
{"id":8523,"date":"2022-09-23T09:47:38","date_gmt":"2022-09-23T07:47:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/?p=8523"},"modified":"2022-09-23T09:47:38","modified_gmt":"2022-09-23T07:47:38","slug":"kriegsmilliardaere-das-unmoralische-angebot","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/2022\/09\/23\/kriegsmilliardaere-das-unmoralische-angebot\/","title":{"rendered":"Kriegsmilliard\u00e4re &#8211; das unmoralische Angebot"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eExxon made more money than God this year!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(US-Pr\u00e4sident Joe Biden)<\/p>\n\n\n\n<p>Es hat sehr lange gedauert, bis sich auch auf nationaler Ebene etwas tut. Nachdem aber EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nun ange-k\u00fcndigt hat, \u00dcbergewinne der Energiekonzerne absch\u00f6pfen und auf die Mitgliedsstaaten verteilen zu wollen, sowie eine befristete Erl\u00f6s-Obergrenze f\u00fcr \u201einframarginale\u201c Strom-Produzenten (nicht auf Gas und Erd\u00f6l basierend) einf\u00fchren zu wollen, herrscht nun auch in Berlin und Wien reges Pl\u00e4neschmieden. Am 30. September werden die ent-sprechenden EU-Minister \u00fcber den Gesetzvorschlag der Kommission abstimmen. F\u00fcr viele jedoch kommen diese Massnahmen zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Selten zuvor hat sich die Preisspirale vor allem in Deutschland und \u00d6sterreich schneller gedreht als in den vergangenen 7 Monaten. Kopf-sch\u00fcttelnd stehen die meisten Konsumenten vor den Regalen der Super-m\u00e4rkte. Viele w\u00fcrden zwar gerne, doch k\u00f6nnen sie nicht: Sie k\u00f6nnen nicht mehr zugreifen, da es zu teuer f\u00fcr sie ist. Die Preise sind der-massen in die H\u00f6he geschnellt, dass einem schwindelig dabei wird. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine kosten viele Produkte das Doppelte. Konnte man davor noch sparen, indem nicht unbedingt auf Markenartikel sondern vielmehr auf Diskont-Ware zur\u00fcck-gegriffen wurde, so ist dies inzwischen nicht mehr m\u00f6glich, da auch diese zugelegt hat, sodass viele nicht wissen, wie sie diesen Winter \u00fcber die Runden kommen sollen. Die Lebenshaltungskosten steigen unauf-h\u00f6rlich &#8211; jetzt mit dem Beginn der Heizperiode, wird vieles noch wesent-lich schlimmer werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcnde, die dahinterstecken sind vielf\u00e4ltig &#8211; sie alle kl\u00e4ren zu wollen, w\u00fcrde den Rahmen des Blogs sprengen. Doch auf den wohl schwerge-wichtigsten, sei heute im Detail eingegangen: Die Energiepreise. W\u00e4ren die Sprit- und Gaspreise m\u00f6glicherweise noch erkl\u00e4rbar, so grenzen die hohen Strompreise an Wucher. Nie zuvor gab es mehr Photovoltaik und Strom aus Windkraft als in diesen Tagen. Und Petrus meint es gar noch gut mit uns: Es war der sonnenreichste Sommer seit Jahrzehnten: 99,4 Terrawattstunden Solarstrom wurden zwischen Mai und August 2022 in der EU produziert (12 % der Stromproduktion) &#8211; umgerechnet auf den derzeitigen Gaspreis h\u00e4tte dies einem Gasimport von 29 Milliarden \u20ac entsprochen. In Deutschland wurden 19 % des erzeugten Stroms durch die Sonne abgedeckt, in Spanien 17 und in den Niederlanden gar 23 %. Zudem zogen Fronten auf, aber auch durch die lokalen Sturmereignisse drehten sich die Riesenpropeller der Windparks um einiges schneller und l\u00e4nger. Energie, die in den letzten 7 Monaten keinerlei Mehrkosten wegen Rohstoffbedarfs oder Transports verursachte und trotzdem war die Kilo-wattstunde nie teurer als derzeit. Was ist da geschehen?