
{"id":11635,"date":"2025-04-05T07:37:11","date_gmt":"2025-04-05T05:37:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=11635"},"modified":"2025-04-05T07:37:11","modified_gmt":"2025-04-05T05:37:11","slug":"hey-ihr-nesthocker-warmduscher-und-haltbarmilch-trinker-warm-anziehen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2025\/04\/05\/hey-ihr-nesthocker-warmduscher-und-haltbarmilch-trinker-warm-anziehen\/","title":{"rendered":"Hey Ihr Nesthocker, Warmduscher und Haltbarmilch-Trinker &#8211; warm anziehen!!!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Bedingungsloser Einsatz zu Wohl der G\u00e4ste, damit der steigende Anspruch zufrieden gestellt werden kann. Alter Schwede &#8211; wenn das die Gewerkschaft w\u00fcsste!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute m\u00f6chte ich \u00fcber ein Thema reflektieren, das mich aufgrund der Zust\u00e4nde in einer befreundeten Familie selbst einst sehr emotional traf. Eine Studie des deutschen Bundesamtes f\u00fcr Statistik zeigt auf, dass bis 2020 mehr als ein Viertel der 25-j\u00e4hrigen noch jeden Tag zuhause bei Muttern den Fr\u00fchst\u00fcckstisch bebr\u00f6selte. Nach Geschlechtern getrennt: 35 % der M\u00e4nner und 21 % der Frauen! Auch im Alter von 30: 13 % bei den \u201eHerren der Sch\u00f6pfung\u201c und 6 % der Damen!<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Vieles deutet darauf hin, dass die jungen M\u00e4nner eher in einer traditionellen M\u00e4nnerrolle gefangen sind, die sie ein bisschen tr\u00e4ge macht &#8211; vor allem, wenn sie sehr lange im Elternhaus bleiben!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Klaus Hurrelmann, Professor of Public Health and Education an der Hertie School in Berlin)<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens \u2013 auf dem Land sind die Zahlen weitaus h\u00f6her als in den St\u00e4dten. Weshalb fl\u00fcgge werden, wenn \u201cHotel Mama\u201c ohnedies jederzeit da ist und man wie der Kaiser von China umsorgt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Familie ist die kleinste Einheit unserer Gesellschaft. Nur wenn diese funktioniert, kann an etwas Gr\u00f6sserem gearbeitet werden. Sinn und Zweck dieses kleinsten sozialen Konstrukts ist es allerdings, dem Nach-wuchs Starthilfe f\u00fcr das sp\u00e4tere Leben zu geben. In dieser Zeit werden die Grundlagen gelegt, die jeder (Geschlecht spielt dabei keine Rolle) selbst in weiterer Folge verwenden wird und darauf aufbaut. Nur auf diese Art ist der Bestand der Menschheit auch gesichert. Jedoch gelingt dies in immer mehr F\u00e4llen nicht so einfach, wie es uns beispielsweise die V\u00f6gel vorzeigen, die schon sehr bald nach ihren ersten Flugstunden das heimische Nest verlassen. Zeit ist Geld und das Leben zu kurz, um sich irgendwo aufzuhalten. Doch &#8211; jeder Vierte! Das ist krass!<\/p>\n\n\n\n<p>Was geschieht eigentlich mit jemandem, der aus der wohlbeh\u00fcteten Familie, in der Vaddern das Geld verdient und Muddern die Probleme aus der Welt schafft, in die rauhe Wirklichkeit entlassen wird? Lernt er im kalten Wasser selbst das Schwimmen? Oder kommen die Rettungs-schwimmer zum Einsatz, da er droht unterzugehen?! In zweiterem Falle kehrt der Betroffene wohl nach Hause zur\u00fcck &#8211; hier spricht man vom sog. \u201cNesthocker-Ph\u00e4nomen\u201c. Mir pers\u00f6nlich gef\u00e4llt allerdings der s\u00fcdl\u00e4n-dische Ausdruck &#8222;Mammismo&#8220; wesentlich besser. In Italien sollen IStat-Studien zufolge nicht weniger als 61,2 % der 35-J\u00e4hrigen noch bei der geliebten \u201cMamma\u201c wohnen \u2013 Tendenz auch weiterhin steigend!