
{"id":8391,"date":"2022-08-26T06:47:06","date_gmt":"2022-08-26T04:47:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=8391"},"modified":"2022-08-26T06:47:06","modified_gmt":"2022-08-26T04:47:06","slug":"luftverschmutzung-jaehrlich-40-000-tote","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2022\/08\/26\/luftverschmutzung-jaehrlich-40-000-tote\/","title":{"rendered":"Luftverschmutzung &#8211; j\u00e4hrlich 40.000 Tote"},"content":{"rendered":"\n<p>Als ich f\u00fcr den vorhergehenden Blog \u00fcber die Zukunft der Mobilit\u00e4t recherchierte, fiel mir ein Zeitungsartikel aus dem Jahre 2000 auf. Berichtet wird darin \u00fcber eine Studie zur Auswirkung der Auspuffabgase und Industriegifte. Diese wissenschaftliche Publikation kam zu dem Schluss, dass in Westeuropa j\u00e4hrlich rund 40.000 Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung sterben &#8211; darunter 5.500 aus \u00d6sterreich und 3.300 aus der Schweiz. Damals litten in Westeuropa etwa 300.000 Menschen an Bronchitis-Erkrankungen und zirka 500.000 an Asthma-anf\u00e4llen &#8211; jedes Jahr! Dies f\u00fchrt zu j\u00e4hrlich rund 16 Mio Krankenstands-tagen. 35.000 Kinder bekommen alleine in \u00d6sterreich jedes Jahr lebens-gef\u00e4hrliche Asthma-Attacken, 6.000 Erwachsene erkranken an Bronchitis.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Harte Tatsachen zum Start des neuen Jahrtausends. Was nun hat sich in den zur\u00fcckliegenden 22 Jahren getan? Wie haben sich die Klima-Ma\u00df-nahmen der Regierungen in den jeweiligen L\u00e4ndern ausgewirkt? Beein-flusst die Luftverschmutzung etwa auch die Ansteckung mit Erkrankungen der Luftwege und der Lunge? So wurde beispielsweise in einer Studie von Marco Ferrario von der Universit\u00e4t Insubrien in der oberitalienischen Stadt Varese nachgewiesen, dass Einwohner an Strassen mit erh\u00f6hter Luft-schadstoffkonzentration h\u00e4ufiger an CoVID-19 erkrankten als B\u00fcrger aus anderen Stadtteilen (\u201eOccupational and Environmental Medicine\u201c 2022). Die Erkl\u00e4rung: Feinstaub kann von Viren als Transportmittel verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn erstmal gute Nachrichten: Es hat sich tats\u00e4chlich sehr viel bei den Verbrennungsmotoren sprich dem Verkehr getan, allerdings wurde die Situation in diesem Bereich nicht wirklich verbessert. Auch in der Industrie wurden Massnahmen gesetzt, sodass der Teil der Smogopfer durch diesen Bereich in Deutschland etwa auf 13 % gesenkt werden konnte. Eklatant zugenommen haben jedoch die Emissionen aus der Landwirtschaft. So werden die Massentierhaltung und die \u00fcberm\u00e4ssige D\u00fcngung v.a. mit G\u00fclle, aber auch mit Mist f\u00fcr einen erheblichen Teil der Toten durch Luftverschmutzung verantwortlich gemacht. Grosse Mengen von Ammoniak werden freigesetzt, die die Atemwege extrem belasten!\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2000 f\u00fchrte noch Frankreich mit 31.000 Opfern die Todesliste an &#8211; 2021 war es Deutschland mit 34.000. Nach wie vor sterben j\u00e4hrlich rund 7.000 Deutsche (ca. 20 %) an den Folgen der durch den Verkehr verursachten Luftverschmutzung. Nur in China, Indien, den USA und Russland ist der Anteil noch h\u00f6her, weltweit liegt er bei rund 5 %. Eine unmittelbare Folge der immer dichter werdenden Besiedlung und der Landflucht. Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes haben errechnet, dass diese Kurve bis zum Jahr 2050 noch weiter ansteigen wird &#8211; neben Europa und den USA vornehmlich in S\u00fcd- und Ostasien. Weltweit k\u00f6nnte sich die Zahl der Smogopfer auf 6,6 Mio Menschen nahezu verdoppeln. In London etwa von 2.800 auf 4.200, in Moskau von 8.600 auf 11.700 und in Kalkutta von 13.500 auf gar 54.800, um nur drei Beispiele zu nennen. &nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Fairerweise muss jedoch erw\u00e4hnt werden, dass Deutschland und auch \u00d6sterreich (die Schweiz weniger) von Nachbarstaaten umgeben sind, die nicht wirklich auf die Reduktion der Klimagase, Stickoxide und des Feinstaubs achten. Trotzdem: Gerade Deutschland z\u00e4hlt zu den Top Ten etwa der CO2-Verursacher. Pro Kopf wurden im Jahr 2019 rund 7,75 to Kohlendioxid ausgeschieden, in den USA sind es 14,44 to. In \u00d6sterreich lag dieser Ausstoss bei 7,1, in der Schweiz bei 4,16 to pro Kopf und Jahr. Es zeigt auf, dass hier die Hausaufgaben seit der Unterschrift unter das Pariser Klimaschutzabkommen 2015 nicht wirklich gut erledigt wurden. Den Schwarzen Peter den anderen zuzuschieben, ist grundlegend falsch.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eW\u00fcrde man die gesamte Weltbev\u00f6lkerung in 50 Gruppen einteilen, von denen jede zwei Prozent der globalen Emissionen verursacht \u2013 folgt daraus dann, dass niemand etwas machen muss?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Stefan Rahmstorf, Dt. Klimaforscher)<\/p>\n\n\n\n<p>Doch zur\u00fcck zur Luftverschmutzung. Schon als Kind lernten wir von unseren Eltern, dass wir zum Spielen an die frische Luft gehen sollen. Nun hat eine Studie aus S\u00fcdkorea aufgezeigt, dass Sport an der \u201efrischen Luft\u201c ab einem gewissen Grad der Luftverschmutzung gar mehr schaden als n\u00fctzlich sein kann. Bei 1,5 Mio jungen Erwachsenen wurde im Zeitraum von f\u00fcnf Jahren nachgewiesen, dass hohe Feinstaubwerte beim Sport im Freien das Herz-Kreislauf-System belasten. Der Feinstaub gelangt \u00fcber die Lungenbl\u00e4schen in das Blut. Dadurch sch\u00e4digt er alle Organe des K\u00f6rpers. Im Blutkreislauf inklusive des Herzens etwa verursacht dieser Entz\u00fcndungen, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall, sogar im Gehirn brechen Entz\u00fcndungen aus, da die kleinsten. Partikel die Blut-Hirn-Schranke ohne Probleme \u00fcberwinden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie Feinstaub-Grenzwerte der EU liegen ganz nah an dem Bereich, in dem laut der Studie k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t im Freien bereits sch\u00e4dlich f\u00fcr das Herz-Kreislauf-System ist. Regional werden die Grenzwerte in Deutschland sogar \u00fcberschritten, etwa in Hochindustriegebieten.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Univ.-Prof. Dr. med. Thomas M\u00fcnzel, Direktor der Kardiologie I an der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz )<\/p>\n\n\n\n<p>Feinstaub wird in unterschiedlicher Partikel-Gr\u00f6sse zugeordnet:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; grob 10 \u00b5g<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; fein 2,5 \u00b5g<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; ultrafein 0,1 \u00b5g<\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechend der Studie wurde die Feinstaubbelastung von unter 26,4 \u00b5g\/m3 als moderat bis niedrig eingeordnet (bei feinen Partikeln), der EU-Grenzwert liegt im Jahresdurchschnitt bei 25 \u00b5g\/m3, die WHO empfiehlt 10 \u00b5g\/m3. Zum Vergleich: Der Grenzwert liegt in den USA bei 12 \u00b5g\/m3. \u00dcber das Thema Feinstaub habe ich an dieser Stelle bereits ausf\u00fchrlich berichtet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes f\u00fcr Chemie und der Universi-t\u00e4tsmedizin Mainz berechneten in einer Studie, dass die Luftver-schmutzung die Lebenserwartung der Menschen weltweit um rund drei Jahre verk\u00fcrzt. Wesentlich mehr als durch Infektionskrankheiten oder dem Rauchen als Herz-Kreislauf-Risikofaktor. Im Rahmen der Studie wurden Zahlen aus dem Jahr 2015 ausgewertet. Damals starben weltweit vorzeitig rund 8,8 Mio Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung &#8211; in Europa sind es 800.000. Umgerechnet bedeutet