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Satz schmerzt &#8211; h\u00e4tte auch niemals gedacht, dies einmal \u00f6ffentlich sagen zu m\u00fcssen: Donald Trump hatte mit Nordstream recht! Allerdings hatte er es mehr als schlecht verpackt, schliesslich dachte wohl jeder, dass er das US-amerikanische Fracking-Gas und -\u00d6l ver-kaufen wollte. Anders formuliert, h\u00e4tte er sicherlich wesentlich mehr Bef\u00fcrworter daf\u00fcr gefunden: Die allzu starke Bindung an nur einen Anbieter kann zu Problemen f\u00fchren. China etwa ist ein energiefressender Moloch. Das Land verbraucht fast das Doppelte an Energie als die USA. Auf Platz 3 folgt Indien. Gerade die historisch gewachsenen Beziehungen zwischen Moskau und Peking h\u00e4tten auch ohne den Einmarsch der Russen in die Ukraine ausgereicht, Alternativen im Einkauf zu suchen. Auch wenn es moralisch durchaus kritisierbar ist, menschenrechts-verachtende Emirate im Nahen Osten oder Regime (wie Venezuela) zu beauftragen, h\u00e4tte sich eine wesentlich breitere Anbieterschaft und dadurch bessere Aufstellung in der Energiewirtschaft ergeben. Wenn nun &#8211; wie geschehen &#8211; Putin den Hahnen zudreht oder die Sanktionen keinen weiteren Import von russischem Erd\u00f6l zulassen, h\u00e4tten andere Anbieter den Ausgleich liefern k\u00f6nnen. Dies wurde jedoch unterlassen. Anstatt dessen belief sich im Jahr 2020 der Anteil der russischen \u00d6limporte in Deutschland auf 30 % &#8211; beim Gas sogar auf 65 %. In \u00d6sterreich waren es 2021 ganze 38,1 % beim \u00d6l und sage und schreibe 80 % beim Gas. Wie sich dieses Preisspirale dreht &#8211; hier ein kleines Beispiel: Die Stadtwerke Konstanz werden zum 01. Oktober die Gaspreise um 200 % steigern. Das Gas wird durch den Fernleitungsbetreiber Terranet BW, einer Tochter der EnBW, zugeliefert. 2017 wurde die Verbundnetz Gas AG (VNG) in Ostdeutschland \u00fcbernommen. Die VNG versorgt(e), wie auch Uniper, Stadtwerke mit Billiggas aus Russland &#8211; jetzt ist sie in argen Schwierig-keiten, da sie das Gas wesentlich teurer \u00fcber etwa Norwegen oder die Niederlanden einkaufen muss. Die VNG hat deshalb um Hilfe aus der Gasumlage angesucht. Diese ist daf\u00fcr gedacht, bestehende Vertr\u00e4ge erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, ohne dabei Millionenverluste zu machen. Soll heissen, dass das Gas zum bislang geltenden Preis weitergegeben wird. Wenn dies tats\u00e4chlich der Fall ist: Wieso erh\u00f6hen die Stadtwerke Konstanz dann den Gaspreis derart eklatant (Gasumlage bereits einge-rechnet)? VNG kann keine Gewinne machen, da ansonsten die Hilfe aus der Gasumlage nicht gew\u00e4hrt wird!<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben wurde zwar viel versprochen, doch nur wenig gehalten &#8211; von der Losl\u00f6sung von fossilen Brennstoffen. Wurde die Kohleverbrennung eingeschr\u00e4nkt, so vervielfachte sich daf\u00fcr die Gasnutzung. Weshalb auch etwas \u00e4ndern, wenn diese Energieart in H\u00fclle und F\u00fclle vorhanden und entsprechend g\u00fcnstig ist. Nun f\u00e4llt dieses Kartenhaus zusammen. Industrie und Handwerk sind in viel zu grossem Ausmass vom Gas abh\u00e4ngig. So betonte etwa der CEO der Grossb\u00e4ckerei Lieken, Christian H\u00f6rger, im Podcast \u201eDie Stunde Null\u201c, dass das Brot aus zweierlei Gr\u00fcnden teurer werden muss: Die Preise f\u00fcr Mehl sind ordentlich angestiegen (dieses Thema habe ich an dieser Stelle bereits abgearbeitet &#8211; Deutschland produziert mehr Getreide, als es verbraucht &#8211; sind somit vornehmlich Gierflation-Interessen) und nahezu alle \u00d6fen der B\u00e4cker laufen noch mit Gas! Brot ist das wichtigste Grundnahrungsmittel Deutschlands: Herr M\u00fcller und Frau Schmidt verbrauchen pro Jahr 20 kg &#8211; pro Kopf!