
{"id":13016,"date":"2026-07-11T08:47:28","date_gmt":"2026-07-11T06:47:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=13016"},"modified":"2026-07-11T08:47:28","modified_gmt":"2026-07-11T06:47:28","slug":"nicht-jedermanns-sache-aber-unheimlich-gesund","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2026\/07\/11\/nicht-jedermanns-sache-aber-unheimlich-gesund\/","title":{"rendered":"Nicht jedermanns Sache \u2013 aber unheimlich gesund!"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute mal etwas anderes: Ein Ern\u00e4hrungs- bzw. Gesundheitstipp! Viele suchen ihr Heil in Fr\u00fcchten aus \u00dcbersee \u2013 dabei gibt\u2019s diese Superfoods auch in heimischen Gefilden! Ganz ohne zigtausend tzr\u00fcckgelegten Flug-kilometern aus \u00dcbersee. Sauerkraut w\u00e4re beispielsweise ein Vertreter dieses Genres. Doch daneben gibt es noch Weiss-Gott andere Alter-nativen. Die Rote Beete etwa, das Gem\u00fcse des Jahres 2023\/24! Sie ist mehr als beliebt bei Sportlern oder auch Medizinern. Doch so wirklich auf den Mittagstisch \u2013 das hat sie nicht bei jedem geschafft. Ein grosser Fehler!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rote Beete stammt eigentlich aus dem Mittelmeerraum, doch brachten die R\u00f6mer sie bereits vor rund 2000 Jahren nach Mitteleuropa. Sie z\u00e4hlt zu den R\u00fcben, weshalb sie mancherorts auch als \u201eRote R\u00fcbe\u201c bekannt ist. Weshalb sie ausgerechnet \u201eRote Beete\u201c heisst, ist nach wie vor nicht wirklich klar. M\u00f6glicherweise leitet sich der Name vom lateinischen \u201ebeta\u201c (dt. R\u00fcbe) ab, andere sehen den Ursprung eher darin, dass die Knolle in Beeten w\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierzulande ist die Rote R\u00fcbe vornehmlich ein typisches Wintergem\u00fcse, das es auch in der Farbe weiss gibt, jedoch eher weniger bekannt. Das intensive Rot kommt von Z\u00fcchtungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Aufgrund dieser Farbe wird sie auch als F\u00e4rbemittel verwendet \u2013 in der Lebensmittelindustrie als E162 beispielsweise bei Gummib\u00e4rchen oder Marmelade.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch ist die Rote Beete nicht nur ein Nahrungsmittel. Schon die ollen R\u00f6mer sch\u00e4tzten sie als Heilpflanze. Sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. So etwa dem Beta-Carotin, das f\u00fcr die tiefrote Farbe der R\u00fcbe sorgt. Dieser Fruchtfarbstoff wird im K\u00f6rper in das wichtige Vitamin A umgebaut, das im K\u00f6rper in vielerlei Vorg\u00e4ngen ben\u00f6tigt wird. Als Seh-farbstoff etwa unterst\u00fctzt er das Auge bei der Unterscheidung von hell und dunkel, aber selbstverst\u00e4ndlich auch beim Farbensehen. In der Haut ist Vitamin A unerl\u00e4sslich f\u00fcr die Zellerneuerung und somit wichtig f\u00fcr ein straffes Hautbild. Daneben versorgt es die Zellen mit Fl\u00fcssigkeit. Auch viele andere Bereiche des K\u00f6rpers wissen Vitamin A mehr als zu sch\u00e4tzen: Immunsystem, Blutbildung und alsdann das Knochenwachstum. Aus diesem Grund sollten Rote Beete gerade bei der Ern\u00e4hrung von Klein-kindern eine gewichtige Rolle spielen. Das nicht-gebrauchte Beta-Carotin wird \u00fcber Harn und Kot wieder ausgeschieden. Kein Anlass zur Sorge \u2013 beides f\u00e4rbt sich n\u00e4mlich rot, sodass man vermuten k\u00f6nnte, dass Blut in den Ausscheidungen enthalten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rote Beete ist zudem ein beliebter Lieferant der ebenso wichtigen Fols\u00e4ure. 100 g Rote R\u00fcbe beinhaltet nicht weniger als 80 Mikrogramm. Das entspricht nahezu einem Drittel des Tagesbedarfs eines erwachsenen Menschen. Fols\u00e4ure ist auch bekannt als Vitamin B9, das im menschlichen K\u00f6rper ebenso vielfach ben\u00f6tigt wird: Zellteilung, Blutbildung und Wachstumsprozesse. Der Fols\u00e4ure kommt deshalb eine enorm wichtige Bedeutung bei schwangeren Frauen bzw Frauen mit Kinderwunsch zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie heisst es immer so sch\u00f6n beim Teleshopping? Das ist noch lange nicht alles: Wer heute zubeisst bekommt noch einen ordentlichen Schub an Vitamin C hinzu \u2013 ganz umsonst! N\u00f6 \u2013 umsonst ist das auf gar keinen Fall: Schliesslich ist Vitamin C f\u00fcr das menschliche Immunsystem von enormer Bedeutung. 