
{"id":11612,"date":"2025-03-29T10:57:39","date_gmt":"2025-03-29T08:57:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=11612"},"modified":"2025-03-29T10:57:39","modified_gmt":"2025-03-29T08:57:39","slug":"heiligs-blechle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2025\/03\/29\/heiligs-blechle\/","title":{"rendered":"Heilig&#8217;s Blechle!!!"},"content":{"rendered":"\n<p>Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck meint:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie Ank\u00fcndigungen der hohen Z\u00f6lle auf Autos und Autoteile sind eine schlechte Nachricht f\u00fcr die deutschen Autobauer, f\u00fcr die deutsche Wirtschaft, f\u00fcr die EU, aber auch f\u00fcr die USA. Sie greifen in die globalen Lieferketten ein und werden auch US-Autos teurer machen. Preise werden in den USA weiter steigen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Etwas deutlicher wird die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir werden nun diese Ank\u00fcndigung zusammen mit anderen Ma\u00df-nahmen, die die USA in den n\u00e4chsten Tagen in Betracht ziehen, bewerten.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>S\u00fcdkorea hat Notfallmassnahmen angek\u00fcndigt, Kanada spricht von einem \u201edirekten Angriff\u201c und auch Japan stimmt in den Chor mit ein:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir legen alle Optionen auf den Tisch, um die effektivste Antwort zu finden!\u201c,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>so Japans Ministerpr\u00e4sident Shigeru Ishiba.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch \u2013 das Thema Strafz\u00f6lle auf im Ausland produzierte Autos kennen wir bereits! Schon 2018 verfolgte US-Pr\u00e4sident Donald Trump diese Pl\u00e4ne. Damals waren nicht alle in seinem Team damit einverstanden. Etwa Rex Tillerson \u2013 es kostete ihn den Job. Anl\u00e4sslich seiner Entlassung schrieb Stefan Kornelius von der S\u00fcddeutschen Zeitung, dass es um Rex Tillerson als h\u00f6chstwahrscheinlich schlechtesten US-Aussenminister nicht schade w\u00e4re, doch hatte er durchaus seine Berechtigung: \u201e\u2026als Korrektiv f\u00fcr den wohl schlechtesten Pr\u00e4sidenten in der Geschichte der USA\u201c! Trump ist ein Populist und als solcher &#8211; das kennen wir von Vertretern der SVP in der Schweiz, der AfD in Deutschland und der FP\u00d6 in \u00d6sterreich &#8211; ein Krakehler und Tagespolitiker ohne Weitblick.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWenn die EU mit Kanada daran arbeitet, den USA wirtschaftlichen Schaden zuzuf\u00fcgen, werden gro\u00df angelegte Z\u00f6lle, viel gr\u00f6\u00dfer als die derzeit geplanten, gegen beide verh\u00e4ngt!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social)<\/p>\n\n\n\n<p>Posaunte er doch ehedem freudestrahlend bei einer Wahlkampf-veranstaltung in Pennsylvania in die Welt: \u201eWir werden Mercedes-Benz und BMW mit Z\u00f6llen belegen!\u201c, so hat er wohl \u00fcbersehen, dass BMW mit der Tochtergesellschaft BMW US Manufacturing Company LLC in Spartanburg\/South Carolina seit 1994 mit 8.000 Mitarbeitern t\u00e4glich rund 1.400 Fahrzeuge der Modelle X3, X4, X5, X6, X7 und XM selbst vorort fertigt &#8211; vom Z3 etwa wurden bis 2002 297.087 Exemplare in den USA hergestellt. Auch Mercedes produziert \u00fcber die Tochter Mercedes-Benz U.S. International (MBUSI) in Tuscaloosa\/Alabama die Modelle GLE, GLS und GLE Coup\u00e9 sowie den Mercedes-Maybach GLS, aber auch den vollelektrischen EQE SUV, den EQS SUV und den Mercedes-Maybach EQS SUV. Daneben betreiben die Stuttgarter in Woodstock\/Alabama