<\/p>\n\n\n\n<p>Und nun zur\u00fcck zum Strom: Auch bei den Kraftwerksbetreibern gab es in den letzten Jahren eine grossfl\u00e4chige Umstellung: Von Kohle auf Gas! V.a. die Klimas\u00fcnderin Braunkohle, deren Abbau nach wie vor in Deutschland erfolgt (nun f\u00fcr den Export), aber auch die Steinkohle, die aus Polen und v.a. Russland importiert wurde, sind nahezu g\u00e4nzlichst vom Markt verschwunden. Kohlekraftwerke wurden abgeschaltet, Gaskraftwerke aufgestellt. Der Bedarf ist nach wie vor da und auch vonn\u00f6ten. Beispiel? Das deutsche Fl\u00e4chenland Baden-W\u00fcrttemberg ist seit einigen Jahren in der Lage, den Strombedarf am Sonntag-Nachmittag nur aus Photovoltaik zu beliefern. Ziehen jedoch Wolken auf, die Sonne verschwindet, wird von einer Minute auf die andere immens viel Strom weniger geliefert. Damit das Netz nicht zusammenbricht, werden hierf\u00fcr Gaskraftwerke hoch-gefahren. Das Problem stellte sich beispielsweise auch bei der Sonnen-finsternis 1999. Erschwerend hinzu kommt die Energie- und Kernkraft-wende. AKWs werden reihenweise abgeschaltet ohne gleichwertige Alter-nativen liefern zu k\u00f6nnen. Die Zeit daf\u00fcr w\u00e4re da gewesen, doch warteten die Entscheider bis zuletzt! So ist die Stromtrasse, die den deutschen S\u00fcden mit Windstrom aus Windparks in der Ost- und Nordsee versorgen sollte, nur auf dem Papier vorhanden. Die drei, derzeit noch laufenden Kernkraftwerke liefern nach wie vor enorm viel Strom:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Isar 2 (Betreiber: Preussen Elektra und Stadtwerke M\u00fcnchen) 1.485 Megawatt<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Emsland (Betreiber: RWE, Preussen Elektra) 1.406 Megawatt<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Neckarwestheim (Betreiber: EnBW) 1.400 Megawatt<\/p>\n\n\n\n<p>Alle drei sollten in den kommenden Monaten vom Netz gehen &#8211; teilweise werden sie bereits runtergefahren. Atomstrom ist der g\u00fcnstigste Strom, rechnet man die Kosten f\u00fcr die Endlagerung nicht hinzu, die jedoch eigentlich durch Stiftungen, best\u00fcckt aus dem laufenden Betrieb, abge-deckt sein sollte. Hier gab man sich blau\u00e4ugig und verliess sich im Notfall auf Frankreich, das nach wie eine unheimlich hohe AKW-Dichte aufweist. Was hier nicht einberechnet wurde: Die franz\u00f6sischen Atom-meiler sind grossteils Schrottmeiler und werden nach und nach wegen Sicherheitsbedenken runtergefahren. Woher kommt nun Ersatz f\u00fcr die drei deutschen AKWs?<\/p>\n\n\n\n<p>Dies alles sind grunds\u00e4tzliche Probleme, die bereits f\u00fcr ein Ansteigen des Energiepreises ausreichen. Nun aber kommen die Finanzhaie in\u2019s Spiel. Jene Investoren, die fr\u00fcher beispielsweise in Hedgefonds investierten, jetzt andere Bet\u00e4tigungsfelder suchen: Agrar und Energie! Die Rendite muss stimmen &#8211; alles andere ist gleichg\u00fcltig. Moral? Nein &#8211; die gibt es in diesem Bereich nicht. Im Agrarsektor schon seit Jahren ein riesiges Problem. Werden doch bereits vor der Ernte riesige Mengen an Getreide, Mais und Raps aufgekauft, damit nach der Ernte die Preise in die H\u00f6he schnellen (geringes Angebot am Markt) und unvorstellbare Gewinne damit gemacht werden. Das gilt nun auch f\u00fcr den Energiesektor. Riesige Mengen an Gas und \u00d6l werden aufgekauft, die Strompreise an den entsprechenden B\u00f6rsen wie \u201eEuropean Energy Exchange\u201c (EEX) in Leipzig oder \u201eEnergy Exchange Austria\u201c (EXAA), vor allem aber der EPEX (dem Zusammenschluss der deutschen EEX mit der franz\u00f6sischen Powernext in Paris) f\u00fcr den Markt der Central Western Europe (CWE) k\u00fcnstlich nach oben getrieben. Dort