
{"id":8071,"date":"2022-06-17T16:01:16","date_gmt":"2022-06-17T14:01:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=8071"},"modified":"2022-06-17T16:01:16","modified_gmt":"2022-06-17T14:01:16","slug":"sonnenbrand-brandgefaehrlich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2022\/06\/17\/sonnenbrand-brandgefaehrlich\/","title":{"rendered":"Sonnenbrand &#8211; brandgef\u00e4hrlich!"},"content":{"rendered":"\n<p>Information:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hausmittel und Eigentherapierung helfen nur bei leichten Sonnen-br\u00e4nden. Suchen Sie bitte bei schweren Sonnenbr\u00e4nden zweiten und dritten Grades unbedingt einen Arzt auf!!!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Sommer 2022 wird auf jeden Fall in die Geschichtsb\u00fccher eingehen: Der w\u00e4rmste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen, wird m\u00f6glicherweise im Juli der Hitzerekord gebrochen und trotzdem rund 200 Liter Regen-wasser auf den Quadratmeter! Herz &#8211; was begehrst Du mehr!?<\/p>\n\n\n\n<p>Bei all dieser Euphorie ist jedoch extremste Vorsicht geboten: Ein Sonnenbrand (Dermatitis solaris acuta) ist schneller geschehen als beabsichtigt! Jeder Zweite bekommt ihn nicht nur einmal im Jahr. Besonders davon betroffen sind die Hauttypen I und II, die in der Sonne zumeist nur leicht oder gar nicht braun werden. Er ist nicht nur sehr l\u00e4stig, sondern auch brandgef\u00e4hrlich. So f\u00fchren zu viele UVA-Strahlen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg zur vorzeitigen Alterung der Haut, da sie im Vergleich zur UVB-Strahlung, tiefer in die Haut eindringen. Zudem w\u00e4chst da v\u00f6llig unbemerkt etwas heran, das niemand von uns braucht: Der Hautkrebs! Wer das vermeiden m\u00f6chte, kommt um die Sonnenmilch oder -creme nicht herum. Auch wenn es l\u00e4stig ist. Im Sommer gen\u00fcgen schon max. 15 Minuten in der intensiven Sonne. Am meisten werden Sie\u2019s im Nacken sp\u00fcren.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Mich hat\u2019s so richtig in Spanien erwischt. Obgleich ich schon wunderbar sommerlich gebr\u00e4unt die Reise antrat, setzte ich nach drei Tagen Schutzfaktor 20 ab und begn\u00fcgte mich mit 5. Ein Fehler, den ich nicht mehr machen werde. Drei Tage Balkonien im Schatten und Joghurt auf dem R\u00fccken &#8211; wie sich nun herausgestellt hat: Genau falsch! Na ja &#8211; halbfalsch! \u00c4hm &#8211; das Joghurt, nicht der Schatten!<\/p>\n\n\n\n<p>Dermatologisch gesehen ist ein Sonnenbrand eine Verbrennung der Haut ersten Grades durch UVB-Strahlung und sollte deshalb fachgerecht versorgt werden um alsdann Folgeerscheinungen wie etwa dauerhafte braune Flecken (Lentigines) oder Narben zu vermeiden. Bilden sich bereits Blasen heraus, so spricht der Experte von einer Verbrennung zweiten Grades. Hier ist ein Arztbesuch unbedingt vonn\u00f6ten, da die Wunde zuallererst desinfiziert und im Anschluss fachm\u00e4nnisch versorgt werden muss. Gottlob eher selten sind Sonnenbr\u00e4nde dritten Grades. Hier ist ein Krankenhausaufenthalt vonn\u00f6ten, da Fl\u00fcssigkeit und Elektrolyte in Form einer Infusion zugef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Daneben ist zumeist auch eine Versorgung mittels Kortison und Antibiotika sowie eine Lokal-therapie erforderlich. Gesellen sich Fieber und Kopfschmerzen hinzu, muss auch dies entsprechend \u00e4rztlich behandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist es hingegen nur eine leichte R\u00f6tung der Haut (Erytheme) mit leichtem Hitzegef\u00fchl (durch die Entz\u00fcndung erweitern sich die oberfl\u00e4chlichen Blutgef\u00e4sse &#8211; es kommt zu einer besseren Durchblutung der betroffenen Stelle), so kann dies mit alten Hausmitteln sehr gut selbst behandelt werden. Als erstes heisst es: Raus aus der Sonne! Danach sollte die Wunde gek\u00fchlt werden. Am besten mit einem sauberen Handtuch, das mit kaltem Wasser befeuchtet und als Umschlag f\u00fcr 10-15 Minuten aufgelegt wird. Dies \u00f6fter am Tag gemacht, lindert rasch auch die Schmerzen. F\u00fcr einen solchen Umschlag empfiehlt sich auch eine Wasser-Essig-Mischung im Verh\u00e4ltnis von 2:1.