
{"id":11574,"date":"2025-03-15T10:03:51","date_gmt":"2025-03-15T08:03:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=11574"},"modified":"2025-03-15T10:03:51","modified_gmt":"2025-03-15T08:03:51","slug":"des-deutschen-liebste-knolle-die-kartoffel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2025\/03\/15\/des-deutschen-liebste-knolle-die-kartoffel\/","title":{"rendered":"Des Deutschen liebste Knolle &#8211; die Kartoffel"},"content":{"rendered":"\n<p>Ob als Salz-, Brat- oder Pellkartoffel, als Kn\u00f6del (Kl\u00f6sse), Salat, Pommes oder in der eidgen\u00f6ssischen R\u00f6sti-Version &#8211; auch die \u00d6sterreicher und Schweizer schw\u00f6ren auf die Erdfrucht. Manche zudem in Alkohol-Form (Wodka oder Aquavit) oder als Futtermittel.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei stammt die Kartoffel eigentlich gar nicht aus Europa. Auf der Insel Chilo\u00e9 fand man die \u00e4ltesten Spuren \u2013 vor rund 13.000 Jahren. Weitere Landsorten wurden in den Anden (Argentinien, Bolivien, Chile, Peru und Venezuela entdeckt. Nach Europa kam sie vermutlich \u00fcber die Kanarischen Inseln im 16. Jahrhundert. In Deutschland erfolgte der erste Anbau unter Ferdinand III. im Jahr 1647 in Oberfranken, in \u00d6sterreich erschien bereits 1621 in Linz ein Kochbuch mit Kartoffelrezepten, geschrieben vom Benediktinerabt Caspar Plautz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kartoffel (Solanum tuberosum) geh\u00f6rt zur Familie der Nacht-schattengew\u00e4chse und ist eigentlich giftig! 2022 wurde sie zur Giftplanze des Jahres gew\u00e4hlt, giftig allerdings sind nur die gr\u00fcnen Teile und die Keimlinge, die keinesfalls gegessen werden sollten. Die Knolle ergr\u00fcnt bei Tageslicht \u2013 verantwortlich daf\u00fcr zeichnen vornehmlich die beiden Glykoalkaloide Solanin und etwas weniger Chaconin. In rohem Zustand ist die auch als Grund- oder Erdbirne bzw. T\u00fcffke bezeichnete Pflanze unge-niessbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Alleine in Deutschland wurde 2024 eine Rekordernte von 12,7 Mio Tonnen gefeiert; in \u00d6sterreich waren es 693.642 to, in der Schweiz 359.600 to im Jahr davor. Weltweit sind es rund 370 Millionen Tonnen \u2013 h\u00f6rt, h\u00f6rt: Der gr\u00f6sste Produzent ist einmal mehr China! Damit ist die Kartoffel, von der es rund 7.000 Sorten gibt, eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Durchaus verdient somit auch das durch die Generalver-sammlung der Vereinten Nationen erkl\u00e4rte Internationale Jahr der Kartoffel 2008. Und nun hat eine Studie zudem bewiesen, dass die Kartoffel ausserdem noch sehr gesund ist. Forscher aus Norwegen haben in einer Langzeitstudie \u00fcber den Zeitraum von 33,5 Jahren nachgewiesen, dass jene Probanden, die regelm\u00e4ssig zur Kartoffel griffen, ein geringeres Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und somit auch eine h\u00f6here Lebenserwartung vorzuweisen hatten. \u00dcber 77.000 Personen haben sich an dieser wissenschaftlichen Untersuchung beteiligt. Sie haben w\u00e4hrend des Studienzeitraumes pro Woche im Schnitt 13 Kartoffeln gegessen. Ver\u00f6ffentlicht wurde die Studie im \u201dJournal of Nutrition\u201d. Allerdings ist die Zubereitung ein ganz entscheidender Faktor. In Norwegen werden Kar-toffeln vornehmlich gekocht. Damit d\u00fcrfte dies auch die beste Anwen-dung sein. Gekochte Kartoffeln weisen einen niedrigen glyk\u00e4mischen Index auf &#8211; das bedeutet, dass die Glukose nur langsam an den Blut-kreislauf weitergegeben wird (Traubenzucker beispielsweise marschiert unmittelbar als Blutzucker weiter). In diesem Zusammenhang spricht man auch von \u201dguten Kohlenhydraten\u201d. Dies sind langkettige Kohlenhydrate, die l\u00e4ngere Zeit verdaut werden m\u00fcssen. \u201cSchlechte Kohlenhydrate\u201d finden sich etwa in zuckerhaltigen Snacks und Speisen, die die Glukose rasch an den Blutkreislauf weiterleiten, dabei nur kurzfristig s\u00e4ttigen und danach einen Heisshunger hervorrufen. Ferner ist die Kartoffel auch sehr n\u00e4hrstoffreich. Sie enth\u00e4lt viele Ballaststoffe, Kalium und Vitamin C und viele andere Mineralstoffe und Vitamine bzw. Provitamine.<\/p>\n\n\n\n<p>Alsdann verf\u00fcgen die Kartoffeln \u00fcber rund 80 % Wasseranteil und nur wenigen Kalorien. Das ist etwa beim Reis oder den Nudeln nicht der Fall. Deshalb eignen sich die Erd\u00e4pfel auch f\u00fcr Di\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie nun k\u00f6nnen all diese Vorz\u00fcge in der Kartoffel erhalten werden? Die Schale sch\u00fctzt die Inhaltsstoffe. Deshalb stets ungesch\u00e4lt kochen oder noch besser d\u00e4mpfen. Gilt im \u00dcbrigen f\u00fcr jedes Gem\u00fcse! Dabei bleiben besonders die Vitamine und Mineralstoffe am besten erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>All diese Vorz\u00fcge gelten nicht f\u00fcr Pommes oder Chips &#8211; sie enthalten durch das Frittieren sehr viel Fett!<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Thema S\u00fcsskartoffel (Ipomoea batatas): Der lateinische Ausdruck deutet bereits darauf hin, dass die beiden Pflanzen nicht miteinander verwandt sind. Vielmehr hat die S\u00fcsskartoffel ihren Namen aufgrund des \u00e4hnlichen Aussehens und Verwendung.<\/p>\n\n\n\n<p>Na denn \u2013 Mahlzeit!!!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesetipps:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) Landtechnik; Horst Eichhorn; Ulrmer 1999<\/p>\n\n\n\n<p>.) Praktische Einf\u00fchrung in die Pflanzenmorphologie \u2013 Teil 1; Wilhelm Troll; Gustav Fischer Verlag 1954<\/p>\n\n\n\n<p>.) Spezieller Pflanzenbau; Hrsg.: Klaus-Ulrich Heyland; Ulmer 1996<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.un.org\/\">www.un.org<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.bfr.bund.de\/\">www.bfr.bund.de<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.landwirtschaftskammer.de\/\">www.landwirtschaftskammer.de<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.bioaktuell.ch\/\">www.bioaktuell.ch<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.lwk.at\/\">www.lwk.at<\/a><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob als Salz-, Brat- oder Pellkartoffel, als Kn\u00f6del (Kl\u00f6sse), Salat, Pommes oder in der eidgen\u00f6ssischen R\u00f6sti-Version &#8211; auch die \u00d6sterreicher und Schweizer schw\u00f6ren auf die Erdfrucht. Manche zudem in Alkohol-Form (Wodka oder Aquavit) oder als Futtermittel. Dabei stammt die Kartoffel eigentlich gar nicht aus Europa. 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