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Studie \u201eGenerations and Gender Survey 2008\/09\u201c zeigt \u00e4hnliches auch in anderen Staaten auf. So sei ein Ost-West-Gef\u00e4lle zu bemerken: Viele Nesthocker in Georgien, weniger in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. \u00d6sterreich belegt einen Platz im Mittelfeld. 71 % der bundesdeutschen M\u00e4nner zwischen 18 und 24 Jahren wohnten 2010 noch bei den Eltern, weiss das Bundesamt f\u00fcr Statistik; bei den Frauen im Vergleich hierzu sind es 57 %. Sozialforscher sprechen in diesem Zusammenhang von einer Renaissance, lagen doch die Zahlen in anderen Jahren noch um einige Prozentpunkte darunter. Entsprechende Untersuchungen k\u00f6nnen bei Buba, Fr\u00fcchtel &amp; Pickel, 1995; Cherlin, Scabini &amp; Rossi, 1997; Nave-Herz, 1997; Weick, 1993; Zinnecker, Strozda &amp; Georg, 1996 nachgelesen werden. Doch &#8211; haben nicht auch die Eltern ein Recht auf Privatsph\u00e4re? Was sind die Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass junge Frauen und M\u00e4nner dermassen lange zuhause bleiben und sich nicht auf eigene F\u00fcsse stellen k\u00f6nnen oder wollen?<\/p>\n\n\n\n<p>Viel zu diesen Zahlen tragen sicherlich die Studenten bei. Die meisten wohnen am Studienort, haben sich also faktisch bereits von den Eltern abgenabelt &#8211; sind aber nicht zuletzt auch aus fiskalischen Gr\u00fcnden noch dort gemeldet. Somit zieht sich ein Auszug \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg (\u201eZweckwohnen\u201c). Selbstverst\u00e4ndlich mit dem einen oder anderen R\u00fcckfallversuch versehen. Erst mit der Gr\u00fcndung eines eigenen Haus-standes ist meist Schluss damit. Nach den Untersuchungen von Walter Bien vom Deutschen Jugendinstitut in M\u00fcnchen ziehen im Schnitt Frauen in den westlichen Bundesl\u00e4ndern Deutschlands mit 24, M\u00e4nner hingegen erst mit 26 Jahren von zuhause aus. Finanzielle Ursachen k\u00f6nnen es nicht sein, schliesslich verf\u00fcgen nach dieser Studie 87 % \u00fcber ein eigenes Einkommen &#8211; im Vergleich zu den Nestfl\u00fcchtern mit 95 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Tja &#8211; dann gibt es da auch noch die sog. \u201cShell-Studie\u201c aus dem Jahr 2010. Ihr zufolge gaben 90 % der Jugendlichen an, ein gutes Verh\u00e4ltnis zu ihren Eltern zu haben und zeigten sich zudem mit deren Erziehungs-methoden zufrieden &#8211; ja dreiviertel der Jugendlichen w\u00fcrden ihre Kinder ebenso erziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hallo? Ich bin vor kurzem im Format \u201eDie strengsten Eltern der Welt\u201c (2009 \u2013 2014 auf SAT1 bzw. Kabel Eins) gelandet. Jugendliche, die sich nicht am famili\u00e4ren Leben beteiligen wollen, wurden meist zu Bauern-familien nach Chile, Somalia etc. geschickt, wo sie richtig mit anpacken mussten. Weit weg von der sch\u00fctzenden Hand der Mutter, weit weg von der Zivilisation. Die gezeigten Beispiele waren sehr tr\u00e4nenreich, doch kamen die Revoluzzer offenbar gel\u00e4utert wieder auf den Boden zur\u00fcck. Und, dass dies keine Einzelf\u00e4lle sind, zeigt auch die vorhin ange-sprochene Familie. Mutter spart die Unterhaltszahlungen des Vaters f\u00fcr ihren alles geliebten Sohn auf. Viel Geld wird zudem in Marken-Artikel f\u00fcr den Jugendlichen gesteckt. Daneben z\u00e4hlt die Familie zur Wegwerf-Generation! Klar, dass die Frau mit ihrem Verdienten nicht mehr aus-kommt. Sie geht zus\u00e4tzlich