10 Milligramm des wertvollen Stoffes sind in 100 g Rote Beete enthalten. Auch die Vitamine B2, B1 und B6 sind in grosser F\u00fclle enthalten. Sie st\u00e4rken nicht nur das Abwehrsystem, sondern die beiden letzteren auch die Nerven und B2 alsdann den Stoffwechsel.<\/p>\n\n\n\n<p>Und schliesslich der letzte, aber umso wichtigere Vitaminkomplex: Vitamin E! Es sch\u00fctzt den K\u00f6rper vor freien Radikalen, die die unter-schiedlichsten Krankheiten wie auch den Krebs ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Ganze 100 Mikrogramm Vitamin E sind in 100 g Rote Beete enthalten. Hierf\u00fcr bedarf es also keiner Superfood aus S\u00fcdamerika wie dem Granatapfel oder der Sanddornbeere!<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Mineralstoffen! Nach Angaben der deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung enthalten 100 g Rote Beete folgende f\u00fcr den K\u00f6rper enorm relevante Mineralstoffe:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>410 Milligramm Kalium<\/li><li>60 Milligramm Natrium<\/li><li>45 Milligramm Phosphat<\/li><li>20 Milligramm Magnesium<\/li><li>15 Milligramm Calcium<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Natrium und Kalium sind entschiedend f\u00fcr die Weiterleitung von Nerven-impulsen, den Herzrhythmus und dem Fl\u00fcssigkeitshaushalt des K\u00f6rpers. Gemeinsam mit dem Magnesium zudem f\u00fcr die Muskelleistung, unter anderem auch des Herzmuskels. Magnesium kurbelt ferner den Stoff-wechsel durch die Produktion von Enzymen an. Diese wiederum wirken auf die Zellen: Energiegewinnung der Mitochondrien, Regeneration und Sauerstoffnutzung. Phosphat beeinflusst den Energiestoffwechsel sowie die DNA. Gemeinsam mit Calcium alsdann den Knochenstoffwechsel und die Festigkeit des menschlichen Skeletts. Calcium ist zudem wichtig f\u00fcr die Z\u00e4hne. In der Auflistung nicht enthalten sind Eisen (0,9 Milligramm) und Zink (0,4 Milligramm). Eisen regelt die Zellbildung, den Sauerstoff-transport und die Zellatmung, Zink den Eiweissstoffwechsel, die Spermienproduktion beim Mann und die Zellteilung.<\/p>\n\n\n\n<p>Empfehlenswert ist die Rote Beete \u00fcbrigens auch bei Abnehmkuren \u2013 100 g enthalten gerade mal 40 kcal und nur neun Gramm Kohlenhydrate bzw. 0,2 g Fett.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei all diesen Eigenschaften ist es nicht verwunderlich, warum Leistungs-sportler gerne auf die Knolle zur\u00fcckgreifen. So auch das vermutete Ergebnis einer Studie der Universit\u00e4t Exeter\/GB zum Blutdruck: Das in der Rote Beete enthaltene Nitrat wird im K\u00f6rper verarbeitet und senkt den Sauerstoffverbrauch, steigert aber die Muskelleistung. Weniger Energie-verbrauch bei gr\u00f6sserer Leistung. Nachweisen konnten dies die Wissen-schafter aber nicht. 39 Erwachsene unter 30 Jahre und 36 Erwachsene zwischen 60 und 80 Jahren mussten hierf\u00fcr \u00fcber zwei Wochen regelm\u00e4ssig Rote Beete-Saft trinken. Nach einer Auswaschzeit wurde ein Plazebo-Saft ohne Nitrate f\u00fcr ebenfalls zwei Wochen gereicht. Das nachgewiesene Ergebnis war jedoch umso \u00fcberraschender: Bei den bis 30-j\u00e4hrigen zeigte sich kein eklatanter Unterschied, bei den \u00e4lteren hingegen sehr wohl. Deren Blutdruck sank deutlich. Diesem Umstand ging die Studienleiterin Prof. Anni Vanhatalo auf den Grund. Bei \u00e4lteren Menschen gibt es im Mund ein Ungleichgewicht guter und sch\u00e4dlicher Mundbakterien (Mikrobiom). Dies f\u00fchrt zur geringeren Produktion des k\u00f6rpereigenen Stickstoffmonoxids, was wiederum zu h\u00f6herem Blutdruck und Herzinfarkt bzw. Schlaganfall f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei all diesen guten Eigenschaften der Knolle erkannten die Forscher aber auch negative.