
{"id":7869,"date":"2022-05-20T16:13:56","date_gmt":"2022-05-20T14:13:56","guid":{"rendered":"http:\/\/stockm.vs120047.hl-users.com\/blog\/?p=7869"},"modified":"2022-05-20T16:13:56","modified_gmt":"2022-05-20T14:13:56","slug":"superfood-wirklich-so-super","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2022\/05\/20\/superfood-wirklich-so-super\/","title":{"rendered":"Superfood &#8211; wirklich so super???"},"content":{"rendered":"<p><strong><br \/>\n&#8222;Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung.\u201d <\/strong><br \/>\n(Hippokrates von Kos, 460 bis 370 v. Chr.)<\/p>\n<p>Das Leben eines jeden Einzelnen ist st\u00e4ndigen Trends unterworfen oder zumindest ausgesetzt. Die Einen machen sie mit, die Anderen interessieren sich weniger daf\u00fcr. Da\u00df aber hinter den meisten dieser Must-Dos eine Gesch\u00e4ftemacherei steckt, das ist wohl den wenigsten bewusst. Aktuell gibt es nahezu keine K\u00fcche ohne die vielger\u00fchmten \u201eSuperfoods\u201c. Listige Marketing-Experten versuchen damit, die Ern\u00e4hrungsgewohnheiten der Europ\u00e4er und Nordamerikaner komplett umzukrempeln. Bei vielen Konsumenten reicht hierf\u00fcr bereits das Wort \u201eGesundheit\u201c. Ergo: In jeder Werbung sind diese angeblichen gesund-heitsf\u00f6rdernden Phrasen enthalten. Teils gar in Verbindung mit wissen-schaftlichen Studien. Mag ja durchaus der Fall sein, dass derartige Untersuchungen durchgef\u00fchrt wurden: An Tieren, unter Labor-bedingungen, mit sehr hohen Dosen, m\u00f6glicherweise auch an Menschen. Niemand will bestreiten, dass so manches eine positive Wirkung auf den Menschen aus\u00fcbt. Ich m\u00f6chte ja keine Spass-Bremse sein. So schreibt etwa das Europ\u00e4ische Informationszentrum f\u00fcr Lebensmittel:<\/p>\n<p><em>\u201c\u2026und obwohl wissenschaftliche Studien oft positive gesundheitliche Wirkungen ergeben, lassen sich die Resultate nicht unbedingt auf die reale Ern\u00e4hrung \u00fcbertragen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Man weiss also nichts genaues. Zudem ist eine derartige Bewerbung mit den sog. \u201eHealth-Claims\u201c an ein an sich recht genaues \u00dcberpr\u00fcfungs- und Zulassungsverfahren gekoppelt (\u201eHealth Claims-Verordnung der EU\u201c &#8211; in Kraft seit 01.07.2007). Muss es jedoch sein, dass diese Ern\u00e4hrungs-erg\u00e4nzungen eigens aus Asien, S\u00fcdamerika oder auch Afrika \u00fcber tausende Kilometer angekarrt werden, wenn dieser Effekt ganz einfach auch mit heimischem Obst, Gem\u00fcse oder Kr\u00e4utern erzielt werden kann??? Wir nehmen den L\u00e4ndern der Dritten Welt also nicht nur deren Wasser sondern auch deren Nahrung! Deshalb m\u00f6chte ich dem Ganzen in diesen heutigen Zeilen auf den Grund gehen und einen Vergleich mit heimischen Produkten anstellen. Sie werden \u00fcberrascht sein, wie gesund unsere land-wirtschaftlichen Produkte sein k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Heimisches vs. exotisches Superfood | Galileo | ProSieben\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/LQPzMZeAvqM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Mexiko ist den meisten Menschen wohl aufgrund des Tequilas und Mezcals vertraut \u2013 anderen auch als Drogenparadies. Bei den Superfoods geht es jedoch vornehmlich um die Chiasamen. Sie besitzen einen hohen Ballaststoffgehalt, mehrfach unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren (darunter Omega-3-Fetts\u00e4uren) und Proteine, Kalzium, Zink und Eisen. Veganer verwenden die Chiasamen anstelle der Eier als Bindemittel. Das kann selbst-verst\u00e4ndlich positive Auswirkungen auf die Verdauung und damit den Magen-Darm-Trakt haben. Denselben Effekt erzielen Sie jedoch mit dem heimischen Leinsamen oder Hanfsamen (reich an Omega-3- und Omega-6-Fett-s\u00e4uren)! Zudem ist der Hanf hypoallergen sowie nuss- und glutenfrei!<br \/>\nDas Anti-Aging-Mittel schlechthin soll jedoch die Goji-Beere sein. Die Chinesen verehren sie als \u201eBeere des Lebens\u201c. Neben Vitaminen und Mineralstoffen besitzt sie einen hohen Anteil an Antioxidantien. Sie regen die Produktion von Cholin an oder binden selbst die freien Radikale im K\u00f6rper, die f\u00fcr viele Krankheiten verantwortlich gemacht werden. Zudem beinhalten sie nicht weniger als 19 Aminos\u00e4uren, davon sind zehn essenziell. Die Werbung preist die Goji-Beeren als \u201eK\u00f6nigin der Super-foods\u201c an. All das ist jedoch durchaus in vielen Fr\u00fcchten der heimischen Obstb\u00e4ume zu finden \u2013 oder auch im Gemeinen Bocksdorn! Unter-suchungen der Universit\u00e4t Granada haben dies wissenschaftlich best\u00e4tigt. Weintrauben mit Kernen haben \u00fcbrigens denselben Effekt. In den Kernen finden sich die sog. \u201eOligomere Proanthocyanidine (OPC)\u201c, die Haut und Gewebe reparieren, das Haarwachstum anregen, die Augen pflegen und gegen Krebs helfen.<br \/>\nEin Name, der im Zusammenhang mit den Superfoods ebenso immer wieder f\u00e4llt, ist die A\u00e7ai-Beere. Obgleich \u2013 wie bereits beschrieben \u2013 die wirklich gesundheitsf\u00f6rdernde Wirkung noch gar nicht wirklich nach-gewiesen wurde. Diese Beere ist reich an Antioxidantien, die ja gemein hin als Allheilmittel f\u00fcr alle m\u00f6glichen Gebrechen und v.a. dem Krebs eingesetzt werden. Auch durch ihren hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und essenziellen Fetts\u00e4uren (wie auch Omega-3-Fett-s\u00e4uren) sollen diese Beeren als Turbo-Booster f\u00fcr die Leistungsf\u00e4higkeit gelten. Denselben Zweck jedoch erf\u00fcllt eine ganz spezielle heimische Beere: Die Heidelbeere! Auch sie besitzt einen sehr hohen Anteil an Antioxidantien, die etwa im Einsatz gegen den Ged\u00e4chtnisschwund im Alter beachtenswerte Erfolge vorweisen k\u00f6nnen. Zudem besticht sie durch eine hohe Konzentration an Anthocyanen, die, wissenschaftlich erwiesen, das Wachstum krebsartiger Zellen im Dickdarm nicht nur unterbinden, sondern diese Zellen gar in den Selbstmord zwingen k\u00f6nnen. Auch die bereits von heimischen Anbietern gez\u00fcchteten Shiitake-Pilze gelten als Krebskiller schlechthin. In Japan wird der Pilz als \u201eK\u00f6nig der Heilpilze\u201c verehrt.<br \/>\nDas Triumvirat der Super-Strauch-Fr\u00fcchtchen macht die Aronia-Beere voll. Ihre Vorteile: Viele Vitamine (wie etwa die komplette B-Palette), jede Menge Mineralstoffe und Polyphenole, die ebenso als Antioxidantien wirken. Die Aronia-Beere soll v.a. die Durchblutung und das Immun-system anregen. \u00dcbrigens bindet auch die Tomate die Freien Radikalen und macht dazu noch gl\u00fccklich, da sie mit der Aminos\u00e4ure \u201eTryptophan\u201c aufwarten kann, dem Grundbaustein des Serotonins.