fachkr\u00e4ftemangel in Deutschland abzufedern!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(IW-\u00d6konom und Studienautor Fabian Semsarha)<\/p>\n\n\n\n<p>Die USA wird es ebenso hart treffen, setzt Trump seine Ausweisungspl\u00e4ne durch. Ob Latinos oder Asiaten, Europ\u00e4er oder Afrikaner \u2013 viele davon halten jenseits des Grossen Teichs (klar \u2013 einige davon auch illegal) das Rad am Laufen. Gerade in Jobs, die der durchschnittliche US-B\u00fcrger ablehnt. Deshalb haben nicht nur die Nicht-US-Akademiker, sondern durchaus auch die Tellerw\u00e4scher und M\u00fcllleute eine enorm wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung. Und \u2013 wenn in dem Wahlprogramm \u00fcber die Kulturen gesprochen wird, die die amerikanische Kultur \u00fcberlaufen, so sollte darauf hingewiesen werden, dass die Indianer die Ureinwohner dieses Kontinents waren. Sie wurden durch Franzosen, Deutsche und Engl\u00e4nder \u00fcberlaufen. Jeder davon brachte seine eigene Kultur aus der Heimat mit. Damit sind die heutigen USA (ebenso wie \u00fcbrigens auch \u00d6sterreich, wo die rechts-aussen FP\u00d6 ganz offen f\u00e4lschlicherweise von einer \u201eRemigration\u201c spricht) aufgrund seiner Geschichte ein Viel-v\u00f6lkerstaat. Die derzeitige Kultur der USA ist die Burger-Kultur! Ob eine solche Kultur wirklich erstrebenswert ist, muss in Frage gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWe will be a Nation based on Truth, Justice, and Common Sense.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Betrachten wir uns die drei angesprochenen Punkte doch etwas genauer!<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Wahrheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In keinem anderen Land der Erde (ausser den Diktaturen und etwa dem kriegsf\u00fchrenden Russland) werden dermassen viele Unwahrheiten (Fake-News) und Verschw\u00f6rungstheorien verbreitet wie in den USA. Auch in Europa haben wir darunter zu leiden! Viele \u00fcbernehmen auch hier Meldungen ohne zuvor einen Faktencheck durchgef\u00fchrt zu haben. Sie werden gar gezielt (nicht selten durch das Ausland gesteuert) von wahlwerbenden Parteien eingesetzt um dadurch W\u00e4hlerstimmen generieren zu k\u00f6nnen. Tritt dann die Wahrheit ans Licht, wird betont, dass man dies so gar nicht gesagt habe. Auch durch die aufgrund der Pandemie vehement zugenommenen Verschw\u00f6rungstheorien wird absichtlich mit Unwahrheiten gearbeitet. Dass damit sehr viel an Terrain wettgemacht werden kann, zeigen ebenfalls die Wahlerfolge der rechts-aussen und vermeintlich links-aussen Parteien auf. Allerdings zumeist auf dem R\u00fccken jener, die sie glauben.<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Justiz und Gerichtbarkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trump machte schon in seiner ersten Amtszeit klar, dass alle Richter und Staatsanw\u00e4lte, die nicht f\u00fcr ihn arbeiten, gegen ihn arbeiten. Viele, die im Sinne ihrer Profession gearbeitet haben, werden ab dem 20. Januar ihren Job verlieren. Der Supreme Court wurde politisch besetzt und entwickelte sich zu einem Trump&#8217;schen Durchwink-Gremium. Auch einige Staaten der EU \u2013 allen voran Polen und Ungarn \u2013 haben diese Auffassung von Rechtsstaatlichkeit \u00fcbernommen und wurden daf\u00fcr abgestraft. In den Verfassungen aller EU-Staaten ist davon die Rede, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind und die Unabh\u00e4ngigkeit der Rechtsprechung ein enorm wichtiger Pfeiler der Demokratie ist. Bestechlichkeit bzw. politische Einflussnahme haben in diesem Bereich nichts verloren!!!<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Gesunder Menschenverstand<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Selten zuvor wurden in den USA, aber zuletzt auch in Europa dermassen viele Gr\u00e4ben ausgehoben, die grosse Teile der Gesellschaft spalteten, da der gesunde Menschenverstand zum gr\u00f6ssten Teil ausgeschaltet wurde, nicht zuletzt bedingt durch so viele L\u00fcgen. Gerade angesichts der vielen Probleme, die durch Kriegslust oder Klimawandel auf diesem Planeten verursacht sind, sollten diese Gr\u00e4ben zugesch\u00fcttet und dadurch ein gemeinsames Arbeiten erm\u00f6glicht werden. Dazu bedarf es der Intelligenz aller \u2013 gleichg\u00fcltig welcher politischer Richtung entstammend. Alleine k\u00f6nnen derartige Probleme nicht bew\u00e4ltigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit zu diesen Themen. Gleich im Anschluss kommt im Programm der n\u00e4chste Hammer:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIf we don\u2019t have a Border, we don\u2019t have a Country.