
{"id":7727,"date":"2022-04-22T18:35:26","date_gmt":"2022-04-22T16:35:26","guid":{"rendered":"http:\/\/stockm.vs120047.hl-users.com\/blog\/?p=7727"},"modified":"2022-04-22T18:35:26","modified_gmt":"2022-04-22T16:35:26","slug":"kakao-die-gotterspeise","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2022\/04\/22\/kakao-die-gotterspeise\/","title":{"rendered":"Kakao &#8211; die G\u00f6tterspeise"},"content":{"rendered":"<p>Ich denke mir wohl, bei der Entdeckung der Kakaobohne und der Erfindung der leckeren Produkte daraus, d\u00fcrfte der Liebe Gott seine Finger im Spiel gehabt haben! Oder war es gar der Teufel?! Als ich vor kurzem mit einer ganz lieben Freundin gesprochen habe, meinte sie pl\u00f6tzlich mitten im Gespr\u00e4ch, dass sie am Tag zuvor eine dermassen Wut bekam &#8211; sie habe glatt eine ganze Tafel Schokolade gegessen hatte! Die Frau ist Sportlerin und weiss somit, wieviele Kalorien diese kleine\/grosse S\u00fcnde hat! Eine komplette Tafel! Ich darf hier erw\u00e4hnen, dass im Hause Stock eine Tafel das Aufmachen nicht \u00fcberlebt! Schliesslich k\u00f6nnte sie ja nach dem \u00d6ffnen schlecht werden, oder?!<br \/>\nAber &#8211; Spass beiseite &#8211; rund 1000 Kalorien bei 200 g Schokolade geh\u00f6ren dann auch wieder runtertrainiert, ansonsten wird wohl jeder bald schon sehen, wie gut man es sich mit den kleinen Belohnungen gehen l\u00e4sst! V\u00f6llig egal, ob mit gesunder Vollmilch bei so manchen Kinderprodukten gegen das schlechte Gewissen geredet wird. Jeder Bundesdeutsche konsumiert j\u00e4hrlich rund 9,2 kg Schokolade. Das sind wieviele Trainings-einheiten pro Kopf? All jenen, die so oder so ihre Finger nicht davon lassen k\u00f6nnen, kann ich mitteilen, dass sie k\u00fcnftig bei einem anderen Hobby empfindlich k\u00fcrzer treten m\u00fcssen, da sich Kakao nach einer Tal-fahrt im November des letzten Jahres nun weiter verteuern wird. Aber eins nach dem anderen.<br \/>\nEine Studie der Columbia University zeigte bereits im Jahr 2014 auf, dass Kakao eine mehr als positive Wirkung auf die kleinen grauen Zellen des Menschen hat. Verantwortlich daf\u00fcr &#8211; so berichtet zumindest die Zeit-schrift \u201eNatura Neuroscience\u201c 2015 &#8211; sind die in der Kakaobohne enthaltenen Flavonoide. In der Studie erhielten 37 erwachsene Personen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren jeweils ein ganz spezielles Kakao-getr\u00e4nk am Tag. Die Versuchsgruppe mit einem h\u00f6heren Anteil an Kakao, die Kontrollgruppe mit einem wesentlich geringeren Anteil. Vor und nach drei Monaten wurden Ged\u00e4chtnistests durchgef\u00fchrt, bei welchen die Versuchsgruppe wesentlich besser als vor der Versuchsreihe und im Vergleich zur Kontrollgruppe abgeschnitten hatte. Um dem Alzheimer-Forscher und Leiter der Studie Scott A. Small Glauben zu schenken: Die durchschnittlichen Ged\u00e4chtnisleistungen eines 60-j\u00e4hrigen vor dem Test sind jenen eines 30-40-j\u00e4hrigen nach dem Test gewichen.