arbeiten. Betritt sie nach einem 10 bis 11-Stunden-Tag die heimischen vier W\u00e4nde, so muss all das, was der Kleine so liegen liess, wegger\u00e4umt und saubergemacht werden. Denn hier kann ihm kein anderer das Wasser reichen. Zudem weigert sich dieser, den Staubsauger in die Hand zu nehmen oder beispielsweise sein Bett zu \u00fcberziehen &#8211; lieber schl\u00e4ft er wochenlang auf der Matratze mit der Bettdecke ohne \u00dcberzug, obwohl auf dem Tisch in greifbarer N\u00e4he gewaschenes Bettzeug l\u00e4ge. Seine Mutter erbarmt sich schliesslich seiner. Die Liebe dieser Frau zu ihrem Kind geht sogar soweit, dass sie ihm Zigaretten besorgt, da er diese aufgrund seines Alters in der Trafik noch nicht erh\u00e4lt. Als Beweis f\u00fcr dieses ausgezeichnete Verh\u00e4ltnis mit seiner Mutter wird sie als &#8222;Arschloch&#8220; oder &#8222;Bl\u00f6de Kuh&#8220; bezeichnet und mit Pr\u00fcgel bedacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Einzelfall! Zudem kein Beispiel f\u00fcr die soziale Unterschicht, wie gerade auch das Fernsehen beweist &#8211; ebenso f\u00fcr die Oberschicht, jene Reichen, die solchen Problemen nur mit erh\u00f6htem Geldaufwand begegnen (Internat etwa). Apropos TV: Der Jugendliche aus dieser erw\u00e4hnten Familie erhielt bereits in der Volksschule einen eigenen Fernseher f\u00fcr sein Zimmer! Soweit also zum \u201cHotel Mama\u201c!<\/p>\n\n\n\n<p>Soziologen und P\u00e4dagogen hingegen sehen die Ursachen naturgem\u00e4ss in einem anderen Licht. Wir leben in einer Zeit, in welcher die Kindheit immer k\u00fcrzer und die Toleranz der Eltern immer gr\u00f6sser wird. Aufgrund der Einfl\u00fcsse aus der unmittelbaren Umgebung des Kindes beginnt die Pubert\u00e4t bereits mit zehn oder elf Lebensjahren. Jugendliche w\u00fcrden in Bildungseinrichtungen geparkt, der Berufseinstieg verz\u00f6gere sich dadurch. Auch eine Heirat bzw. Familiengr\u00fcndung des K\u00fckens verschiebt sich nach hinten. Soweit beispielsweise die Ausf\u00fchrungen Klaus Hurrelmanns. Andere Sozial- und Erziehungswissenschaftler orten gar das Problem der \u201cEntwicklungsverz\u00f6gerungen\u201c: Das autonome Selbst-wertgef\u00fchl leidet stark, sp\u00e4tere Selbst\u00e4ndigkeit, sp\u00e4terer sexueller Kontakt. Solche Nesthocker ziehen erst dann aus dem elternlichen Hause aus, wenn sie in eine neue Familiensituation wechseln k\u00f6nnen (Entwick-lungspsychologin Christiane Papastefanou). F\u00fcr diese Brut gilt also: Zuhause ist es am Sch\u00f6nsten! Denn hier gibt es den perfekten Service, den eine Vollpension so mit sich bringt &#8211; und das meist zum Nulltarif. Papastefanou hatte \u00fcbrigens immense Probleme bei ihrer Langzeitstudie \u201eDie Situation von Sp\u00e4tausziehern aus entwicklungspsychologischer Perspektive\u201c, die sie im Auftrag der Universit\u00e4t Mannheim durchf\u00fchrte. Manche der jungen V\u00f6gel zeigten sich gar dermassen fl\u00fcgellahm, dass sie diese aus der Untersuchung herausnehmen musste, da sie es nicht lassen konnten, zuhause bei Muttern die F\u00fcsse auf den Tisch zu legen. Mal ehrlich: Kann Ihr Sohn die Waschmaschine bet\u00e4tigen oder ohne Bedie-nungsanleitung Nudeln zubereiten? Die meisten wissen es nicht, da der Rockzipfel Mamas dermassen weit reicht und allumfassend wirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich betrachte es keineswegs als Fehler, dass ich aufgrund meines Studiums mit 18 faktisch das Haus verliess und mich nur alle 2-3 Monate blicken liess. Bis zu diesem Zeitpunkt wohlbeh\u00fctet, tat sich