<br \/>\nBereits die alten Inkas sollen die Wirkung der Yakon (Inkawurzel) gekannt haben. Ihr Vorteil: Inulin! Das unverdauliche Kohlenhydrat regt die Produktion guter Darmbakterien an und unterst\u00fctzt dadurch den Stoff-wechsel. Besonders die Knollen werden vornehmlich in der japanischen Di\u00e4tk\u00fcche verwendet, die Stengel als Gem\u00fcse verzehrt. Wer es hingegen lieber etwas rustikaler mag, kann ebenso auf Sauerkraut zur\u00fcckgreifen. Roh gegessen beinhaltet es grosse Mengen an probiotischen Kulturen, die bereits im Magen wirken: So mag beispielsweise der Erreger der Magen-geschw\u00fcre oder Magenschleimhautentz\u00fcndungen Heliobacter pylori kein Sauerkraut. Ist es im Darm angelangt, so unterst\u00fctzt es die Darmflora; die Darmschleimhaut kann sich regenerieren, das freut auch das Immun-system.<br \/>\nApropos Inkas: Sie griffen bei Libido-Problemen gerne nach der Maca-Knolle. Aber auch Sportlern ist die Maca-Knolle durchaus bekannt, soll sie doch eine Leistungssteigerung unterst\u00fctzen. Verantwortlich daf\u00fcr zeichnen die \u00fcber 60 Vitalstoffe wie Proteine, Omega-3-Fetts\u00e4uren und nat\u00fcrlich die Antioxidantien. Hinzu gesellen sich Sterole. Diese gleichen dem Hormon Testosteron. Die meisten dieser \u00d6le und Vitamine sind jedoch auch in der Artischocke, dem K\u00fcrbis, Spargel und nicht zuletzt dem Rettich enthalten. Au\u00dferdem werden die Mandeln immer wieder untersch\u00e4tzt. Neben ihren unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren sind sie reich an Ballaststoffen und prebiotischen Wirkstoffen, die v.a. dem Darm zugute kommen. Die Mandel wirkt ferner gegen zu hohen Blutdruck und gleicht den Blutzuckerspiegel aus.<br \/>\nViele dieser positiven Eigenschaften vereint alsdann der ostasiatische Ingwer &#8211; \u00fcber ihn allerdings habe ich an dieser Stelle schon ausf\u00fchrlich informiert.<br \/>\nKakao! Viele kennen ihn vornehmlich als Gl\u00fccklichmacher, als wichtigen Bestandteil der Schokolade. Die Kakaobohne ist zudem bekannt f\u00fcr ihren hohen Gehalt an Flavinoiden. Diese senken den Blutdruck und k\u00f6nnen somit die Gefahr einer Herzerkrankung senken. Wissenschaftler allerdings warnen, dass ein regelm\u00e4\u00dfiger bzw. sehr hoher Konsum von Kakao geschehen muss, damit dieser Effekt tats\u00e4chlich eintritt. Dabei jedoch kommt es zu einer \u00dcberdosierung anderer N\u00e4hrstoffe, die nicht mehr gesund ist. Es nutzt also nicht viel, wenn Sie t\u00e4glich drei Tafeln Schokolade essen. Sie werden es einerseits an Ihrem Gewicht merken, andererseits steigt auch das Risiko an Diabetes zu erkranken. Und zudem gilt: Je frischer und unbehandelter die Kakaofrucht ist, desto mehr dieser angesprochenen Inhaltsstoffe besitzt sie. Viele gehen durch die R\u00f6stung verloren.<br \/>\nUnd schliesslich gibt es noch das Moringa-Pulver. Gewonnen wird es aus dem nordindischen Meerettichbaum (Moringa oleifera &#8211; Baum der Unsterblichkeit), der jedoch inzwischen auch in Afrika und Lateinamerika w\u00e4chst. Er gilt gemeinhin als n\u00e4hrstoffreichster Baum, weshalb er sich gro\u00dfer weltweiter Beliebtheit erfreut. In den Entwicklungsl\u00e4ndern gelangt er deshalb im Kampf gegen die Unterern\u00e4hrung zum Einsatz. Dies wurde im Rahmen einer Ern\u00e4hrungsstudie der Organisationen Church World Service und AGADA im Jahre 1997 im Senegal