<br \/>\nErgo: Mit Kakao kann altersbedingtem Ged\u00e4chtnisverlust entgegengewirkt werden. Durchgef\u00fchrte Scans am Gehirn zeigten eine wesentlich bessere Durchblutung des Gyrus dentatus, dem f\u00fcr die Erinnerung zust\u00e4ndigen Teils des Hippocampus. Nicht zu verwechseln mit Gyros dentalus &#8211; das ist eine griechische Speise, nach deren Genuss m\u00f6glicherweise ein Besuch beim Zahnarzt erforderlich ist. Sollten Sie nun ganz entz\u00fcckt zur Schokolade greifen, muss ich Sie leider entt\u00e4uschen: Diese Pflanzen-inhaltsstoffe gehen bei der Produktion der heiss begehrten Riegel nahezu komplett verloren. Das angesprochene Getr\u00e4nk ist eigens f\u00fcr diese Testreihe gemixt worden und beinhaltete nicht weniger als 900 Milli-gramm dieser Flavonoide (ein Schoko-Riegel hat gerade mal 40 mg). Auch wenn dies nicht auf Alzheimer-Patienten umgelegt werden kann, so zeigt die Studie zumindest, dass eine Ern\u00e4hrungsumstellung durchaus auch auf das Ober-St\u00fcbchen wirken kann &#8211; das Zentrale Nervensystem nascht sozusagen mit!<br \/>\nZum selben Ergebnis gelangt \u00fcbrigens eine Studie von Catarina Rendeiro (University of Birmingham) und Monica Fabiani bzw. Gabriele Gratton von der University of Illinois aus dem Jahr 2020. Flavinoide beeinflussen den Sauerstofftransport im Blut, sodass als erstes das Gehirn besser damit versorgt wird. Es gibt sie in vielen Fr\u00fcchten, Gem\u00fcsesorten, dem Gr\u00fcnen Tee und auch im Kakao. In der zweiten Studie sollte die Wirkung der Flavanolen (einer Untergruppe der Flavinoiden) untersucht werden. Im Speziellen von Epigallocatechingallat (EGCG) und den Oligomeren Proanthocyanidine (OPC). Die Studie wurde an 18 gesunden Nicht-rauchern in zwei Phasen durchgef\u00fchrt. In der ersten erhielten sie flavanolreichen Kakao, in der zweiten flavanolarmen. Welcher zum Einsatz kam, war den Probanden nicht bekannt. Danach wurde die Atmungsluft auf bis zu 5 % Kohlendioxid-Gehalt angereichert (normale Luft liegt bei 0,04 % CO2). Der h\u00f6here Anteil an CO2 f\u00fchrt zu einem verst\u00e4rkten Blutfluss, damit v.a. das Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt werden kann. \u00dcberpr\u00fcft wurde der Blutfluss mit der Nahinfrarotspektroskopie &#8211; besonders der frontale Cortex zeigte enorme Ver\u00e4nderungen. Hier wird das Verhalten und Entscheidungsbewusstsein verarbeitet. Die Studienteilnehmer mussten zudem kognitive Aufgaben meistern. Bei 14 der 18 Teilnehmern funktionierte die Sauerstoffversorgung nach dem flavanolreichen Kakao nahezu dreimal besser als nach dem Verzehr des flavanolarmen.<br \/>\nDoch &#8211; das ist noch lange nicht alles! Wenn Sie sich heute entscheiden, geben wir noch eines drauf: Das Blutkreislaufsystem: So verbessern die Flavonoide die Elastizit\u00e4t der Adern. Das wiederum wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus (wird gesenkt), wodurch das Risiko eines Schlag-anfalles verringert wird. Zudem wird der Kreislauf stimuliert. Auch die anderen Bestandteile wie Histamin, Magnesium, Neurotransmitter etc. wirken sehr positiv, die ebenfalls enthaltenen Antioxidantien fangen die freien Radikale ein. Norman Hollenberger von der Harvard-University bescheingte durch die Resultate seiner Studien, dass sich Kakao positiv gegen Hirnschlag, Herzinfarkt, Krebs und Diabetes bew\u00e4hrt.<br \/>\nVorsicht allerdings bei Hunden und Katzen: F\u00fcr sie kann der f\u00fcr den Menschen unbedenkliche Inhaltsstoff Theobromin giftig sein!