ist bekannt, dass vor allem im Winter weniger Strom zur Verf\u00fcgung stehen wird (wenn die Heizl\u00fcfter allerorts ihre Arbeit versehen), der dann mit wesentlich gr\u00f6sserer Gewinnmarge verkauft werden kann. Ein Fehler, den die EU im Jahre 1996 mit der Liberalisierung (EU Richtlinie 96\/92\/EC) anschob, die einen freien Verkauf auch \u00fcber die Grenzen hinweg erm\u00f6glichte. Davor war dies national organisiert. Somit tritt etwa der Irrsinn auf, dass \u00f6sterreichische Bundesl\u00e4nder wie Tirol und v.a. Vorarlberg durch Wasserkraft so viel Strom produzieren, den sie gar nicht selbst aufbrauchen, ihn als Spitzenstrom zu den Preisen der B\u00f6rsen in\u2019s Ausland verkaufen, die Kilowattstunde bei den heimischen Abnehmern hingegen ebenfalls ordentlich anheben, mit dem Verweis auf die internationale Preisentwicklung. \u00d6sterreich hat kein Atomkraftwerk und damit eigentlich nicht direkt Zugriff auf den billigen Atomstrom (der jedoch v.a. aus der Slowakei und Tschechien, sowie Ungarn einfliesst). Dennoch wurde im Rahmen der Liberalisierung der sog. \u201eARENH-Preis\u201c (Acc\u00e8s r\u00e9gul\u00e9 \u00e0 l&#8217;\u00e9lectricit\u00e9 nucl\u00e9aire historique) als Bezugspreis f\u00fcr Stromlieferanten festgelegt, die keinen Zugang zu Atomstrom haben. Die B\u00f6rsenpreise in Frankreich liegen jedoch oftmals \u00fcber diesem Preis. Pervers, wird dadurch doch der eigentlich g\u00fcnstigere Atomstrom teurer als beispielsweise Strom aus Wasserkraft verkauft. \u00d6sterreich teilt sich mit Deutschland den Markt und ist somit an die deutschen Preise gebunden. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine sehr ausf\u00fchrliche Erkl\u00e4rung, die jedoch erforderlich war um das nachfolgende verstehen zu k\u00f6nnen: Die \u00dcbergewinn-Absch\u00f6pfung. So sank etwa der Gaspreis innerhalb k\u00fcrzester Zeit, als bekannt wurde, dass er m\u00f6glicherweise gedeckelt werden soll. Dies h\u00e4tte wenn vielleicht auch keine Verluste, so doch eine enorme Einschr\u00e4nkung der Gewinne der Spekulanten bedeutet. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eEine reine Umverteilung von Erl\u00f6sen greift aber zu kurz und wird unweigerlich zu neuen Problemen f\u00fchren. Wir h\u00e4tten einen Zugang vorgezogen, der das Thema an der Wurzel packt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Michael Strugl, Pr\u00e4sident von \u00d6sterreichs Energie und Verbund-Chef)<\/p>\n\n\n\n<p>Neben all den folgenden Informationen sollte eines niemals vergessen werden: Wir m\u00fcssen uns im Energieverbrauch einschr\u00e4nken! Der World Overshoot Day war dieses Jahr am 28. Juli &#8211; ab diesem Zeitpunkt leben wir von den Geo-Ressourcen des kommenden Jahres. Und dieser Tag r\u00fcckt immer mehr nach vorne! Die EU-Kommission fordert deshalb nicht umsonst die Einschr\u00e4nkung zu Spitzenstromphasen um mindestens 5 % &#8211; das w\u00fcrde eine Verringerung des Gasverbrauchs um 1,2 Milliarden Kubikmeter \u00fcber den Winter hinweg bedeuten. Eine Gesamtersparnis bis 31. M\u00e4rz 2023 um 10 % sollte alsdann in\u2019s Auge gefasst werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Vorstellungen von der Leyens soll es europaweit eine \u201ebefristete Erl\u00f6sobergrenze f\u00fcr Stromerzeuger mit geringen Kosten und einen Solidarit\u00e4tsbeitrag auf der Grundlage von \u00dcberschussgewinnen\u201c geben (greift ab 20 ct\/kWh). Derartige \u00dcberschussgewinne fallen derzeit im Erd\u00f6l-, Erdgas-, Kohle- und Raffineriebereich an. Die dar\u00fcber erzielten Gewinne sollen an Haushalte und Unternehmen umverteilt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir stehen Putins Einsatz von Erdgas als Waffe weiter geschlossen gegen\u00fcber und werden die Auswirkungen der hohen Gaspreise auf unsere Stromkosten in diesen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Zeiten m\u00f6glichst gering halten.