ausgetestet. Nach alter indischer \u00dcberlieferung soll der Moringabaum mehr als 300 Krankheiten heilen k\u00f6nnen. Hierzulande wird das Pulver zumeist als Nahrungsmittel-Erg\u00e4nzung vertrieben, beworben wird dabei vornehmlich das Antioxidans bzw. Wachstumshormon Zeatin. Es soll bei der Hautregeneration helfen und dadurch den Alterungsprozess verlangsamen. Allerdings: Ein \u00fcberdurchschnittlich positiver, ern\u00e4hrungswissenschaftlicher Effekt konnte nicht nachgewiesen werden. Zudem fanden Lebensmittelchemiker Pestizid-R\u00fcckst\u00e4nde und mikrobiologische Erreger. Die Werbung vergleicht gerade in diesem Fall gerne \u00c4pfel mit Birnen, wenn sie einen wesentlich h\u00f6heren Kalium-, Eisen-, Kalzium- und etwa auch Betakarotin-gehalt in&#8217;s Spiel bringt. Der Apfel ist hierbei das Pulver, die Birnen frische Lebensmittel wie Milch, Bananen etc. W\u00fcrde man diese Lebensmittel ebenfalls in Pulverform zu sich nehmen, w\u00e4re das Verh\u00e4ltnis mehr als ausgeglichen.  Ein Beispiel gef\u00e4llig? Unser K\u00f6rper produziert aus Betakarotin das v.a. f\u00fcr die Augen und Schleimh\u00e4ute so wichtige Vitamin A. Der Tagesbedarf an Betakarotin ist mit bereits 100 g Karotten gedeckt (1.700 mg). Korrekt ist, dass in den frischen Moringa-Bl\u00e4ttern der vierfache Gehalt an Vitamin A enthalten ist; im Pulver jedoch nur knapp mehr als das Doppelte. Isst man somit anstelle von nur 100 g Karotten die doppelte Menge oder mehr, so sind auch diese Werte ausgeglichen. Das aber ist nicht mal notwendig, da die Tagesdosis an Moringapulver gerade mal 10 g ausmachen sollte &#8211; das sind alsdann 360 mg Vitamin A! Und im Vergleich dazu kosten 100 g Moringapulver bis zu 20 Euro. Da sind mir doch die Karotten des Gem\u00fcsebauern meines Vertrauens wesentlich lieber. Im Karottenpulver w\u00e4ren &#8211; so die Aussage der Wissen-schaftler &#8211; 16.000 mg Vitamin A auf 100 g des Pulvers enthalten! Also &#8211; eine reine Augenauswischerei! Mit den anderen Mineralstoffen und dem Vitamin C verh\u00e4lt es sich ebenso! Einzig der hohe Vitamin B2- und E-Gehalt macht das Pulver interessant. W\u00e4hrend Vitamin E durch Weizenkeim\u00f6l mehr als ausgeglichen werden kann, siegt Moringa beim B2 tats\u00e4chlich. Aber auch das kann andersweitig wesentlich g\u00fcnstiger aufgenommen werden. Ebenso die f\u00fcr das Abwehrsystem so wichtigen Senf\u00f6lgylkoside &#8211; die essen Sie v\u00f6llig unbewusst mit dem Senf oder Meerrettich! Ern\u00e4hrungswissenschaftler empfehlen somit frisches heimische Gem\u00fcse oder wenn es denn sein muss: Gersten- oder Weizen-graspulver anstelle des Moringapulvers.<br \/>\n\u00c4hnliches gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr den afrikanischen Affenbrotbaum (Baobab). Seine Fr\u00fcchte, Bl\u00e4tter und Samen sollen die Heilung bei Infektionskrankheiten unterst\u00fctzen, die Produktion von Endorphinen anregen und gegen Heisshunger helfen.