<\/p>\n<p>Der Kakao ist bereits seit Jahrhunderten in Verwendung. Schon die alten Mayas und Azteken (\u201eTheobroma cacao\u201c &#8211; ein Geschenk des Gottes Quetzalcoatl und somit heilig) verwendeten ihn, wo auch der Name \u201eCacao\u201c herr\u00fchrt. Sie brauten aus den Kakaobohnen ein verdammt scharfes Getr\u00e4nk, das sie als Stimmungsaufheller verwendeten. Wahr-scheinlich zeigte man sich gleich mal heiterer, wenn man diesen Pansch nicht trinken musste! Durch die Spanier nach Good Old Europe gebracht, mischte man das gemahlene Pulver mit Zucker und hatte ein feines Getr\u00e4nk f\u00fcr jene soziale Schichten, die sich dies leisten konnten. Hier sollten auch die Kakao-Fans beachten, dass der nat\u00fcrliche Kakao gerade mal 3 % Zuckergehalt aufweist, w\u00e4hrend der industriell gewonnene auf-grund des hohen Zuckergehaltes so eklatant auf die H\u00fcften schl\u00e4gt. Im Kakao sind rund 300 Basisstoffe enthalten &#8211; die wichtigsten sind:<br \/>\n    54,0 % Kakaobutter (Fett)<br \/>\n    11,5 % Eiwei\u00df<br \/>\n    9,0 % Cellulose<br \/>\n    7,5 % St\u00e4rke und Pentosane<br \/>\n    6,0 % Gerbstoffe (z. B.: Tannin) und farbgebende Bestandteile<br \/>\n    5,0 % Wasser<br \/>\n    2,6 % Mineralstoffe und Salze<br \/>\n    2,0 % organische S\u00e4uren und Geschmackstoffe<br \/>\n    1,2 % Theobromin<br \/>\n    1,0 % verschiedene Zucker<br \/>\n    0,2 % Koffein<br \/>\nIst somit eigentlich ein wirklich gesundes Nahrungsmittel &#8211; allerdings mit vielen Kalorien. 100 g Kakaopulver bringen es auf rund 350 Kalorien. Je nach Ent\u00f6lungsgrad kann dieser Wert jedoch schwanken &#8211; stark ent\u00f6lt sind es gerade noch 250 Kalorien. Im Vergleich dazu haben 100 g Schokolade rund 500 Kalorien. V.a. Frauen greifen gerne zur Schokolade, da die vorhin beschriebene stimmungsaufhellende Wirkung durch das ebenfalls enthaltene Serotonin und das Dopamin erzielt wird.<br \/>\nViele Frauen (und immer mehr M\u00e4nner) verwenden aber auch unbewusst die fettige Kakaobutter. Sie schmilzt bereits bei K\u00f6rpertemperatur und hinterl\u00e4sst eine wunderbar weiche Haut. Deshalb wurde schon vor einiger Zeit auch die Kosmetik-Wirtschaft auf sie aufmerksam und greift auf sie beispielsweise bei der Herstellung von Lippenbalsam, Lotionen, Gesichts-masken, Cr\u00e8mes und Seifen zur\u00fcck. Dies beruht auf den Erkenntnissen der Universit\u00e4t M\u00fcnster, die nachweisen konnte, dass sich das sog. \u201eCocoHeal\u201c (N-Phenylpropenoyl-L-aminos\u00e4ureamide) mehr als g\u00fcnstig auf das Wachstum der Hautzellen und gegen die Faltenbildung auswirkt.<br \/>\nAber zur\u00fcck zum Kakao, dem wichtigsten Grundstoff f\u00fcr die Schokolade-Herstellung. So verleiht er dieser nicht nur das entsprechende Aroma. Allerdings ist die Produktion nicht wirklich ganz einfach, da die Kakao-frucht nach ihrer Ernte ge\u00f6ffnet wird und g\u00e4ren muss (Fermentation). Hierbei stoppt der Alkohol die Keimung der rund 50 Kerne pro Frucht, die dadurch an Bitterstoffen verlieren. Der Kakaobaum ist \u00fcbrigens ein d\u00fcnner Unterholzbaum mit schwertartigen Bl\u00e4ttern, der am besten um den 20 n\u00f6rdlichen und s\u00fcdlichen Breitengrad (Amazonasgebiet) herum