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Joghurt &#8211; ok aber nur kurz! Molkeprodukte, wie das Joghurt oder der Quark (Topfen) beinhalten Bakterien, die vielleicht f\u00fcr den Darm ausgezeichnet sind, jedoch, gerade bei Sonnenbr\u00e4nden, die mehrere Hautschichten betreffen, zu Infektionen f\u00fchren k\u00f6nnen. Die Wunde sollte zuerst desinfiziert werden. Dann &#8211; zur Linderung der Schmerzen &#8211; Naturjoghurt auftragen. Nach einer 10-15-min\u00fctigen Einwirkphase unbedingt mit kaltem Wasser herunterwaschen. Wesentlich besser ist jedoch fettfreie Milch oder eine Paste aus Maisst\u00e4rke und reichlich Wasser bzw. ein Umschlag aus Haferflocken mit Wasser. Auch das Wasser ausgekochter Salatbl\u00e4tter oder der ausgedr\u00fcckte Saft der Petersilie, das beides direkt aus dem K\u00fchlschrank mit einem Watteb\u00e4uschchen aufgetupft wird, wirkt wahre Wunder. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nichts aus dem Tiefk\u00fchlfach! Dies kann sich auf der Haut festfrieren und weitaus mehr kaputt machen als ohne.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die besten Mittelchen aber finden sich nach wie vor in Omamas Hausapotheke. Sie griff bei vielen kleinere Verletzungen stets zur Ringelblumensalbe. Diese wirkt entz\u00fcndungshemmend und f\u00f6rdert die Wundheilung. Ebenfalls wundheilend wirkt Zink\u00f6l (eine Suspension aus Zinkoxid und Oliven\u00f6l), die Eichenrinden-Tinktur und Aloe Vera. Bei Schmerzen hilft die Beinwellsalbe ausgezeichnet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein nat\u00fcrliches Mittelchen gegen die starke Sonneneinstrahlung (aber nicht nur!) kann Sanddorn\u00f6l sein. Unsere Haut verst\u00e4rkt im Laufe eines sonnigen Tages die Hornhaut als Schutz vor der Sonneneinstrahlung (\u201eLichtschwiele\u201c): Es werden dadurch mehr Strahlen reflektiert als durch die Winterhaut. Zudem aktiviert die Sonnenstrahlung auch die Melanozyten. Sie produzieren im Sommer vermehrt das Pigment Melanin, das ebenfalls vor der Strahlung sch\u00fctzt (die Haut wird braun). Das Sanddorn\u00f6l nun st\u00e4rkt die Haut und verleiht ihr somit eine bessere Resistenz gegen beispielsweise auch die UV-Strahlung. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Finger weg hingegen von fettigen Hand- oder Hautcremes! Vor allem, wenn sich die Haut von selbst wieder regeneriert und schuppt oder sich abl\u00f6sen l\u00e4sst. Anstatt dessen eignet sich eine Apr\u00e8s-Lotion, da diese \u00fcber einen wesentlich h\u00f6heren Wasseranteil verf\u00fcgt. Um den K\u00fchlungseffekt noch zu verbessern, kann die Lotion im K\u00fchlschrank aufbewahrt werden. Zudem sollten Sie vermehrt Wasser trinken, damit der Fl\u00fcssigkeitsverlust innerlich ausgeglichen wird und Stoffwechsel-produkte, die aufgrund der Entz\u00fcndung der Haut entstehen, rascher ausgeschieden werden, da sie ansonsten die Nieren belasten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Experten empfehlen, w\u00e4hrend des Sonnenbrandes die Verwendung von K\u00f6rperpflegeartikel, Dusch- oder&nbsp; Schaumb\u00e4dern auszusetzen. Besser hingegen ist ein k\u00fchles Bad nur mit Wasser bzw. etwas Essig oder Backpulver bzw. eine k\u00fchle Dusche. Das dann verwendete Hand- oder Badetuch sollte frisch und somit sauber sein, da Sie ansonsten nichterw\u00fcnschte Erreger in die verletzte Haut bringen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hautalterung wird als \u201eaktinische Keratose\u201c bezeichnet. Derma-tologen entdeckten einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Lebensalter und Sonnenstunden. Die Hautalterung tritt vornehmlich an jenen Stellen auf, die st\u00e4ndig von der Sonneneinstrahlung (UVA) betroffen sind: Nacken, Schultern, Wangen, Nasenr\u00fccken, aber auch die Glatze oder das Dekollet\u00e9. Der Experte bezeichnet diese K\u00f6rperstellen deshalb als \u201eSonnenterasse\u201c. Auch hiermit ist nicht zu spa\u00dfen: Treten schuppige und raue Hautver\u00e4nderungen auf, sollte unbedingt der Hautarzt aufgesucht werden: Dies gilt n\u00e4mlich als Vorstufe des Hautkrebses. Betroffen davon sind immerhin 20-30 % der Generation 60+!\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Das alte Sprichwort \u201eJeder Sonnenbrand in der Kindheit erh\u00f6ht das Hautkrebsrisiko im Alter!