
{"id":13033,"date":"2026-07-18T08:33:59","date_gmt":"2026-07-18T06:33:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=13033"},"modified":"2026-07-18T08:33:59","modified_gmt":"2026-07-18T06:33:59","slug":"arche-noah-eine-moeglichkeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2026\/07\/18\/arche-noah-eine-moeglichkeit\/","title":{"rendered":"Arche Noah &#8211; eine M\u00f6glichkeit?"},"content":{"rendered":"\n<p><em>\u201eDie in diesem Bericht ver\u00f6ffentlichten Daten geben Anlass zu gro\u00dfer Sorge!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres bereits 2018 zum Bericht \u00fcber den Anstieg des Meeresspiegels)<\/p>\n\n\n\n<p>Getan hat sich freilich im Kampf gegen den Anstieg seither wenig bis \u00fcberhaupt nichts. Im Fr\u00fchjahr ver\u00f6ffentlichte das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in der Zeitschrift \u201eNature\u201c eine Studie, die nicht nur Anlass zur Sorge gibt, sondern eine katastrophale Zukunft voraus-sagt: Der Anstieg des Meeresspiegels betr\u00e4gt bis zum Jahr 2100 zwischen 0,28 und 1,01 Meter! Da viele K\u00fcstengebiete niedriger liegen als eigent-lich gedacht w\u00e4ren im Worst Case 80 bis 100 Mio Menschen vor allem im Pazifikraum, S\u00fcdostasien und dem restlichen globalen S\u00fcden davon betroffen. Bisher ging man von \u201enur\u201c 50 Mio aus. Diese neuen Berech-nungen sagen nicht aus, dass die bisherigen Werte der Weltwetter-organisation der UN falsch berechnet wurden. Diese richteten sich nach dem sog. \u201eGeoid\u201c \u2013 der Schwerkraft und der Erdrotation. In der neuen Studie wurden nun auch regionale Faktoren wie Meeresstr\u00f6mungen, Winde und Temperaturunterschiede (dynamische Effekte) miteinbezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch &#8211; f\u00fcr die meisten Medien war dies gerade mal Stoff f\u00fcr eine Tagesschlagzeile! Da damit jedoch ein Rekordwert vorausberechnet wurde und die Kurve auch weiterhin nach oben geht, m\u00f6chte ich dies heute etwas detaillierter betrachten und damit den Beweis antreten, dass nicht unerhebliche Teile der Menschheit damit wirklich ein Problem bekommen: Ein neuer Fl\u00fcchtlingsstrom wird die Folge sein \u2013 die Klima-Fl\u00fcchtlinge.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Angaben des Europ\u00e4ischen Zentrums f\u00fcr mittelfristige Wettervor-hersage (ECMWF) waren die letzten drei Jahre die w\u00e4rmsten seit Beginn der Messgeschichte anno 1850. Das heisseste davon 2024 (+1,6 Grad zum Mittelwert) \u2013 das heurige Jahr liegt bisher etwa mit dem vergangenen gleich auf. Allerdings wird sich dies durch die seit Juni andauernde Hitzewelle \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung, dass die Industrielle Revolution in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts begann und das komplette 19. Jahrhundert hinweg bestimmte, wurden auch Daten zu einem Zeitpunkt gesammelt, in dem noch alles ungefiltert durch den Schornstein geblasen bzw. unbe-handelt in die Fl\u00fcsse eingeleitet wurde. Glaubt man den Industriebossen, so liefen Maschinen und Motoren noch nie so sauber wie in der Gegen-wart. Und dennoch wird die Atmosph\u00e4re mit Treibhausgasen verdichtet, wie nie zuvor. Dadurch kann immer weniger W\u00e4rmestrahlung in das All entweichen. Detaillierter m\u00f6chte ich an dieser Stelle nicht darauf ein-gehen, da dies schon Thema mehrerer meiner Ausf\u00fchrungen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Fakt ist jedoch, dass die alpinen, aber auch die arktischen und antark-tischen Gletscher und