mir eine neue Welt auf. Mit An- aber auch Unannehmlichkeiten: Parties ohne Ende &#8211; W\u00e4sche waschen, kochen, Geld im Monat einteilen bzw. etwas dazu-verdienen. Ein ganz entscheidender Faktor um sp\u00e4ter \u00fcberleben zu k\u00f6nnen: Lernen, nicht \u00fcber den eigenen M\u00f6glichkeiten zu leben! Erst wenn man solche Arbeiten selbst erledigen muss, wenn man erkennt, dass das Geld, das ausgegeben wird, verdient werden muss, erst dann ist man reif f\u00fcr die Gesellschaft. Die selbstverschuldeten Privatkonkurse, das Leben auf Pump &#8211; viele gehen in die falsche Richtung, haben den Umgang mit Geld nie gelernt, da immer, wenn in der Geldtasche Ebbe war, Vater ausgeholfen hat! Das Elternhaus soll nicht zum Lebensparkplatz werden! Die Kinder wurden in die Welt gesetzt um Verantwortung zu \u00fcbernehmen!<\/p>\n\n\n\n<p>Tja und auch die Eltern haben etwas davon: Bei meist zwei Kindern haben sie die letzten 20 Jahre den R\u00fccken f\u00fcr ihren Nachwuchs krumm gemacht &#8211; jetzt wird es Zeit, sich auch mal etwas zu g\u00f6nnen, etwas Zeit f\u00fcr sich selbst zu finden. V.a. Mama wird erfreut sein, wenn sie nach acht-st\u00fcndiger Arbeit \u0086nach Hause kommt und nicht die Essensreste von Sohnemann 1 wegr\u00e4umen oder die W\u00e4sche von Tochter 2 richten muss. Doch ist Vorsicht geboten: Die von den Eltern bezahlte Eigentums-wohnung f\u00fcr die K\u00fcken ist kein Beitrag zur Selbst\u00e4ndigkeit der Kinder &#8211; die monatliche Miete geh\u00f6rt zum Leben dazu!<\/p>\n\n\n\n<p>Begonnen in den USA, kommt auch hierzulande &#8211; sozusagen als Gegen-bewegung &#8211; immer mehr das \u201cDownsizing\u201c in Mode. Das Elternhaus wird verkauft &#8211; eine kleinere Wohnung angeschafft, sodass der Nachwuchs ausziehen muss &#8211; ob er nun will oder nicht. Eine mehr als bedenk-liche, wenn nicht sogar skurrile Methode. Sollte das Haus &#8211; selbstverst\u00e4ndlich nach meinem Nachwuchs &#8211; mein Lebenswerk darstellen, so werde ich mich davor h\u00fcten es zu verkaufen. Anstatt dessen gestalte ich lieber das eine Kinderzimmer zum Wellness-Sportraum f\u00fcr Muttern und das andere zum Poolbillard-Zimmer oder als Raum f\u00fcr die elektrische Eisenbahn f\u00fcr Vattern um. Das Downsizing zeigt meines Erachtens vielmehr auf, dass man die Kinder nicht zu verst\u00e4ndnisvollen Menschen erzogen hat. Ansonsten w\u00fcrden sie ja wohl verstehen, dass es zwar sehr sch\u00f6n war, jedoch auch mal ein Ende haben muss und Vater und Mutter neben ihrem Brotjob nicht zum abendf\u00fcllenden Servieren geeignet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Grundbedingung f\u00fcr eine solche Abnabelung jedoch ist die Kooperation der Eltern: Das Klammern der K\u00fcken sollte tunlichst vermieden werden. Die Angst von Frau und Mann vor einem leeren Haus (das sog. \u201cEmpty Nest Syndrom\u201c) kann nach und nach abgebaut werden. Etwa durch die Erweiterung der Hobbies. Verbringen Sie die pl\u00f6tzlich freiwerdende Zeit mit sinnvoller Besch\u00e4ftigung. Intensivieren Sie ihre sozialen Kontakte, die Sie ansonsten aufgrund der Hausarbeit oftmals haben brach liegen lassen. Zeigen Sie Ihrem Nachwuchs, dass er jederzeit willkommen ist. Nach einiger Zeit kann dann auch das Kinderzimmer umgestellt und andersweitig genutzt werden. Ich muss eingestehen, dass auch ich etwas \u00fcberrascht war, als ich eines Tages in die elternliche Wohnung kam und mein ehemaliges Zimmer nicht mehr wiedererkannte. Doch war es verst\u00e4ndlich, schliesslich stand das Zimmer ewig leer &#8211; die Wohnung aber war ansonsten sehr beengt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein interessanter Aspekt, auf welchen die Wissenschaftler immer wieder stossen: Nesthocker sind immer mehr ein Erscheinungsbild des Mittelstandes! Platz im elternlichen Haus ist genug da, diese sind es auch gewohnt, f\u00fcr das t\u00e4gliche Brot zu sorgen und einzukaufen,&#8230; Manchen gefiel es zuhause sogar dermassen gut, dass sie wieder zur\u00fcckkommen (\u201cBoomerang-Generation\u201c). Prominente Beispiele: Jennifer Lawrence, Kim Kardashian, Demi Lovato oder auch das Reality TV-Paar Heidi Montag und Spencer Pratt, das zuvor ein Millionen-Verm\u00f6gen verprasst hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher war die Grossfamilie v.a. in der Bauernschaft angesiedelt. Jede Hand war am Hof n\u00f6tig und wenn Vater und Mutter nicht mehr konnten, \u00fcbernahmen die beiden S\u00f6hne die Landwirtschaft und die Tochter den Haushalt. Doch: Tempora mutantur &#8211; die Zeiten \u00e4ndern sich! Nicht zuletzt auch aufgrund der Maschinisierung. Papastefanou formuliert es gar sehr krass: Eltern und Kinder bleiben immer Eltern und Kinder! In jeder Familie muss es einen Generationenkonflikt geben, damit die Abl\u00f6sung der Kinder besser funktioniert und diese jene Autonomie kennenlernen, mit der sie es f\u00fcr den Rest ihres Lebens zu tun haben werden. Tolerant gleichg\u00fcltige Eltern k\u00f6nnen zu Problemen f\u00fchren. Kinder, die ausgezogen sind, werden automatisch von ihren Eltern mit mehr Respekt bedacht!<\/p>\n\n\n\n<p>Ah &#8211; da f\u00e4llt mir noch eine Geschichte ein: Kennen Sie eigentlich den wahren Fall einer italienischen Mutter, die das T\u00fcrschloss auswechseln liess, damit ihr Sohn endlich von zuhause ausziehen sollte? Dieser nahm sich allerdings einen Anwalt und klagte das Wohnrecht bei seiner Mutter ein!<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt einige Promis, die noch im Elternhaus wohnen oder lange Zeit hinweg wohnten: Bradley Cooper, Rafael Nadal, Selena Gomez, Basket-baller Jeff Teague&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesetipps:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) Singles im mittleren und h\u00f6heren Erwachsenenalter. Sozialwissen-schaftliche und psychologische Befunde; Stefan Baas\/Martina Schmitt\/Hans-Werner Wahl; Verlag W. Kohlhammer 2008<\/p>\n\n\n\n<p>.) Familiale Beziehungen, Familienalltag und soziale Netzwerke. Ergebnisse der drei Wellen des Familiensurvey; Walter Bien\/Jan H. Marbach (Hrsg.); VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften 2008<\/p>\n\n\n\n<p>.) Singles: zum Selbstverst\u00e4ndnis und zum Selbsterleben von 30- bis 40j\u00e4hrigen partnerlos alleinlebenden M\u00e4nnern und Frauen (Dissertation); Bachmann, Ronald; Verlag Peter Lang GmbH 1992<\/p>\n\n\n\n<p>.) Das Individuum und seine Familie. Lebensformen, Familienbeziehungen und Lebensereignisse im Erwachsenenalter; Hans Bertram (Hrsg.); Leske + Budrich 1994<\/p>\n\n\n\n<p>.) Das Single. Gesellschaftliche Folgen eines Trends; Gerd Gr\u00f6zinger (Hrsg.); Leske + Budrich 1994<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedingungsloser Einsatz zu Wohl der G\u00e4ste, damit der steigende Anspruch zufrieden gestellt werden kann. Alter Schwede &#8211; wenn das die Gewerkschaft w\u00fcsste! Heute m\u00f6chte ich \u00fcber ein Thema reflektieren, das mich aufgrund der Zust\u00e4nde in einer befreundeten Familie selbst einst sehr emotional traf. 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