dies eine durchschnittliche Reduktion der Pro-Kopf-Lebenserwartung um 2,9 Jahre (in Europa um knapp mehr als 2,0 Jahre), beim Rauchen sind es 2,2 Jahre. vor allem der bereits erw\u00e4hnte Feinstaub, aber auch das Ozon setzen dabei dem K\u00f6rper schwer zu. Global betrachtet ist die vorzeitige Sterblichkeit in Ost- und S\u00fcdasien mit 35 bzw. 32 % am h\u00f6chsten. In Europa sind es 9 %. Australien hat die h\u00f6chsten Luftreinhaltungsgesetze &#8211; dort liegt die Rate bei 1,5 %. Der Grossteil der Luftverschmutzung stammt aus der Verwendung fossiler Energietr\u00e4ger wie Erd\u00f6l, Kohl und Erdgas. Durch einen Verzicht k\u00f6nnten rund zwei Drittel der j\u00e4hrlich Sterbef\u00e4lle mit dieser Ursache vermieden werden. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Sektion Umweltmedizin des S\u00fcdtiroler Sanit\u00e4tsbetriebes f\u00fchrte zu dieser Thematik Untersuchungen anhand der Messwerte der Luft-messstationen Bozen, Meran, Bruneck, Brixen, Sterzing und Latsch von den Jahren 2000 bis 2004 durch. Das Land ist deshalb grossfl\u00e4chig von der Schadstoffbelastung betroffen, da nahezu alle Gewerbegebiete, Hauptverkehrsadern und alle St\u00e4dte im Tal angesiedelt sind. Hier leben nicht weniger als 172.600 Menschen. Bei Inversionslagen (vornehmlich im Winter) und Windstille findet keine Durchl\u00fcftung statt &#8211; es kommt zu Smog. Stickoxide, Feinstaub, Kohlenmonoxid, Ozon und Benzol bleiben somit \u00fcber Tage hinweg im Tal. Benzol beispielsweise gilt als krebser-regend. Aufgenommen wird es durch einatmen, verschlucken und Hautkontakt. Eine akute Vergiftung zeigt sich durch Haut- und Schleim-hautreizungen, es folgen \u00dcbelkeit, Erbrechen und Rauschzust\u00e4nde. Die kann weiters zu Herzrhythmusst\u00f6rungen, Bewusstlosigkeit und epileptischen Anf\u00e4llen f\u00fchren. Durch schwefelarme Treibstoffe und Heizung mittels Erdgas konnte zumindest die Schwefeloxid-Belastung gesenkt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eLungen\u00e4rzte sehen in Kliniken Todesf\u00e4lle durch COPD und Lungenkrebs. Durch Feinstaub und NOx, auch bei sorgf\u00e4ltiger Anamnese, nie.&#8220;&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Prof. Dr. med. Dieter K\u00f6hler, emeritierter Pr\u00e4sident des Arbeitskreises bzw. Verbandes Pneumologischer Kliniken)<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. K\u00f6hler l\u00f6ste durch seine Ver\u00f6ffentlichungen eine breite Diskussion \u00fcber die Folgen der Luftverschmutzung aus. Dabei hatten sich mehrere Rechenfehler eingeschlichen. Zudem wurde die Ursache der Erkrankungen ausser Acht gelassen &#8211; Feinstaub oder Stickoxide schienen alsdann nie als todesurs\u00e4chlich auf, sondern die Erkrankung als solche. Inzwischen sind die Aussagen des Herrn Professor nicht zuletzt aufgrund auch von Kohortenstudien widerlegt:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAn Tagen mit h\u00f6herer Luftverschmutzung sterben mehr Menschen als an Tagen mit niedriger Luftverschmutzung!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Ralf Krauter, Wissenschaftsjournalist spektrum.de)<\/p>\n\n\n\n<p>Dem schliesst sich auch das Forum der internationalen Lungengesell-schaften (FIRS) an. Von dort ist zu vernehmen, dass Langzeitexposition zu chronischen Ver\u00e4nderungen wie Herzerkrankungen, Krebs und auch Demenz, Diabetes sowie zu Sch\u00e4digungen bei Neugeborenen f\u00fchrt. Soll heissen, dass die Lebenserwartung von Menschen aus Stadtteilen mit hoher Verkehrsbelastung geringer ist als von Menschen aus anderen Stadtteilen. Am st\u00e4rksten davon betroffen sind Menschen, die bereits vorerkrankt sind. H\u00f6chst interessant war in diesem Zusammenhang die Studie des Nationalen Herz- und Lungeninstitutes im Jahr 2007 in London. Asthmakranke mussten dabei durch die stark belebte Oxford-Street \u00fcber einen vorher genau bestimmten Weg mit ebenso klar fixierten Pausen spazieren. Damals durfte die Oxford Street nur von Bussen und Diesel-Taxis befahren werden. Drei Wochen sp\u00e4ter wurde das Experiment im Hyde-Park wiederholt. Jeweils danach fand eine \u00dcberpr\u00fcfung der Lungenfunktion statt. Den Probanden setzte die Einkaufsstrasse deutlich mehr zu. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In \u00d6sterreich erfolgte im Juli 2012 der Startschuss f\u00fcr \u201eLEAD\u201c, die erste \u00f6sterreichische Langzeitstudie zur Lungengesundheit. 10.000 Menschen werden noch bis 2024 am Ludwig-Boltzmann-Institut f\u00fcr COPD und Pneumologische Epidemiologie an der Klinik Penzing (ehemals Otto-Wagner-Spital) in Wien untersucht. Durch die regelm\u00e4ssige Untersuchung der Lunge sollen Ver\u00e4nderungen des Organs erforscht werden, um entsprechende Erkrankungen fr\u00fcher feststellen zu k\u00f6nnen. Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist auch im Alpenland auf stetem Vormarsch. Etwa 10 % der \u00d6sterreicher sind behandlungsbed\u00fcrftig &#8211; die Patienten werden zudem immer j\u00fcnger. Wird COPD vorzeitig diagnos-tiziert ist es recht gut behandelbar.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eStickstoffdioxid ist sch\u00e4dlich und schadet der Gesundheit auf zahlreichen Wegen.\u201c&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Barbara Hoffmann, Leiterin der Umweltepidemiologie am Uniklinikum D\u00fcsseldorf)<\/p>\n\n\n\n<p>Stickoxide k\u00f6nnen bei chronischem Lungenleiden schon bei Konzen-trationen, die unterhalb des Grenzwertes liegen, zu Asthmaattacken mit Atemnot und Husten f\u00fchren. Eine schwedische Studie wies bei Asthmatikern bereits Reaktionen w\u00e4hrend der halbst\u00fcndigen Fahrt in einem hoch-frequentierten Strassentunnel nach. NOx-Emissionen tragen gemeinsam mit fl\u00fcchtigen organischen Verbindungen (VOCs) und dem UV-Licht in einem grossen Ausmass zur Bildung von Feinstaub und Ozon bei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Sch\u00e4tzungen der Europ\u00e4ischen Umweltagentur waren im Jahr 2018 20.600 Todesf\u00e4lle auf Ozon zur\u00fcckzuf\u00fchren. Ozon besteht aus drei Sauerstoffatomen, ist alsdann sehr instabil und zerf\u00e4llt in k\u00fcrzester Zeit zu dimerem Sauerstoff. Bei normalem Luftdruck und Zimmertemperatur ist es gasf\u00f6rmig. Ozon ist ein starkes Oxidationsmittel. Auf den K\u00f6rper wirkt es als Reizgas, das zu Augenreizungen (Tr\u00e4nenreiz), Atemwegs-beschwerden (Husten) und Kopfschmerzen f\u00fchrt. Die Lungenfunktion wird stark eingeschr\u00e4nkt, bei besonders hoher Konzentration wird das Organ auch gesch\u00e4digt. Mediziner gehen davon aus, dass O3 das Erbgut sch\u00e4digt und zudem krebserregend wirkt. Eine sehr interessante wissenschaftliche Erkenntnis sei hier noch angef\u00fcgt: In der zu Beginn des Blogs erw\u00e4hnten Studie aus Varese fiel auf, dass mit steigender Ozon-konzentration in der Luft die Zahl der CoVID-19-Erkrankungen gesunken ist. Die Wissenschaftler erkl\u00e4rten sich dies mit der reduzierten Umwand-lung von NO in O3 bei starkem Strassenverkehr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In einem am 29. Juni 2018 in der Zeitschrift \u201eThe Lancet Planetary Health\u201c erschienenen Artikel berechneten die Autoren Jos Lelieveld, Andy Haines und Andrea Pozzer die durch den vorzeitigen Tod aufgrund der Folge-wirkungen von Feinstaub und Ozon verloren gehenden Lebensjahre. Sie gelangten auf 122 Millionen Lebensjahre. Die Wissenschaftler bezifferten auch die im Jahr 2015 an schlechter Luft verstorbenen Kleinkinder: Rund 246.000, wovon 237.000 einer Infektion der unteren Atemwege (wie etwa einer Lungenentz\u00fcndung) erlagen. Zum Vergleich: Im selben Jahr verstarben 87.000 Kleinkinder an HIV\/AIDS. Alles