\u201c sollte durchaus ernst genommen werden. Entscheidend dabei ist aufgrund der noch empfindlichen Haut vornehmlich die fr\u00fche Kindheit (sp\u00e4ter vermehrte Muttermale) und die H\u00e4ufigkeit der intensiven Sonneneinstrahlung auch in \u00e4lteren Jahren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eF\u00fcr die Entstehung des malignen Melanoms sind wiederkehrende intermittierende UV-Expositionen schon im fr\u00fchen Kindesalter (0 bis 6 Jahre) verantwortlich. Dazu z\u00e4hlen bereits vereinzelte subery-themale Expositionen und erst recht milde und schwere Sonnen-br\u00e4nde, wie sie bei Urlauben vorkommen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Strahlenschutzkommission des Dt. BM f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Medizin unterscheidet zwischen dem \u201eschwarzen\u201c und dem \u201ewei\u00dfen\u201c Hautkrebs.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>.) Basalzellenkrebs (\u201eWei\u00dfer Hautkrebs\u201c<\/strong>)<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Hautkrebs wird verursacht durch die dauerhafte, lebenslange Sonneneinstrahlung auf der Haut. Er tritt deshalb erst in gehobenerem Alter auf. Gesch\u00e4digt sind die basalen Schichten der Epidermis und der Haarfollikeln. Er ist ebenso b\u00f6sartig und kann umliegendes Gewebe und Knochen sch\u00e4digen!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>.) Melanom (&#8222;Schwarzer Hautkrebs&#8220;)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hierbei entarten die Melanozyten und produzieren sehr aggressive Krebszellen aus. Sie bilden meist rasch auch Metastasen in den Lymph-knoten und anderen inneren Organe. Dieser Krebs endet &#8211; nicht recht-zeitig erkannt &#8211; in den meisten F\u00e4llen t\u00f6dlich.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die gef\u00e4hrlichsten Strahlen jedoch sind die UVC-Strahlen &#8211; sie werden allerdings durch die Ozonschicht in unserer Atmosph\u00e4re gefiltert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt noch ein wichtiger Tipp: Verwenden Sie besser zu viel Sonnen-creme als zu wenig. Tragen Sie diese rund eine halbe Stunde vor dem Sonnengang gut auf. Jene Stellen am K\u00f6rper, die normalerweise nicht mit Kleidung bedeckt sind, sollten besonders gut bedacht werden. Die ersten Sonnenbr\u00e4nde entstehen meistens im Gesicht, an den Ohren und im Nacken. Auch H\u00e4nde und Lippen sollten gesch\u00fctzt werden. Zudem muss ein wasserfester Schutz vor dem n\u00e4chsten Schwimmen oder bei Schwitzen erneut aufgetragen werden. Je h\u00f6her der Lichtschutzfaktor, desto besser werden die sch\u00e4dlichen UV-Strahlen abgehalten. Ein Faktor von 30 etwa sch\u00fctzt vor 97 % der UV-Strahlung. Entscheidend ist deshalb der Anteil von Zinkoxid, Avobenzol und Titandioxid, die als sog. \u201eSunblocker\u201c dienen. Dies alles gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr bew\u00f6lkte Tage oder den Schatten. Hier gibt es stets Streulicht von reflektierenden Fl\u00e4chen bzw. durchdringt UV-Strahlung die Wolken. Ein Sonnenschirm ist also nicht unbedingt das beste Mittel gegen den Sonnenbrand, sofern er an einer reflektierenden Fensterfront oder Wand steht! Auch Fensterglas sch\u00fctzt nicht vor der UVA-Strahlung, allerdings gegen UVB!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesetipps:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) Dermatologie; Hrsg.: Ingrid Moll; Georg Thieme Verlag 2010<\/p>\n\n\n\n<p>.) Dermatologie &#8211; Lehrbuch und Atlas; G. Rassner; Urban &amp; Fischer Verlag 2009<\/p>\n\n\n\n<p>.) Duale Reihe Dermatologie; Ingrid Moll; Georg Thieme Verlag 2010<\/p>\n\n\n\n<p>.) Hautkrankheiten &#8211; Symptome, Therapie, Beratung; Y. Adler; Wissen-schaftliche Verlagsgesellschaft mbH 2012<\/p>\n\n\n\n<p>.) Kosmetische Dermatologie; Wolf-Ingo Worret\/Wolfgang Gehring; Springer 2004<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.bmu.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.bvdd.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.bfs.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.bzga.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.stmgp.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Information: Hausmittel und Eigentherapierung helfen nur bei leichten Sonnen-br\u00e4nden. Suchen Sie bitte bei schweren Sonnenbr\u00e4nden zweiten und dritten Grades unbedingt einen Arzt auf!!! 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