<\/p>\n\n\n\n<p>Oxalate sind Verbindungen der Oxals\u00e4ure. Sie sind vornehmlich das Ergebnis des Stoffwechsels und werden normalerweise durch Darm und Niere ausgeschieden. Wird allerdings die Konzentration der Oxalate zu hoch, lagern sie sich im K\u00f6rper an und k\u00f6nnen zu Nieren- bzw. Harnsteinen f\u00fchren. Deshalb sollten Nierenpatienten besser auf den Verzehr von Rote Beete verzichten. Durch das Kochen der Knolle sinkt die Konzentration der Oxals\u00e4ure. Allerdings werden dadurch auch viele der bereits erw\u00e4hnten positiven Inhaltsstoffe zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nitrate werden im K\u00f6rper unter gewissen Voraussetzungen zu Nitrit umgewandelt. Diese Salze und Ester der salpetrigen S\u00e4ure HNO behindern den Sauerstofftransport und f\u00fchren zu einer Erkrankung, die an einer Blauf\u00e4rbung der Schleimh\u00e4ute und der Haut zu erkennen ist: Der Zyanose. Daneben reagiert das Nitrit auch mit anderen Stoffen, was zur Bildung von Nitrosaminen f\u00fchren kann. Diese, so vermutet die Wissenschaft, k\u00f6nnen krebserregend sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rote Beete sollte also in Ma\u00dfen immer mal wieder auf dem Speiseplan stehen. Ich mag sie etwa gerne als Erg\u00e4nzung im Salat, andere bevor-zugen sie im heissen Zustand \u2013 etwa als Borschtsch. Am ges\u00fcndesten ist die Knolle jedoch frisch und roh. Viele der Vitamine vertragen keine Hitze. Das Ger\u00fccht, wonach die R\u00fcbe roh giftig sei, muss zur\u00fcckgewiesen werden. Allerdings sollte man bei der Zubereitung Handschuhe anziehen, da sich ansonsten das rote Beta-Carotin hartn\u00e4ckig in der Haut und gegebenenfalls auch der Kleidung h\u00e4lt. Im K\u00fchlschrank gelagert \u00fcbersteht die Rote Beete rund eine Woche. Wer sich das alles nicht antun will, kann auch den Rote Beete-Saft trinken. Hierbei sollte allerdings darauf Bedacht genommen werden, dass der Saft m\u00f6glichst nat\u00fcrlich produziert und kein Zucker hinzugef\u00fchrt wurde. Als Nahrungserg\u00e4nzung in Form von Pulver oder Kapseln rate ich pers\u00f6nlich ab: Selbst zubereitet schmeckt die Rote Beete wesentlich besser und jeder kann nach eigenem Gutd\u00fcnken die Konzentration der N\u00e4hrstoffe einstellen. Ausserdem sollte vor der Einnahme der Pr\u00e4parate ein kl\u00e4rendes Gespr\u00e4ch mit dem Arzt des Vertrauens gef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis meiner Recherche:<\/p>\n\n\n\n<p>Wer braucht Superfood aus \u00dcbersee, wenn diese direkt vor der Haust\u00fcr im eigenen Garten w\u00e4chst!!!<\/p>\n\n\n\n<p>Links:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.exeter.ac.uk\/\">www.exeter.ac.uk<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.nutzpflanzenvielfalt.de\/\">www.nutzpflanzenvielfalt.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Lesetipps:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Nutzpflanzen in Deutschland; Udelgard K\u00f6rber-Grohne; Mikol 2001<\/li><li>Frisches Gem\u00fcse aus dem Garten; Winfried Titze; Ulmer 1987<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute mal etwas anderes: Ein Ern\u00e4hrungs- bzw. Gesundheitstipp! Viele suchen ihr Heil in Fr\u00fcchten aus \u00dcbersee \u2013 dabei gibt\u2019s diese Superfoods auch in heimischen Gefilden! 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