Eisfelder schmelzen. Obgleich interessanterweise zuletzt etwas wenige \u2013 in der Antarktis kam es gar zu einem Anstieg des Eises, In der Aktis ging die Eisschmelze nach Angaben dem Meereis-indizes des NSIDC und der OSISAF von -0,35 im Jahrzehnt 2005-2015 auf -0,29 Millionen km\u00b2 2015-2024 zur\u00fcck. Dennoch ein Minus! Ganz schlimm erwischt es allerdings die alpinen Gletscher \u2013 viele davon wird es in einigen Jahren nicht mehr geben! Und dies in einer dermassen rasanten Geschwindigkeit, dass eine Klima-Umkehr nicht mehr vorstell-bar erscheint. Neben der Tatsache, dass ganze Meeres-Str\u00f6me, wie der Golfstrom, durch den hohen Anteil an S\u00fcsswasser komplett aus dem Ruder gebracht werden &#8211; diese Massen an schmelzendem Eis sorgen auch f\u00fcr einen sehr ernstzunehmenden Anstieg des Meeresspiegels. Hinzu kommen immer heftigere \u00dcberschwemmungskatastrophen wie 2025 beispielsweise der Zyklon \u201eChido\u201c, sodass das Wasser nicht mehr auf der Landfl\u00e4che durch versickern gebunden wird, sondern direkt durch die Fl\u00fcsse in\u2019s Meer abfliesst. Die Abholzungen der Regenw\u00e4lder zeigen sich dadurch in dramatischem Ausma\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich: Nach Angaben des Unternehmens MERCATOR OCEAN ist der globale mittlere Meeresspiegel zwischen 1901 und 2018 um 15 bis 25 cm bzw. zwischen 2011 und 2020 um durchschnittlich 4,5 mm pro Jahr gestiegen &#8211; zwischen 2001 und 2010 waren es noch 2,9 mm.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Gott, werden sich nun viele denken, das sind Millimeter und damit kein Anlass gleich laut aufzuschreien. Experten hingegen meinen: DOCH! F\u00fcr die Fleissigen unter Ihnen eine Rechenaufgabe: Die Erdoberfl\u00e4che betr\u00e4gt 510 Mio qkm &#8211; 71 % davon sind von Wasser bedeckt. Diese 361,2 Mio qkm teilen sich wie folgt auf:<\/p>\n\n\n\n<p>Pazifik 47 %<\/p>\n\n\n\n<p>Atlantik 24 %<\/p>\n\n\n\n<p>Indischer Ozean 20 %<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00fcdlicher Ozean 5 %<\/p>\n\n\n\n<p>Arktischer Ozean 4 %<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie m\u00f6chten, k\u00f6nnen Sie ausrechnen, wie viele Liter nun diese Steigerung von 4,5 Millimeter ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Durchschnittstemperatur war zuletzt um 1,5 Grad Celsius h\u00f6her als der Referenzwert aus der vorindustriellen Zeit. W\u00e4hrend sich die Politiker streiten, ob 2,1- 2.5 oder 2,8 Grad Erw\u00e4rmung in\u2019s Auge gefasst werden sollen und ob der Protest der Kinder gut oder schlecht ist, schmilzt das ewige Eis immer mehr.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eZum Z\u00f6gern ist keine Zeit mehr!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(UN-Generalsekret\u00e4r Antonio Guterres)<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist somit nurmehr eine Frage der Zeit, wann idyllische S\u00fcdseeinseln f\u00fcr immer von der Weltkarte verschwinden werden. Auch wir in Europa bekommen dies zu sp\u00fcren, liegen doch etwa die Niederlanden zu einem Grossteil unter dem Meeresspiegel. Eine solche Steigerung werden die dortigen Deiche nicht mehr halten. Auch in Norddeutschland wird es \u201eLand unter\u201c heissen &#8211; die meisten der Halligen-Inseln im nordfriesischen Wattenmeer haben alsdann ein Ablaufdatum. Somit r\u00fcckt also auch Europa immer mehr zusammen. Apropos: Nach Angaben des UN-Fl\u00fcchtlingshilswerk UNHCR gab es im vorhergehenden Jahr 2025 117,8 Mio Binnenfl\u00fcchtlinge. Darunter sehr viele Klima-Fl\u00fcchtlinge. 