<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich gibt es auch angebliches Superfood aus dem Wasser: Die Spirulina-Alge! Bereits die Azteken hielten grosse St\u00fccke von ihr. Auch bei dieser Alge ist es der grosse N\u00e4hrwert, die vielen Enzyme und anderen Vitalstoffe, ihr hoher Chlorophyllgehalt und die basische Wirkung auf den menschlichen K\u00f6rper &#8211; das alles soll die Selbst-heilungskr\u00e4fte des K\u00f6rpers ankurbeln. Mit einem Proteingehalt von 60 bis 70 Prozent ist die Spirulina-Alge eine der wohl eiweisshaltigsten Lebensmittel. Eine Studie des Osaka Centers for Cancer and Cardiovascular Diseases in Japan zeigte zudem eine vermehrte T\u00e4tigkeit der Fresszellen (Makrophagen bzw. T- und B-Zellen) nach dem Konsum der Alge. Diese Fresszellen gelten als die erste Notmassnahme des K\u00f6rpers beim Eintritt von nicht wirklich erw\u00fcnschten Mikroorganismen, wie auch Infektions-bakterien. Die Viren, die zumeist durch die Makrophagen nicht abget\u00f6tet werden k\u00f6nnen, bleiben an den Kaliumsalzen der Spirulina kleben, sodass sie nicht mehr in die Zellen eindringen k\u00f6nnen. Dann erst kommen die Fresszellen wieder in&#8217;s Spiel. Aufgrund dieser Studie konnte eine positive Wirkung gegen Herpes Simplex-Viren, Cytomegalie-Viren, Influenza A-Viren, Mumps-Viren sowie Masern-Viren nachgewiesen werden. In einer weiteren Studie an HIV-Patienten aus dem Jahr 2012 wurde eine Besserung der Lebensqualit\u00e4t dieser Menschen erzielt. Die Viren vermehrten sich nicht weiter &#8211; ihre Anzahl im Blut blieb w\u00e4hrend der Testphase von drei Monaten stabil. Eine Besserung bei Allergiepatienten (Rhinitis, Heuschnupfen, Hautallergien) konnte ebenfalls in einer Studie aus dem Jahre 2005 nachgewiesen werden. Auf Histamin wirkt die Alge zudem hemmend. Bei Diabetikern (Diabetes Typ-2) wurde eine Senkung der Blutzuckerwerte und ganz allgemein auch des Cholesterin-LDL-Wertes bei gleichzeitigem Anstieg des HDL-Wertes bemerkt. Dies liegt v.a. am Phycocyanin, einem Pigment der Alge, das im menschlichen K\u00f6rper als Antioxidans wirkt. Alsdann konnte auch eine positive Wirkung auf CoVID-19 in einer Studie israelischer und isl\u00e4ndischer Wissenschafter nachgewiesen werden. Die Spezialisten beobachteten, dass ein Extrakt aus photosynthetisch verbessertem Spirulina die Freisetzung eines Enzyms um rund 70 % verringert, das einen Zytokinsturm in der Lunge verursachen kann, der f\u00fcr akute Atemnot und Organsch\u00e4den urs\u00e4chlich sein kann. Unter einem solchen Zytokinsturm versteht man die sich selbst verst\u00e4rkende R\u00fcckkoppelung zwischen Zytokinen und Immunzellen. Es steigert zudem den Adiponektin-Spiegel, sodass der Patient weniger Hunger versp\u00fcrt. Ferner ist die Spirulina reich an Vitamin C, E, Selen und schliesslich Chlorophyll, das aufgrund seiner chemischen Zusammen-setzung mit dem H\u00e4moglobin verglichen werden kann. Ausserdem wirkt es antikarzinogen, da es Enzymkomplexe blockiert, die f\u00fcr Zellver-\u00e4nderungen verantwortlich sind und die Anzahl von Aflatoxine (stark krebserregende Gifte des Schimmelpilzes) senkt. Das Chlorophyll regt ferner die Produktion des H\u00e4moglobins an, sodass mehr Sauerstoff im Blut transportiert werden kann, ein nicht unwesentlicher Pluspunkt f\u00fcr den Stoffwechsel. Und &#8211; als ob dies nicht schon alles gewesen w\u00e4re: Der hohe Anteil der Aminos\u00e4ure L-Tryptophan regt die Produktion der Neurotransmitter Melatonin und Serotonin an, wodurch der Wohl-f\u00fchlfaktor und das Denkverm\u00f6gen gesteigert werden kann. An letzterem ist auch die Glutamins\u00e4ure beteiligt. Die Tagesdosis liegt bei 3-4 g, sofern die Spirulina zur Vorbeugung eingenommen wird. Bei Patienten, die blutverd\u00fcnnende Medikamente einnehmen m\u00fcssen, sollte zuvor der Hausarzt befragt werden. Ein enormer Vorteil der Spirulina-Alge liegt auch darin, dass pro angebauter Fl\u00e4che wesentlich mehr Nahrung als bei einem anderen Lebensmittel produziert werden kann. Damit k\u00f6nnte die Spirulina-Alge tats\u00e4chlich das einzige Superfood sein!