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Absicherung der Grenzen ist ein wichtiges Thema auch in Europa. Neben den Kriegs- und wirtschaftlichen Fl\u00fcchtlingen werden noch die Klima-Fl\u00fcchtlinge hinzukommen. Eine geordnete Migration ist somit auch f\u00fcr Europa wichtig. Ein Mauerbau w\u00e4re etwa gegen\u00fcber Russland, Weissrussland und der T\u00fcrkei zu \u00fcberlegen, teilweise auch schon umgesetzt. Doch ist dieses globale Problem hausgemacht \u2013 durch die Gier nach Dividenden unter den westlichen Staaten, Russlands und Chinas. Weite Regionen in Afrika und Asien wurden \u00fcber Jahrzehnte hinweg ausgebeutet und werden es im ausserordentlich grossem Ausma\u00df nach wie vor. Hier gilt es anzusetzen, damit diesen Menschen ein entsprechendes menschenw\u00fcrdiges Leben in ihren Herkunftsstaaten erm\u00f6glicht wird. Ein organisiertes Weiterleiten der Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me in die Nachbarstaaten ist entweder nur eine Symptombehandlung oder die Absicht, dort eine Destabilisierung zu erlangen. Ein kleiner Vergleich: Kanada hat enorm viele Fl\u00fcchtlinge aufgenommen und sie integriert. F\u00fcr Deutschland gilt im Vergleich etwa zur Slowakei dasselbe.<\/p>\n\n\n\n<p>In Kapitel 5 wird der Schutz amerikanischer Arbeiter und Farmer behandelt. Dies betrifft dann wohl auch die Strafz\u00f6lle auf Waren aus China und der EU, die \u201eunfair Trading practices\u201c aus\u00fcben. Zu China sei angemerkt, dass dies auch die EU inzwischen zumindest politisch einge-richtet hat, da chinesische Waren durch sehr hohe staatliche F\u00f6rderungen weit unter dem handels\u00fcblichen Preis im Zielland verkauft werden k\u00f6nnen. Ausgerechnet Deutschland hat sich allerdings dagegen gestellt \u2013 es wird bef\u00fcrchtet, dass auch die deutschen Auto-Exporte nach China mit Strafz\u00f6llen belegt werden. Musk hingegen hat es schlau gemacht \u2013 er errichtete in Shanghai eine weitere Giga-Factory um mit seinen dort gefertigten Teslas China zu \u00fcberschwemmen. Der Plan ging durchaus auf \u2013 so wurden 2024 nicht weniger als 657.000 Teslas im Reich der Mitte verkauft \u2013 alleine im Dezember waren es 83.000! Auch die deutschen Autobauer haben seit Jahren Produktionsst\u00e4tten in den USA und schaffen damit Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr US-Amerikaner. Harley Davidson hat bereits in der ersten Legislaturperiode von Trump die Produktion seiner Motorr\u00e4der, die f\u00fcr den Export nach Europa bestimmt sind, nach Mexiko verlagert. Dadurch gingen Arbeitspl\u00e4tze und Ums\u00e4tze in den USA verloren. Trump rechtfertigt diese Strafz\u00f6lle mit folgendem Satz:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAs Tariffs on Foreign Producers go up, Taxes on American Workers, Families, and Businesses can come down.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Starker Tobak, der nicht unbedingt verstanden werden muss! So belief sich das Handelsbilanz-Defizit der USA 2017 (zum Amtsantritt Donald Trump I) auf -862,2 Milliarden US-Dollar. Und stieg auch w\u00e4hrend seiner Amtszeit weiter an (Ausnahme: 2019 &#8211; -924,28 \u2013 etwas weniger als im Jahr zuvor) \u2013 Quelle: statista.de.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens \u2013 im selben Kapitel unter Punkt 3 ist zu lesen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eRepublicans will revive the U.S. Auto Industry by reversing harmful Regulations, canceling Biden\u2019s Electric Vehicle and other Mandates, and preventing the importation of Chinese vehicles.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nun hat sich aber Trump den Ober-Electric Vehicles-Produzent ins Boot geholt. Als BFF! Ist das eines dieser sog. \u201eOxymorone\u201c? Europa hingegen hat in vielerlei Hinsicht den Weg f\u00fcr die Elektroautos freigemacht, Verbrenner sollen ab einem gewissen Datum nicht mehr neu zugelassen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Trump ist schon w\u00e4hrend seiner ersten Amtszeit aus allen m\u00f6glichen Handelsabkommen ausgestiegen. So etwa auch aus dem NAFTA, dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada. \u00dcbrigens ein grosser Fehler, da viele US-Autobauer in Mexiko produzieren lassen und Kanada viele Waren f\u00fcr den US-Markt herstellt. F\u00fcr Europa unvorstellbar. Schliesslich ist der Kontinent inzwischen der-massen von China abh\u00e4ngig, sodass sich bei einer