2024 etwa waren dies 45,8 Mio. Diese Zahl wird k\u00fcnftig eklatant ansteigen. D\u00fcrren trocknen ganze L\u00e4nder aus, \u00dcberschwemmungen zerst\u00f6ren ganze Land-striche und St\u00fcrme verw\u00fcsten ganze Regionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hitzewellen dauern inzwischen um 0,37 Tage l\u00e4nger als in der Zeit von 1986 bis 2007 &#8211; zwischen 2000 und 2016 waren davon nicht weniger als 125 Millionen Menschen betroffen, so ein WMO-Bericht. In Europa sterben jedes Jahr mehr als 28.000 Menschen an den Folgen solcher Hitzewellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Zunahme der Meerestemperatur gibt es immer heftigere Hurrikane, Taifune oder Zyklone, da weitaus mehr Wasser verdampft. 90 % der zus\u00e4tzlichen Energie n\u00e4mlich wird in den Weltmeeren gespeichert. Nat\u00fcrliche Str\u00f6mungen, die das Klima ganzer Teilkontinente beeinflussen und einen Ausgleich zwischen den warmen Zonen am \u00c4quator und den kalten in der Arktis und Antarktis brachten, funktionieren damit pl\u00f6tzlich nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"heute journal vom 12.07.2026 Hitzewellen werden h\u00e4ufiger, Steinmeier: &quot;Endlich ist etwas passiert&quot;\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/FlnqBbx2wDs?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Doch zur\u00fcck zum Meeresspiegel. Der Meeresspiegel an den K\u00fcsten wird durch Faktoren wie den Gezeiten, Str\u00f6mungen oder Wind beeinflusst. So ist der Amsterdamer Pegel beispielsweise nicht mit dem Genua- bzw. Triest-Pegel (+\/- 30 cm) oder dem Kronst\u00e4dter Pegel gleichzusetzen. F\u00fcr Deutschland und die Niederlanden beispielsweise gilt der Amsterdamer Pegel als mittlerer Wasserspiegel, als Nullniveau. Von hier aus werden alle Anstiege und Senkungen \u00fcber Jahre bzw. Jahrzehnte hinweg beobachtet und in den mittleren Wert einbezogen. Dadurch k\u00f6nnen jahreszeitliche Effekte sowie Ebbe und Flut nahezu ausgeschlossen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings muss zudem die Dichteverteilung im Erdinneren ber\u00fccksichtigt werden. Je dichter der Erdmantel ist, desto h\u00f6her ist die Erdanziehungs-kraft. Das sorgt beispielsweise daf\u00fcr, dass der Wasserpegel bei Sri Lanka (Indischer Ozean) um rund 105 m tiefer und bei Neu Guinea bis zu 80 m h\u00f6her liegt als im Durchschnitt. Dies alles muss in Berechnungen zum Anstieg des Meeresspiegels einbezogen werden. Deshalb verwende ich im Folgenden nurmehr die Bezeichnung \u201eMeeresspiegel\u201c &#8211; er bezieht sich auf den \u201emittleren Meeresspiegel\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Von 1860 bis 2009 stieg der Meeresspiegel um rund 25 cm &#8211; seit 1870 merklich und zunehmend rasanter. Die Ursache daf\u00fcr liegt &#8211; wie bereits kurz angesprochen &#8211; im Abtauen des ewigen Eises an den Polkappen und in den Bergen. Aber auch in der w\u00e4rmebedingten Ausdehnung des Wassers. Kurz erkl\u00e4rt: Bei Solaranlagen (nicht Photovoltaik) geh\u00f6rt ein Ausgleichsbeh\u00e4lter stets dazu. Er sorgt daf\u00fcr, dass sich an besonders sonnenintensiven Tagen das immer w\u00e4rmer werdende Wasser im Puffer ausdehnen kann und dieser nicht explodiert. Sinkt die Temperatur im Puffer, so gibt das R\u00fccklaufventil das im Ausgleichsbeh\u00e4lter befindliche Wasser wieder zur\u00fcck in die Anlage. Oder: Das Wassererhitzen auf dem Herd. Geben Sie kaltes Wasser in einen Topf, markieren sie an der Topfwand den Wasserstand und erw\u00e4rmen das Wasser. Es muss