<br \/>\n\u00c4hnliches \u00fcbrigens ist auch von der Mikroalge Chlorella zu erfahren. Sie besticht allerdings durch ihren unschlagbar hohen Chlorophyllgehalt.<br \/>\nDer Vollst\u00e4ndigkeit halber zu erw\u00e4hnen:<br \/>\n&#8211; Der Granatapfel &#8211; Reich an den Vitaminen C und K, an Fols\u00e4ure und Kalium. Das f\u00f6rdert vornehmlich die Durchblutung und den Blutzucker-gehalt. Die enthaltenen Polyphenole hemmen die Metastasen-bildung von Krebserkrankungen, die hormonwirksamen Stoffe aus den \u00d6len k\u00f6nnen Beschwerden w\u00e4hrend der Wechseljahre lindern. Aber &#8211; er sorgt sich auch um Ihr Blut. So wirkt er blutdrucksenkend und gleicht zu hohe sch\u00e4dliche Cholesterinwerte aus. Ja, er kann sogar Ablagerungen in den Blutgef\u00e4ssen (Arteriosklerose) reduzieren. Essen oder trinken Sie den Granatapfel stets mit Datteln gemeinsam &#8211; das potenziert nochmals dessen Wirkung. Keiner dieser Paradies\u00e4pfel zur Hand? Macht nichts &#8211; es helfen auch Knoblauch, Weissdorn, die Shiitake-Pilze, Chili oder Kurkuma.<br \/>\n&#8211; Papayakerne &#8211; Neben dem Schutz von bakteriellen Infektionen oder Parasiten helfen sie zudem bei der Entgiftung der Leber. Zweiteres kann aber ebenfalls durch L\u00f6wenzahn, die Artischocke oder die Mariendistel erzielt werden.<br \/>\n&#8211; Physalis &#8211; Durch den hohen Eisen- und Phosphorgehalt gilt dieses Nachschattengew\u00e4chs als wichtiger Lieferant des Provitamins A. Es wird somit bei Harnwegserkrankungen, Gicht und bei Immunerkrankungen empfohlen. Zudem kann es durch den Wirkstoff Melatonin bei Schlaf-st\u00f6rungen eingesetzt werden. Viele dieser Effekte liefern allerdings auch nachgewiesenerma\u00dfen die heimischen K\u00fcrbiskerne.<br \/>\n&#8211; Acerola-Kirsche &#8211; Sie ist reich an Vitamin C, Eiwei\u00dfen, Magnesium und Kalzium. Das kann beim Zellschutz und in Stresssituationen helfen. Wahre Vitamin C-Bomben sind jedoch auch die Hagebutte und der Sanddorn aus dem heimischen Garten.<br \/>\n&#8211; Die Avocado &#8211; Obwohl sie zu \u00fcber 20 % aus Fett besteht, beeinflusst sie nicht den Cholesterinspiegel oder das Gewicht. Sie wird deshalb gerne bei Herz-Kreislauf-Problemen, Osteoporose oder Entz\u00fcndungen und Krebs verwendet.<br \/>\n&#8211; Die Maqui-Beere &#8211; Die chilenische Beere ist reich an Antioxidantien, f\u00f6rdert den Stoffwechsel und verlangsamt den Alterungsprozess. Ausserdem enth\u00e4lt sie Vitamin C, Kalzium, Eisen und Kalium.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Superfoods: Was bringen die Wundernahrungsmittel?\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/FEkwK3Lxdf8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Zusammenfassend geh\u00f6rt somit betont: Durch die Verwendung von Brokkoli, Kraut, Spinat, Kohl, Kren und beispielsweise auch Buchweizen, Sorghumhirse und &#8211; h\u00f6rt, h\u00f6rt &#8211; Bl\u00fctenpollen l\u00e4sst es sich wesentlich ges\u00fcnder (da frischer) leben als durch das Schlucken dieser exotischen Superfoods. Wenn Sie dann noch die Fr\u00fcchte der Saison verwenden (\u201eIss den Regenbogen!