in allem kann die Luftverschmutzung zu folgenden Erkrankungen oder Erscheinungen f\u00fchren:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Herzinfarkt<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Herzrhythmusst\u00f6rungen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Herzinsuffizienz<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; h\u00f6herer Blutdruck<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; tiefe Venenthrombose<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Schlaganfall<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Parkinson<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Alzheimer<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Lungenkrebs<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Lungenentz\u00fcndung<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; geringeres Lungenwachstum bei Kindern und Jugendlichen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Diabetes I und II<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Fehlgeburten bzw. geringeres Geburtsgewicht<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; schlechtere Spermienqualit\u00e4t<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; vorzeitige Hautalterung&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.who.int\/europe\/home?v=welcome<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; unece.org<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.eea.europa.eu\/de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.umweltbundesamt.at<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.epa.gov\/isa<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.bafu.admin.ch\/bafu\/de\/home.html<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.pneumologenverband.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.uniklinik-duesseldorf.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.iass-potsdam.de\/de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.mpic.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.ufz.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.ogp.at<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.swisstph.ch\/de\/<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.mpg.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.uu.nl\/en<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesetipps:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) Eine Studie zur \u00d6kobilanzierung bei der Kontrolle der Luftver-schmutzung; Saman Saffarian; Verlag Unser Wissen 2022<\/p>\n\n\n\n<p>.) Epidemiologische Ans\u00e4tze zur Kl\u00e4rung der Zusammenh\u00e4nge von Luftverschmutzung und Gesundheit; Ursula Ackermann-Liebrich; Umwelt-medizin in Forschung und Praxis 1999<\/p>\n\n\n\n<p>.) Chemie der Umweltbelastung;&nbsp; G\u00fcnter Fellenberg; Verlag B. G. Teubner 1997<\/p>\n\n\n\n<p>.) Die Wirkungen von Luftverunreinigungen auf Wald\u00f6kosysteme; Ernst-Detlef Schulze\/Otto Ludwig Lange; Chemie in unserer Zeit 1990<\/p>\n\n\n\n<p>.) Die Zukunft des Klimas. Neue Erkenntnisse, neue Herausforderungen. Ein Report der Max-Planck-Gesellschaft; Hrsg.: Jochem Marotzke\/Martin Stratmann; Beck 2015<\/p>\n\n\n\n<p>.) Air pollution and health; Hrsg.: S.T. Holgate et al; Academic Press 1999<\/p>\n\n\n\n<p>.) Loss of life expectancy from air pollution compared to other risk factors by country; Jos Lelieveld, Andrea Pozzer, Ulrich P\u00f6schl, Mohammed Fnais, Andy Haines, Thomas M\u00fcnzel; Cardiovascular Research 2020<br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich f\u00fcr den vorhergehenden Blog \u00fcber die Zukunft der Mobilit\u00e4t recherchierte, fiel mir ein Zeitungsartikel aus dem Jahre 2000 auf. Berichtet wird darin \u00fcber eine Studie zur Auswirkung der Auspuffabgase und Industriegifte. 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