gedeiht. Vier Sorten werden unterschieden, wobei der Criollo (Kreolen-kakao) der Edelste ist. Daneben gibt es noch den Forastero (Fremdlings-kakao) sowie die Kreuzungen Trinitario und Nacional. Der normale Konsum-Kakao geh\u00f6rt zuhauf der Forastero-Sorte an, da diese Pflanze am robustesten und ertragreichsten ist. Nach der Trocknung bzw. R\u00f6stung der Bohnen werden sie zu einer Kakaomasse verarbeitet, die dann in Kakaobutter und Kakaopulver getrennt wird. W\u00e4hrend weisse Schokolade vornehmlich aus der Kakaobutter und Zucker hergestellt wird, ist in der schwarzen Schokolade auch Kakaopulver sowie Milch- bzw. Sahnepulver enthalten.<br \/>\nMit Schokolade sollte also durchaus vorsichtig umgegangen werden. Ein oder zwei St\u00fcck pro Tag sind ausreichend, da ansonsten der positive Effekt des Kakaos zunichte gemacht wird und der K\u00f6rper zu viele Kohle-hydrate abbauen muss. Aber auch aufgrund der Cadmium-Belastung, warnt das Bundesamt f\u00fcr Risikobewertung. Dies h\u00e4ngt vom Herkunftsland des Kakaos ab &#8211; nicht selten jedoch ist der Wert dieses Elements, das Sch\u00e4den der Niere und der Knochen hervorrufen kann, extrem hoch. Doch ein Grenzwert wurde bislang in der EU nicht eingef\u00fchrt, gefordert hingegen schon lange. Hier gilt somit: Je h\u00f6her der Kakao-Anteil desto mehr Cadmium kann auch in der Schokolade sein. Zudem werden immer wieder Pestizide nachgewiesen.<br \/>\nUnd &#8211; zum Preis! Kam es im Jahr 2015 noch zu einer Unterversorgung, so reagierten die Produzenten darauf und steigerten den Anbau. Schon in der Erntesaison 2016\/17 wurden 600.000 Tonnen mehr als drei Jahre zuvor von der C\u00f4te d\u2018Ivoire (Elfenbeink\u00fcste) geliefert. Das entspricht 15 % der Jahresproduktion &#8211; weltweit! Entscheidend f\u00fcr den Preis sind wohl mehrere Faktoren: Pflanzenkrankheiten (wie etwa die Kakao-Swollen-Shoot-Krankheit), Ebola, Klimaver\u00e4nderungen und der steigende Absatz in den riesigen M\u00e4rkten China und Indien. China erlebt seit Jahren einen Schokoladenboom ben\u00f6tigt &#8211; steigt der Verbrauch weiterhin dermassen stark an, so k\u00f6nnte das Land der Mitte schon sehr rasch die USA und auch Europa als Hauptabnehmer f\u00fcr Kakao abgel\u00f6st haben. Auch wenn Medien bereits vor Jahren zu Hamsterk\u00e4ufen aufriefen, kann Entwarnung zumindest f\u00fcr die Produktion gegeben werden. Es ist genug da! Ein Kakaobaum liefert rund 2.500 Kakaobohnen. Im Erntejahr 2020\/2021 wurden rund 4,8 Mio Tonnen produziert. F\u00fcr den Preis kann keine Gew\u00e4hrleistung abgegeben werden &#8211; wir erlebten dies ja in den vergangenen Wochen mit der Preisexplosion durch Spekulationen. Eine Tonne Kakaobohnen kostete im Januar 2022 2.179 Euro &#8211; Stand 22. April 2022: 2.358,92 Euro.<br \/>\nUnterschiede gibt es jedoch durchaus bei den Anbau-Methoden: Wird Kakao in Brasilien, Trinidad und Ecuador bzw. Indonesien und Malaysia vornehmlich in Monokulturen angebaut, so geschieht dies in Afrika in Mischkulturen, da der Kakaobaum einen schattigen Standort liebt. Daf\u00fcr werden Bananenstauden oder stickstoffbindende Baumarten bevorzugt. Die \u00f6kologisch sinnvollste Anbaumethode jedoch w\u00e4re das Agroforst-system, das eine Vielzahl von Schattenpflanzen verwendet, die durch die Strukturvielfalt einen Regenwald zumindest simulieren. Daf\u00fcr geeignet scheinen neben Bananenstauden auch Kokospalmen, Kautschuk oder Avocado- und Mango-B\u00e4ume.