\u201c &#8211; wie Brennesseln, B\u00e4rlauch, L\u00f6wenzahn, Oregano, Wassermelonenkerne\u2026), sind Sie immer gut versorgt mit dem, was Ihr K\u00f6rper gerade ben\u00f6tigt. Zudem werden die Transportwege klein gehalten und die regionale Bauernschaft unterst\u00fctzt! Wenn Sie dennoch auf Superfood zur\u00fcckgreifen, so sollten Sie sich zuvor genau bei Ihrem Arzt, einem Ern\u00e4hrungsberater oder im Internet neutral erkundigen, da jeder Hersteller seine Nahrungserg\u00e4nzung als die Beste bezeichnet. W\u00e4hrend der eine in h\u00f6chsten T\u00f6nen von Moringa spricht, ist der andere vom Gerstengras \u00fcberzeugt. Auch die relativ neue \u201eGoGreen-\u00dcberzeugung\u201c ist sicherlich nicht als nachteilig anzusehen, da durch das Chlorophyll viele positive Effekte erzielt werden k\u00f6nnen, wie Sie ja inzwischen gelesen haben. Und eines sollten Sie nicht vergessen: Superfood wird nur dann Superfood, wenn es in gro\u00dfen Mengen regelm\u00e4ssig eingenommen oder in den Speiseplan integriert wird. Und das geht vor allem bei den exotischen Superfoods dann schon mal gewaltig in die Geldb\u00f6rse!!! <\/p>\n<p><strong>Lesetipps:<\/strong><\/p>\n<p>.) SCHWARZBUCH SUPERFOOD &#8211; Hei\u00dfe Luft und wahre Helden; Daniela Grach\/Caroline Schlinter\/Marlies Wallner\/Nicole Z\u00f6hrer; L. Stocker 2016<br \/>\n.) Heimische Superfoods: Nat\u00fcrlich. Regional. Gesund; Barbara Fuchs; Kindle Edition<br \/>\n.) Heimische Superfoods; Dr. Barbara Rias-Bucher; Mankau 2015<br \/>\n.) Die Heilkraft der Pflanzen. Heilpflanzen von Abuta und Acerola bis Yohimbe und Yucca: ein Kompendium f\u00fcr die Praxis; Anne Simons; MayaMedia 2013<br \/>\n.) Superfoods \u201eRegional\u201c: Powerfoods vor unserer Haust\u00fcr; Michael Iatroudakis; Kindle Edition<br \/>\n.) Superfood: Nat\u00fcrlich. Heimisch. Saisonal; Barbara A. Schmid\/Aaron Waltl; Pichler 2016<br \/>\n.)  Gesundheitswunder Chlorophyll &#8211; Gespeicherte, gesundheitsspendende Sonnen- und Heilkraft; G\u00fcnter Albert; Ulmer Verlag 1997<br \/>\n.) Spirulina. Das blaugr\u00fcne Wunder: Die sensationellen Heilwirkungen der nat\u00fcrlichen Mikroalge bei Immunschw\u00e4che, Infektionen, An\u00e4mie, Aller-gien, Krebs, Aids und vielem mehr; Marianne E. Meyer; Windpferd Verlag 2006<br \/>\n.) Das Buch der Superfood Smoothies: 100 gesunde Smoothie Rezepte f\u00fcr leckere Powerdrinks; Julie Morris; K\u00f6nigsfurt Urania 2014<br \/>\n.) Genial gesund: Superfood for Family &#038; Friends; Jamie Oliver; Dorling Kindersley 2016<\/p>\n<p><strong>Links: <\/strong><\/p>\n<p>&#8211; www.gesundheit.gv.at<br \/>\n&#8211; www.eufic.org<br \/>\n&#8211; www.cvuas.de<br \/>\n&#8211; www.ncbi.nlm.nih.gov<br \/>\n&#8211; www.verbraucherzentrale.de\/superfood<br \/>\n&#8211; www.nhs.uk<br \/>\n&#8211; www.loewenzahn.at<br \/>\n&#8211; ich-lebe-vegan.de<br \/>\n&#8211; www.veganblatt.com<br \/>\n&#8211; www.ichkoche.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung.\u201d (Hippokrates von Kos, 460 bis 370 v. Chr.) Das Leben eines jeden Einzelnen ist st\u00e4ndigen Trends unterworfen oder zumindest ausgesetzt. Die Einen machen sie mit, die Anderen interessieren sich weniger daf\u00fcr. 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