nicht mal kochen, also den Aggregatzustand in gasf\u00f6rmig \u00e4ndern, sondern es reicht das Erw\u00e4rmen, damit der Wasserstand steigt. Das ist selbstver-st\u00e4ndlich auch bei diesen ungeheuerlichen Wassermassen der Ozeane der Fall. Sorgen nicht Str\u00f6mungen daf\u00fcr, dass die W\u00e4rme abgeleitet wird. so bewirkt die zunehmende Wassertemperatur etwa in der S\u00fcdsee einen h\u00f6heren Meeresspiegel als der k\u00fchle Atlantik an der K\u00fcste Frankreichs. Diese beiden Faktoren werden die Zukunft nicht nur an den kontinentalen K\u00fcstengebieten bestimmen, sondern selbstverst\u00e4ndlich auch auf den vielen Trauminseln, die kaum h\u00f6her liegen als der dortige Meeresspiegel.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir haben bereits einige Atolle verloren. Auf anderen zerst\u00f6rt das ansteigende Meer das Zuhause von Menschen und sp\u00fclt S\u00e4rge und Skelette aus den Gr\u00e4bern.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Tony de Brum, Aussenminister der Marshall Inseln)<\/p>\n\n\n\n<p>Messungen via Satellit haben einen Anstieg des Meeresspiegels um 17 cm nur im Laufe des 20. Jahrhunderts aufgezeigt. Bei der sog. \u201eSatelliten-altimetrie\u201c werden vom Satelliten kurzwellige Radioimpulse senkrecht auf die Erde geschickt. Die Meeresoberfl\u00e4che oder auch das polare Eis reflek-tiert diese Impulse und schickt sie wieder zum Satelliten zur\u00fcck. Hier-durch k\u00f6nnen Millionen von Vergleichsdaten gesammelt und die Zunahme der Meeresh\u00f6he oder die Abnahme der Eisfl\u00e4che durch die Laufzeit der Impulse gemessen und berechnet werden. Die ersten derartige Messungen wurden in den 1970er Jahren mit den Satelliten Geos C und Seasat durchgef\u00fchrt, die Messungen mit TOPEX\/Poseidon folgten 1992 und im Dezember 2001 schliesslich Messungen mit Jason. Auch die Satelliten im Rahmen der Projekte Champ und Grace bzw. IceSAT und seit September 2018 auch IceSAT-1 lieferten bzw. liefern wichtige Daten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser mittlere Meeresspiegelanstieg von 3,1 +\/- 0,7 mm teilt sich zwischen 1993 und 2003 in etwa auf wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p>Expansion durch W\u00e4rme 1,6 +\/- 0,5 mm<\/p>\n\n\n\n<p>Schmelzende Gletscher und Polkappen 0,77 +\/- 0,22 mm<\/p>\n\n\n\n<p>Schmelzen der gr\u00f6nl\u00e4ndischen Gletscher 0,21 +\/- 0,07 mm<\/p>\n\n\n\n<p>Schmelzen des antarktischen Eisschildes 0,21 +\/- 0,35 mm<\/p>\n\n\n\n<p>Seither nahm der Anteil durch Expansion aufgrund der W\u00e4rme ab &#8211; daf\u00fcr stieg jener durch abschmelzendes Eis eklatant an &#8211; alleine im Jahr 2006 beispielsweise verloren Arktis und Antarktis 475 Gigatonnen Eis. Ein Vergleich? Der Bodensee fasst 48 Gigatonnen Wasser.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Klimawandel: Meeresspiegel steigt viel st\u00e4rker als gedacht\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/F47brH3_IWs?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Erde befindet sich eigentlich in einem Stadium mit besonders niedrigem eustatischen Meeresspiegel (Meeresspiegelschwankungen im globalen Ma\u00dfstab), wie es in der Erdgeschichte beispielsweise im Karbon, Perm oder Trias der Fall war (demgegen\u00fcber steht ein hoher Meeresspiegel wie etwa w\u00e4hrend der Oberkreide oder dem Ordovizium). Der Anstieg des Meeresspiegel ist somit einzig und allein auf einen klimatischen Ursprung zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Worst Case &#8211; wie wirkt sich ein komplettes Abschmelzen des Eises auf den Meeresspiegel aus?