<br \/>\nTrotzdem kann auch nur ein Sch\u00e4dling verheerende Auswirkungen auf die Ernte haben &#8211; wie etwa die Pilzkrankheit \u201eFrosty Pod\u201c (Moniliophthora Roreri). Aufgrund der Klima\u00e4nderungen tun sich derartige Sch\u00e4dlinge immer leichter, sodass Bauern auf andere, weniger arbeitsaufwendige Pflanzen umsatteln. Entscheidend ist auch die Ernte: So werden die Fr\u00fcchte mit der Machete vom Baum geschnitten. Wird der Baum jedoch dabei eingeritzt oder geschnitten, so tun sich alle m\u00f6glichen Sch\u00e4dlinge leicht.<br \/>\nEbola ist der n\u00e4chste Unsicherheitsfaktor. Kakao wird vornehmlich in Westafrika angebaut und geerntet. Nun sind Staaten wie Liberia, Guinea und Sierra Leone nahezu ausgefallen &#8211; und dies \u00fcber l\u00e4ngere Zeit, da ja faktisch nichts neues mehr angebaut wurde. Sollte eine neuaufkeimende Epidemie auch auf die Elfenbeink\u00fcste und Ghana heimsuchen, dann ist tats\u00e4chlich Schicht im Schacht. Schliesslich geht es in diesem Moment um weitaus mehr als die H\u00e4lfte der Kakao-Weltproduktion.<br \/>\nAusserdem weisen immer wieder die unterschiedlichsten Organisationen darauf hin, dass beispielsweise an der Elfenbeink\u00fcste sowohl die Regierung als auch die Rebellen mit Kakaogeldern ihren Krieg gegen-einander finanzieren (Quelle: Global Witness). Zirka 14 Mio Menschen leben weltweit von den Ertr\u00e4gen der Kakao-Ernte und -Produktion. Die bezahlten Geh\u00e4lter f\u00fcr die Bauern und Landarbeiter gleichen der Arbeitssklaverei. Trotz des Drucks aus den Abnehmerl\u00e4ndern, wie etwa den USA, werden Kinder in den meisten dieser 30 Entwicklungsl\u00e4nder nach wie vor ausgebeutet und als Arbeitssklaven verkauft. <\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Schuften f\u00fcr Schokolade\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/b-Y5NXgQ1FI?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Im Jahre 2009 verpflichteten sich die beiden britischen Konzerne Cadbury und Nestl\u00e9 UK (f\u00fcr den Schoko-Riegel \u201eKit Kat\u201c) selbst dazu, nurmehr \u201efairen\u201c Kakao, also Kakao zu fairen Preisen und ohne Kinderarbeit zu verwenden. Mengenm\u00e4ssig ist dies allerdings nicht mal ein Drittel der weltweiten Ernte (in Deutschland rund 17 %). Wirklich ersch\u00fctternd, schliesslich sind die beiden f\u00fchrenden Kakao-Produzenten Barry Callebaut aus der Schweiz und Cargrill aus den USA! Somit wird also der schwarz-braune Genuss der Eidgenossen und der Amerikaner auf dem Schicksal von Kindern und Armen aufgebaut. Mit nur 2 Cent mehr pro Tafel Schokolade, k\u00f6nnte diese Kinderarbeit unterbunden werden &#8211; doch streifen das lieber die grossen Konzerne als Gewinn ein. Apropos: Ein Kakao-Bauer erh\u00e4lt pro Tafel Schokolade im Endeffekt gerade mal 3 Cent.