K\u00fcndigung dieses Abkommens \u00fcber handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit aus dem Jahr 1985 riesige L\u00f6cher auftun w\u00fcrden. Es d\u00fcrfte Jahre dauern, bis hier wieder eine eigene Produktion hochgefahren w\u00e4re. So werden beispielsweise Penicillin und Antibiotika nurmehr bei der Biochemie Kundl\/Tirol (Sandoz) produziert \u2013 europaweit! Ein weiterer Produktions-standort in Europa w\u00e4re wohl zu teuer und somit wirtschaftlich unrentabel! Wir sprechen hierbei wohlgemerkt von einer system-relevanten Branche! Das betonte auch der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Neujahrsansprache. Derartige Abh\u00e4ngigkeiten m\u00fcssen wieder runtergefahren werden. Doch auch die Abkommen mit den EFTA-Staaten Schweiz oder Norwegen, die nicht nur Schokolade und Norweger-Pullover liefern, daf\u00fcr aber fleissig EU-Ware importieren, sollten nicht so ohne weiteres aufgek\u00fcndigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Und schliesslich \u2013 die NATO! Trump drohte damit, jene NATO-Staaten nicht zu unterst\u00fctzen, die s\u00e4umig bei der Bezahlung ihrer Beitr\u00e4ge wurden und auch die eigene R\u00fcstung nicht an das BIP angepasst haben. Die USA etwa lagen bei 3,45 % des BIPs, Grossbritannien bei 2,3 und Deutschland bei 1,5 %. Kanada bzw. Japan liegen bei 1,3 und 1,2! Damit gibt Trump eine Aufr\u00fcstung vor, wie sie w\u00e4hrend des Kalten Krieges stattgefunden hat. Nicht zuletzt \u00fcbrigens ein Argument der Putin-Freunde, dass sich Russland gegen dieses Aufr\u00fcsten verteidigen m\u00fcsse! Im Trump&#8217;schen Programm heisst es:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eThe Policy of the Republican Party must be to ensure that America\u2019s Military is the strongest and best-equipped in the World&#8230;!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcssen da wirklich die NATO-Partner mitziehen? Ausser die Gefahrenlage \u00e4ndert sich \u2013 durch neuerliche Bedrohungen aus dem Osten, wie dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und der Drohung, dies auch auf andere souver\u00e4ne Staaten ausweiten zu wollen!?<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens \u2013 zum Abschluss erw\u00e4hnt: Die roten Trump&#8217;schen M\u00fctzen, auf denen der Slogan \u201eMake America great again\u201c stand, wurden zum gr\u00f6ssten Teil von Latinos in einer Fabrik s\u00fcdlich von Los Angeles gefertigt, der Stoff kam nicht nur aus den USA und die Online-Vermarktung lief \u00fcber ein Unternehmen aus Kanada! Europa w\u00fcrde da wohl auf Produzenten in China oder Kambodscha zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einige Punkte aus dem Wahlprogramm der Republikaner k\u00f6nnen unge-fragt, wenn auch nicht in vollem Umfang, auch auf Europa umgelegt werden, wenn nicht bereits geschehen! Die meisten jedoch mit Vorbehalt! Schliesslich hat das Outsourcing von Produktionen bereits weit vor der ersten Amtszeit Trumps aus wirtschaftlichen \u00dcberlegungen begonnen. Dies nun abrupt unterbinden zu wollen, erg\u00e4be wohl ein Vakuum, wie es die Briten nach dem Brexit zu sp\u00fcren bekamen. Es ist immer ein Fehler, von anderen Staaten \u201ezu abh\u00e4ngig\u201c zu werden. Doch sollte auch hier das \u00dcbel an der Wurzel gepackt werden: Daran die meiste Schuld tr\u00e4gt wohl die Gewinnsucht der Investoren noch billiger zu produzieren,damit eine h\u00f6here Dividende ausgesch\u00fcttet werden kann. Und ehrlich: Viele dieser Investoren kommen aus den USA: Im Jahr 2023 waren es US-Investitionen in der H\u00f6he von 3,95 Trillionen US-Dollar \u2013 nur in Europa!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesetipps:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) Finish what we started: The Maga movement\u00b4s ground war to end democracy; Isaac Arnsdorf; Little Brown 2024<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/iab.de\/\">iab.de<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/\">www.iwkoeln.de<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/rncplatform.donaldjtrump.com\/\">rncplatform.donaldjtrump.com<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.presidency.ucsb.edu\/documents\/2024-republican-party-platform\">www.presidency.ucsb.edu\/documents\/2024-republican-party-platform<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.fec.gov\/data\/committee\/C00580100\/\">www.fec.gov\/data\/committee\/C00580100\/<\/a><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 20. 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