<\/p>\n\n\n\n<p>Gletscher 24 cm<\/p>\n\n\n\n<p>Eiskappen 27 cm<\/p>\n\n\n\n<p>Thermische Ausdehnung pro zus\u00e4tzlichem Grad 20 bis 40 cm<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00f6nland-Eis 7 m<\/p>\n\n\n\n<p>Antarktisches Eis 57 m<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Studie von Forschern der Ohio State University ergab, dass derzeit beispielsweise das gr\u00f6nl\u00e4ndische Eis viermal schneller schmilzt als noch 2003. Dabei sprechen wir nicht von einigen Tonnen. Jedes Jahr verliert Gr\u00f6nland rund 200 Kubikkilometer an Eis. Mit dem Schmelzwasser k\u00f6nnten 5 Bodenseen gef\u00fcllt werden. Das alleine reicht f\u00fcr einen Anstieg des Meeresspiegels um 0,8 mm pro Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eJetzt erkennen wir aber noch ein zweites ernstes Problem: Immer mehr innere Eismasse flie\u00dft als Schmelzwasser dem Meer zu.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Michael Bewies, Studienleiter Ohio State University)<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zum Jahr 2100 erwarten Forscher aus den unterschiedlichsten Fachgebieten einen Anstieg von bis zu 2 Metern. Die letzte Warm-klimaphase fand vor 35 Millionen Jahren statt &#8211; im sog. \u201eEoz\u00e4n\u201c. W\u00e4hrend dieser Zeit schmolzen die Polkappen nahezu g\u00e4nzlich ab. Der Meeres-spiegel befand sich um rund 70 m h\u00f6her als derzeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wen betrifft dieser Pegelanstieg eigentlich? Es sind vor allem kleine Inselstaaten oder Atolle im Pazifik und der Karibik, die es schon in absehbarer Zeit nicht mehr geben wird. Deshalb hier nun eine kleine Auflistung inkl. der Bev\u00f6lkerungszahlen, da auch diese Menschen nach und nach zu Fl\u00fcchtlingen werden:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Kiribati (115.000)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Malediven (269.000)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Marshall-Inseln (58.000)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Mikronesien (500.000)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Nauru (10.000)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Palau (22.000)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Tokelau (1.400)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Tuvalu (9.000)<\/p>\n\n\n\n<p>Die h\u00f6chste Land-Erhebung auf Tuvalu bel\u00e4uft sich auf 5 Meter \u00fcber dem Meeresspiegel. Die ersten Umsiedelungen aufgrund des steigenden Meeresspiegels gab es bereits auf der pazifischen Insel Vanuatu im Jahr 2005. Auch auf den nicht unmittelbar gef\u00e4hrdeten Fiji-Inseln wurden schon k\u00fcstennahe D\u00f6rfer in h\u00f6here Regionen verlegt. Insgesamt sind 43 Inselstaaten von der \u00dcberflutung betroffen. Die Atolle umso mehr, als das w\u00e4rmere Meerwasser zur Korallenbleiche f\u00fchrt, die das Wachstum der Korallen stark einschr\u00e4nkt bzw. sogar stoppt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Kontinentalk\u00fcsten sind selbstverst\u00e4ndlich davon betroffen:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; \u00c4gypten<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Bangladesh<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; China<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Indonesien<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Niederlanden<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Pakistan<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Thailand<\/p>\n\n\n\n<p>Die 