auch ein eigenes Batteriewerk. Mercedes investierte an den Standorten rund 7 Millarden US-Dollar (darunter etwa 1 Mrd. f\u00fcr das Batteriewerk) und fertigte dort seit 1997 etwa 571.000 St\u00fcck der M-Klasse, danach auch die R- und GL-Klasse. Wertm\u00e4ssig zwei Drittel der verarbeiteten Teile stammen von US-Zulieferern, in beiden Werken arbeiten \u00fcber 6.000 Mitarbeiter &#8211; mehr als 260.000 SUVs verliessen im Jahr 2024 das Fliess-band (seit 1997 mehr als 4,5 Mio Fahrzeuge). Mit einer Wertsch\u00f6pfung 2017 von 1,5 Milliarden US-Dollar und einem Exportvolumen von 1 Milliarde j\u00e4hrlich ist das Unternehmen sogar der gr\u00f6sste Exporteur Alabamas, der zweitgr\u00f6sste Automobil-Exporteur der USA. Somit geht es bei diesen beiden Unternehmen &#8211; sollten sie in Runde 2 Schaden aus den Pl\u00e4nen Trumps erleiden &#8211; um heimische Arbeitspl\u00e4tze in zwei Bundesstaaten aus dem S\u00fcden der USA &#8211; aus dem Gebiet der Stamm-w\u00e4hlerschaft der Republikaner. Es ist also gr\u00f6sster Nonsens, wenn Trump mit der Einfuhr von Strafz\u00f6llen Autohersteller aus dem Ausland mit Standort in den USA schaden m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Andere Studien hingegen zeigen auf, dass dies mit Vorsicht zu geniessen ist. So hat beispielsweise das CAR-Center Automotive Research an der Universit\u00e4t Duisburg-Essen 2018 ausgerechnet, dass Strafz\u00f6lle eine Mehrbelastung der deutschen Autoindustrie im US-Gesch\u00e4ft in der H\u00f6he von 3 Milliarden Euro j\u00e4hrlich bedeuten w\u00fcrde &#8211; und BMW treffe es am meisten, da die in den USA produzierten Fahrzeuge \u201enicht gegen-gerechnet werden k\u00f6nnten\u201c! Soll heissen, dass alle anderen Modelle (bei BMW beispielsweise auch der Mini) importiert werden m\u00fcssen. Hierzu einige Zahlen aus 2017 f\u00fcr die Produktionen und Verk\u00e4ufe in den USA:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Audi<\/p>\n\n\n\n<p>50.000 Fahrzeuge gebaut, 225.000 verkauft, 170.000 importiert, erwartet 655 Mio \u20ac Mehrausgaben<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; BMW<\/p>\n\n\n\n<p>370.000 Fahrzeuge gebaut, 350.000 verkauft, 250.000 importiert, erwartet 1 Mrd \u20ac Mehrausgaben<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Mercedes (inkl. Smart)<\/p>\n\n\n\n<p>335.000 Fahrzeuge gebaut, 375.000 verkauft, 150.000 importiert, erwartet 600 Mio \u20ac Mehrausgaben<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; VW<\/p>\n\n\n\n<p>600.000 Fahrzeuge gebaut, 340.000 Fahrzeuge verkauft, 5000 importiert, erwartet 11 Mio \u20ac Mehrausgaben (Porsche zus\u00e4tzlich 480 Mio \u20ac Mehrausgaben)<\/p>\n\n\n\n<p>Auch VW l\u00e4sst in Chattanooga bzw. Mexiko f\u00fcr den US-Markt produ-zieren. Mexiko ist ja vorerst bis Anfang April von den Trump&#8217;schen Strafpl\u00e4nen der generellen Strafz\u00f6lle ausgenommen, da auch sehr viele US-Auto-Produzenten aufgrund der niedrigeren L\u00f6hne dort produzieren lassen. Ausserdem sind Mexiko und auch Kanada ja alsdann Mitglieder des nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA), doch soll auch das \u00fcberarbeitet werden. Und zudem gibt es da noch die Free Trade Area of the Americas (FTAA) &#8211; die amerikanische Freihandelszone!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber &#8211; fairerweise muss erw\u00e4hnt werden: Aus den USA in Europa importierte Fahrzeuge werden hierzulande mit einem Zoll von 10 % belegt! Die USA verlangten bislang f\u00fcr europ\u00e4ische Fahrzeuge nur 2,5 %. Etwas anders zeigt sich jedoch die Situation bei Lastwagen und Pickups &#8211; die USA verlangen 25 %, die EU hingegen nur 14 %. Ein \u00e4hnliches Prozedere auch bei Schuhen, Textilien und Erdn\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Automobilbereich sieht Trump das gr\u00f6sste Problem.