<\/p>\n<p>Das \u201es\u00fcsse Aspirin\u201c, wie jene Schokolade von Schweizer Kardiologen bezeichnet wird, die einen Kakao-Anteil von mindestens 70 % aufweist, kann also in den verschiedensten Situationen sehr positiv auf den Menschen und seinen K\u00f6rper wirken. Es ist &#8211; wie bei allen Mitteln aus der Natur &#8211; somit nur eine Frage der Dosierung. Denn: Zu gering bringt er mir rein gar nichts! Es muss ja nicht immer die Schokolade sein, sondern kann durchaus auch aufgel\u00f6st in der Milch getrunken werden. Doch &#8211; inspizieren und vergleichen Sie vor dem Kauf die Angaben auf der Verpackung!<br \/>\nZuletzt noch eine Bitte: Kaufen Sie vermehrt Fair Trade Kakao &#8211; er unterliegt regelm\u00e4ssigen Kontrollen! Dadurch unterst\u00fctzen Sie jene Kleinbauern, die das Geld dringend n\u00f6tig haben &#8211; nicht internationale Konzerne, die nicht mal Steuern daf\u00fcr bezahlen! Der Erzbischof von York brachte es auf einen Nenner, als vor ihm der erste Kit Kat-Riegel mit Fair Trade-Zeichen vom Band lief: <\/p>\n<p><em>\u201cKeine Schokolade sollte den bitteren Nachgeschmack der Sklaverei besitzen.\u201c<\/em> <\/p>\n<p>Achten Sie also bitte auf das Label der \u201eFairtrade Labelling Organization\u201c (FLO)!<\/p>\n<p>PS: Ganz so uneigenn\u00fctzig ist die Offensive von Nestl\u00e9 \u00fcbrigens nicht. Die Bauern haben kein Geld, neue Pflanzen, Maschinen etc. zu kaufen. Deshalb muss so rasch als m\u00f6glich investiert werden, da die erste Ernte eines Baumes erst nach 5 Jahren erfolgen kann! So sind Mars und Kraft Foods ebenfalls auf den abfahrenden Zug aufgesprungen, sie lassen sich von \u201eRainforest Alliance\u201c fairtraden und Mars noch zus\u00e4tzlich das Siegel \u201eUTZ Certified\u201c verpassen, die beiden bereits erw\u00e4hnten Nestl\u00e9 und Cadbury von FLO. Bei Rainforest Allianz aber ist Vorsicht geboten. Hier werden keine Mindestl\u00f6hne und Mindestabnahmen den Bauern garantiert, zudem reichen bereits schon 30 % der Fair Trade Grundstoffe, um der Ware dieses Siegel zu verschaffen.  Und &#8211; Finger weg von UTZ: Das ist Greenwashing! Eine Untersuchung von Stiftung Warentest (2016) kam zu folgendem Ergebnis f\u00fcr den kleinen Bauern und seinem Wohlergehen: Fairtrade +9 %, Rainforest +10 % und UTZ +4 %! Klingt gut &#8211; doch bezieht sich dies auf die zuvor bezahlten Abnahme-Preise! Dies aber \u00fcberlasse ich nun Ihren Gedanken!<\/p>\n<p>Hier noch einige Fair Trade Lieferanten: <\/p>\n<p>    Cooproagro aus der Dominikanischen Republik<br \/>\n    Konafcoop aus Kamerun<br \/>\n    CECAQ-11 auf S\u00e3o Tom\u00e9<br \/>\n    El Naranjillo aus Peru<br \/>\n    El Ceibo aus Bolivien<br \/>\n    Cepicaf\u00e9 aus Peru<br \/>\n    Friedensgemeinde San Juan de Apartad\u00f3  aus Kolumbien<br \/>\n    Cocla aus Peru<br \/>\n    Uncrisproca aus Nicaragua<\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n<p>www.kakao-stiftung.de\/<br \/>\nwww.kakaoplattform.ch<br \/>\nwww.kakaoforum.de<br \/>\nwww.fairtrade.net\/<br \/>\nwww.fairtrade-deutschland.de<br \/>\nwww.plant-for-the-planet.org<br \/>\nwww.gesichter-afrikas.de<br \/>\nwww.gepa.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich denke mir wohl, bei der Entdeckung der Kakaobohne und der Erfindung der leckeren Produkte daraus, d\u00fcrfte der Liebe Gott seine Finger im Spiel gehabt haben! Oder war es gar der Teufel?! 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