20 Millionenstadt Shanghai beispielsweise liegt durchschnittlich 4 m \u00fcber dem dortigen Meeresspiegel. In \u00c4gypten w\u00e4ren bei einem Anstieg von nur 50 cm nicht weniger als 12 Millionen Menschen betroffen, in Bangladesh leben 10 Millionen Menschen auf einer Fl\u00e4che, die max. 1 m \u00fcber Meeresspiegel-Niveau liegt. Nach Berechnungen der OECD w\u00fcrden im Jahr 2070 bei einem Anstieg des Meeresspiegels von +\/- 50 cm ganze 150 Millionen Menschen weltweit zu Klima-Fl\u00fcchtlingen &#8211; nur in k\u00fcsten-nahen Millionenst\u00e4dten!<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIch kann aus pers\u00f6nlicher Erfahrung sagen, wie ersch\u00fctternd es ist die Gleichg\u00fcltigkeit zu sehen, mit der der Misere kleiner Inselstaaten begegnet wird.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Marlene Inemwin Moses, Ex-UNO-Botschafterin des Inselstaates Nauru)<\/p>\n\n\n\n<p>Seit einem Viertel Jahrhundert laufen nun die Klimaverhandlungen &#8211; zumeist ohne Resultat. Was wird mit den Menschen geschehen, die ihre Heimat, ihre Jahrhunderte alte Tradition, ihre Kultur verlieren. Sollten auch Klimaschutzmassnahmen sofort gesetzt werden, so w\u00fcrde dies dennoch den Anstieg des Meeresspiegels nicht mehr stoppen. Hier ist der Point-of-no-return bereits \u00fcberschritten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hoffe, ich habe mit diesem Blog etwas zum Verst\u00e4ndnis der Greta Thunberg und anderer Klimaaktivisten beitragen k\u00f6nnen und den einen oder anderen Skeptiker \u00fcber die Dringlichkeit ihrer Forderungen \u00fcber-zeugen k\u00f6nnen, denn:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>WIR HABEN KEINE ZEIT MEHR!!!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesetipp:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) Mut zur Nachhaltigkeit. 12 Wege in die Zukunft; Hrsg.: Klaus Wiegand; FISCHER Taschenbuch 2016<\/p>\n\n\n\n<p>.) Der Klimawandel. Diagnose, Prognose, Therapie; Stefan Rahmstorf \/ Hans Joachim Schellnhuber: Beck 2006<\/p>\n\n\n\n<p>.) Sea Level Rise: History and Consequences; Bruce C. Douglas \/ Michael S. Kearney \/ Stephen P. Leatherman; Academic Press 2000<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"http:\/\/www.wcrp-climate.org\/\">www.wcrp-climate.org<\/a><\/li><li>climate.copernicus.eu\/<\/li><li>public.wmo.int\/en<\/li><li>research.csiro.au<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nationalacademies.org\/\">www.nationalacademies.org\/<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/science.nasa.gov\/\">science.nasa.gov\/<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de\/\">www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.mpg.de\/de\">www.mpg.de\/de<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/icesat-2.gsfc.nasa.gov\/\">icesat-2.gsfc.nasa.gov\/<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.unenvironment.org\/\">www.unenvironment.org<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.klimafakten.de\/\">www.klimafakten.de<\/a><\/li><li>350.org<\/li><li><a href=\"https:\/\/searise.correctiv.org\/de\/\">searise.correctiv.org\/de\/<\/a><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie in diesem Bericht ver\u00f6ffentlichten Daten geben Anlass zu gro\u00dfer Sorge!\u201c (UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres bereits 2018 zum Bericht \u00fcber den Anstieg des Meeresspiegels) Getan hat sich freilich im Kampf gegen den Anstieg seither wenig bis \u00fcberhaupt nichts. 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