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 12. M\u00e4rz bestehen schon Strafz\u00f6lle auf Erzeugnisse aus Stahl und Aluminium in der H\u00f6he von 25 % &#8211; \u201ezum Schutz der nationalen Sicher-heit\u201c! Damit trifft er die EU weitaus weniger hart als beispielsweise Brasilien und China. Und nun, ab dem 03. April also auch auf Autos.<\/p>\n\n\n\n<p>Die EU f\u00fchrte bereits 2018 Zusatzz\u00f6lle f\u00fcr US-Produkte ein, die bislang ausgesetzt waren \u2013 allerdings sollen diese ab 15. April wieder in Kraft gesetzt werden. Dies betr\u00e4fe dann Waren bzw. Marken wie Harley Davidson, Jack Daniels, Levis, Marlboro, &#8230; &#8211; einzusehen im Anhang II der Durchf\u00fchrungsverordnung EU 2018\/885 bzw. 2020\/502: Waren aus Aluminium und Stahl, Lederwaren, Zucker, Rindfleisch, \u2026 &#8211; ja, auch meine heissgeliebten Erdn\u00fcsse werden dabei sein. Produkte im Gesamt-wert von rund 6,4 Milliarden Euro! Das bedeutet dann Krieg, Handels-krieg! Schliesslich h\u00e4ngen zigtausende Arbeitspl\u00e4tze vom EU-Import amerikanischer Waren ab. Wie war das noch vor ein paar Jahren mit TTIP???<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas gelassener sieht es die Stahlindustrie in Deutschland. Hier werden vornehmlich Rohre f\u00fcr US-Pipelines exportiert &#8211; nachdem das Fracking-Gesch\u00e4ft aber dermassen eingebrochen ist, ist auch dieser Bereich r\u00fcckl\u00e4ufig. Sollten die Exporte \u00fcber den Atlantik ausfallen, tut&#8217;s zwar weh, verursacht aber keine wirklich grossen H\u00fchneraugen, da die entsprechenden Unternehmen zudem aufgrund von Dumping-Verfahren, die bereits 2016 eingeleitet wurden, die Exporte stark gedrosselt oder gar gestoppt haben. Auch der gr\u00f6sste \u00f6sterreichische Stahlerzeuger, die voestalpine betont, dass nur rund 2-3 % des Umsatzes von Strafz\u00f6llen betroffen w\u00e4ren. Das Unternehmen lukriert etwa zwei Drittel ihres Stahlumsatzes mit den USA (1 Mrd. \u20ac) als lokale Produzenten in den USA selbst (Angaben: Wolfgang Eder, Ex-Vorstandsvorsitzender VOEST 2018).<\/p>\n\n\n\n<p>Einzig: Der Umleitungseffekt wird zu Problemen f\u00fchren. Jene Grobbleche, die nicht mehr in die USA exportiert werden, dr\u00e4ngen auf den europ\u00e4ischen Markt. Und der kr\u00e4nkelt ohnedies seit Jahren schwer. ThyssenKrupp hat schon 2017 300 Arbeitspl\u00e4tze in der Grobblech-produktion gestrichen. Grobbleche werden beispielsweise f\u00fcr die Motoren- oder R\u00f6hrenproduktion ben\u00f6tigt. Hier ist der Markt schon seit l\u00e4ngerem heiss umk\u00e4mpft, da diese in China und Korea unter den dortigen Produktionskosten eingekauft werden k\u00f6nnen. So werden \u00dcberproduktionen abgebaut, aber auch Konkurrenten vom Markt gewischt. Ist dies geschehen, werden die Preise wieder erh\u00f6ht. Die EU unterdr\u00fcckt das Prozedere seit Jahren durch Importz\u00f6lle oder Anti-Dumping-Massnahmen. Im Vergleich zu den USA gehen die Europ\u00e4er jedoch nur gegen einzelne Produkte (etwa nahtlose Edelstahlrohre) oder Staaten vor und begr\u00fcnden dies auch entsprechend. Trump rechtfertigt seine umfassende Massnahme mit \u201enationaler Sicherheit\u201c und geht gegen alle vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ein kurzer Blick auf das Stahlimport-Ranking der USA nach Herkunftsl\u00e4nder (Zahlen: Census Bureau 2023): \u0086<strong>Kanada<\/strong>: 6.885.000 Tonnen, <strong>Mexiko<\/strong>: 4.184.000 Tonnen, <strong>Brasilien<\/strong>: 3.942.000 Tonnen, <strong>S\u00fcdkorea<\/strong>: 2.637.000 Tonnen, &#8230; \u0086\u0086Deutschland folgt auf Platz 6., China erst auf Platz 7.! Damit ist klar nachgewiesen, dass Trump nicht China an den Kragen will, er sch\u00e4digt also vornehmlich die Handelsbeziehungen zu Verb\u00fcndeten! Soll heissen, er will dadurch mehr rausholen. Und das hat wahrlich nichts mit der nationalen Sicherheit zu tun &#8211; auch wenn die Stahlindustrie in den USA schlecht dasteht &#8211; das aber ist hausgemacht!<\/p>\n\n\n\n<p>Damit die EU dauerhaft hiervon ausgenommen wird, verlangen die USA noch mehr:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Einfrieren der EU-Stahlexporte in die USA auf dem Niveau von 2017<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Erh\u00f6hung der Antidumping-Abgaben auf chinesischen Stahl<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Erf\u00fcllung der vereinbarten R\u00fcstungsanstrengungen<\/p>\n\n\n\n<p>Mein lieber Schorle &#8211; jetzt will Trump seine Waffengier auch in Europa durchsetzen!!!<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2018 schlug EU-Ratspr\u00e4sident Donald Tusk von sich aus ein Frei-handelsabkommen wie TTIP mit den USA vor. Gottlob war dies nicht notwendig, h\u00e4tte es doch den erneuten Start des ganzen Brimboriums bedeutet &#8211; mit noch h\u00f6heren Auflagen durch die USA als damals bei den originalen TTIP-Verhandlungen. Und stets der Drohung im Hintergrund, dass die Stafz\u00f6lle ja auch auf Europa ausgedehnt werden k\u00f6nnen. Diese Erfahrung machte 2018 auch die damalige EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr\u00f6m nach Ihrem ersten vierst\u00fcndigen Gespr\u00e4ch mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in Br\u00fcssel. Die Regierung Trump zeige mangelhaftes Entgegenkommen. Wieso hat Mr. Trump dann 2018, kurz vor der Deadline einen Zoll-Interruptus gemacht??? Und dass derartige Abkommen nur beschriebenes Papier sind, zeigte der US-Pr\u00e4sident ja vor Jahren schon am Beispiel Aluminium aus Brasilien Das Land am Amazonas geh\u00f6rt ebenso zur FTAA!<\/p>\n\n\n\n<p>Nach unterschiedlichen Krisen-Treffen der europ\u00e4ischen Politiker aller Ebenen wurde eine deutliche Antwort auf die Handelspolitik der USA versprochen. Trump meinte einst, dass Handelskriege \u201egut und leicht zu gewinnen\u201c seien! Anderer Meinung war damals schon die US-Handels-kammer:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eZ\u00f6lle k\u00f6nnten zu einem zerst\u00f6rerischen Handelskrieg mit ernsten Konsequenzen f\u00fcr das US-Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fchren!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Thomas Donohue, Pr\u00e4sident der US-Handelskammer)<\/p>\n\n\n\n<p>Derselben Meinung ist man auch heute beim Kieler Institut f\u00fcr Welt-wirtschaft (IfW):<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAuch wenn die Autoindustrie global sehr sichtbar ist und ein Zollsatz von 25 Prozent im historischen Vergleich sehr hoch ist \u2013 au\u00dferhalb Nordamerikas bleiben die gesamtwirtschaftlichen Effekte \u00fcberschau-bar!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(IfW-\u00d6konom Julian Hinz, Professor f\u00fcr Internationale Volkswirtschafts-lehre an der Universit\u00e4t Bielefeld).<\/p>\n\n\n\n<p>Trump schneidet sich damit ins eigene Fleisch: Unz\u00e4hlige Produkte werden in den USA durch die Strafz\u00f6lle im allgemeinen teurer werden, die Inflation steigen und die Konjunktur sinken.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWenn die USA ihr Handelsdefizit reduzieren wollen, m\u00fcssen sie die Amerikaner dazu bringen, h\u00e4rter zu arbeiten. Und sie m\u00fcssen Reformen in Einklang mit der internationalen Marktnachfrage durch-f\u00fchren, statt den Rest der Welt aufzufordern, sich zu \u00e4ndern.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Leitartikel in der chinesischen Zeitung Global Times)<\/p>\n\n\n\n<p>Die eigentlichen Pl\u00e4ne des Pr\u00e4sidenten: Das Handelsbilanz-Defizit mit China soll um rund 100 Milliarden Dollar reduziert werden (derzeit bei -295,4 Mrd. $). Deutschland etwa hat ein Handelsbilanzplus von 16 Mrd. Euro im Januar 2025 &#8211; das hat den Neid des Pr\u00e4sidenten geweckt. Doch: Trump wird sich nicht nur an China, sondern auch an der EU und Kanada die Z\u00e4hne ausbeissen. Die Volksrepublik war 2017 mit nicht weniger als 636 Milliarden US-Dollar Einfuhren der wichtigste Handelspartner der Vereinigten Staaten. US-Exporte nach China erreichten gerade mal 375 Milliarden. W\u00e4hrend zuletzt die chinesischen Exporte abflachten (nurmehr 3,2 %), legten die Importe um 6,5 % zu (Stand: Juli 2024). Somit arbeitet auch das Reich der Mitte an ein Handelsbilanzdefizit!<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der EU-Kommission heisst es, dass f\u00fcr die Einfuhr von US-Waren in die EU im Schnitt 3 % Z\u00f6lle verlangt werden, die USA liegen bei 2,4 %. Damit hat Trump also die Rechtfertigung f\u00fcr seine Pl\u00e4ne verloren! Zu laut gebr\u00fcllt L\u00f6we. Und wenn die Amis nun mehr f\u00fcr das von Ihnen heiss geliebte Red Bull bezahlen m\u00fcssen, da das Aluminium der Dosen h\u00f6her verzollt wird, f\u00e4llt das ja auch wieder auf den kleinen US-B\u00fcrger zur\u00fcck! Vorher besser kundig machen!!!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesetipps:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) The Globalization Paradox &#8211; Why Global Markets, States, and Democracy Can&#8217;t Coexist; Dani Rodrik; Oxford University Press 2011<\/p>\n\n\n\n<p>.) Internationale Wirtschaft \u2013 Theorie und Politik der Au\u00dfenwirtschaft; P. R. Krugman\/M. Obstfeld; Pearson Studium 2006<\/p>\n\n\n\n<p>.) Volkswirtschaftslehre 2; Werner Lachmann; Springer-Verlag 1995<\/p>\n\n\n\n<p>.) Makro\u00f6konomie; Olivier Blanchard\/Gerhard Illing; Pearson Studium 2006<\/p>\n\n\n\n<p>.) Auf Kosten der Freiheit: Der Ausverkauf der amerikanischen Demokratie und die Folgen f\u00fcr Europa; Josef Braml; Bastei L\u00fcbbe 2016<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"http:\/\/www.trade.gov\/\">www.trade.gov<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li>americastradepolicy.com<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.ihk.de\/\">www.ihk.de<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.zoll.de\/\">www.zoll.de<\/a><\/li><li>eur-lex.europa.eu<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/\">www.bmwi.de<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.bmdw.gv.at\/\">www.bmdw.gv.at<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.bmwgroup-werke.com\/spartanburg\/en\">www.bmwgroup-werke.com\/spartanburg\/en<\/a><\/li><li>press.bmwgroup.com<\/li><li>group.mercedes-benz.com\/unternehmen\/nordamerika\/mercedes-benz-us-international<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck meint: \u201eDie Ank\u00fcndigungen der hohen Z\u00f6lle auf Autos und Autoteile sind eine schlechte Nachricht f\u00fcr die deutschen Autobauer, f\u00fcr die deutsche Wirtschaft, f\u00fcr die EU, aber auch f\u00fcr die USA. 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