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Ursula von der Leyen, EU-Kommissions-Pr\u00e4sidentin)<\/p>\n\n\n\n<p>Nun &#8211; das mit der Solidarit\u00e4t ist so eine Sache. Es gibt Unternehmen (wie etwa Unipern, Gazprom Germania (jetzt Sefe) oder die EnBW-Tochter VNG), die sich nahezu ausschliesslich auf g\u00fcnstigstes Gas, \u00d6l oder Kohle aus Russland verliessen und nun durch dessen Ausbleiben wirtschaftlich schwerst ersch\u00fcttert sind. Uniper wirbt jetzt auf seiner Webseite mit \u201e\u2026gr\u00fcner Energie f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft\u201c. Zuvor mischten sie den Markt mit g\u00fcnstigen Preisen auf. Daneben stehen andere Unternehmen (wie Shell, BP, Total oder Exxon), die auch andere Anbieter einfliessen liessen, dadurch kein Billig-Gas oder -\u00d6l anbieten konnten und nun ihren ehemaligen Billig-Konkurrenten einen Solidarbeitrag leisten sollen. Nichtsdestotrotz &#8211; zweitere freuen sich derzeit \u00fcber den Energie-H\u00f6hen-rausch. Sie fahren Gewinne ein, die noch vor zwei Jahren undenkbar erschienen.&nbsp; &nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese sog. Steuer auf \u201eResidualgewinne\u201c (Krisengewinnsteuer oder Windfall Tax) wurde bereits in einigen L\u00e4ndern der EU eingef\u00fchrt &#8211; in Italien werden diese \u201eZufallsgewinne\u201c beispielsweise mit 25 % r\u00fcckwirkend auf den Zuwachs an Wertsch\u00f6pfung, in Grossbritannien mit 25 % auf Gewinne (bei Investitionen im UK gibt\u2019s Steuererleichterungen), in Spanien und Griechenland mit bis zu 90 % auf Gewinne besteuert. Sie bringt bringt folgendes in Euro:<\/p>\n\n\n\n<p>Italien &#8211; 10-11 Mrd<\/p>\n\n\n\n<p>Spanien &#8211; 3,5 Mrd<\/p>\n\n\n\n<p>Ungarn &#8211; 2 Mrd<\/p>\n\n\n\n<p>Griechenland &#8211; 400 Mio<\/p>\n\n\n\n<p>Rum\u00e4nien &#8211; keine Angaben<\/p>\n\n\n\n<p>(Grossbritannien &#8211; 5,9 Mrd \u20ac)<\/p>\n\n\n\n<p>Geplant ist sie zudem jetzt im Herbst in Belgien und Tschechien!<\/p>\n\n\n\n<p>Der italienische Ministerpr\u00e4sident Mario Draghi allerdings sieht sich mit einem grossen Problem konfrontiert: Viele Unternehmen weigern sich, diese Gewinnsteuer bzw. Teile davon zu bezahlen. Seine Regierung hat ein Massnahmenpaket beschlossen, um Haushalte und Unternehmen ab Januar entlasten zu k\u00f6nnen. Nun fehlen f\u00fcr dieses Paket in der H\u00f6he von 33 Mrd. \u20ac ganze neun Milliarden! Deshalb geht\u2019s nun an\u2019s Eingemachte: Strafgeb\u00fchren und Zinsen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Welche Konzerne sind nun tats\u00e4chlich jene, die mit dem Krieg den gr\u00f6ssten Reibach machen?! Waren es in der Corona-Pandemie vornehmlich die Pharmakonzerne, so sind es nun vornehmlich die \u00d6l- und Gasmultis &#8211; ihre Gewinne im 2. Quartal des laufenden Jahres in US-Dollar (die Gewinnzahlen des 2. Quartals 2021 in Klammer):<\/p>\n\n\n\n<p>Exxon &#8211; 17,9 Mrd. (4,7 Mrd)<\/p>\n\n\n\n<p>Chevron &#8211; 11,6 Mrd (3,1 Mrd)<\/p>\n\n\n\n<p>Shell &#8211; 11,5 Mrd (5,5 Mrd)<\/p>\n\n\n\n<p>bp &#8211; 9,3 Mrd (3,1 Mrd)<\/p>\n\n\n\n<p>Total &#8211; 5,7 Mrd (3,5 Mrd)<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Konzerne verdienen sich derzeit tats\u00e4chlich einen goldenen Zapf-hahnen. Doch sind sie dabei nicht alleine: Der ganze Rohstoffmarkt boomt derzeit wie noch nie zuvor. Glencore in Baar\/Schweiz etwa ist die weltweit gr\u00f6sste Unternehmensgruppe im Rohstoffhandel und Berg-werksbetrieb. Das Unternehmen machte im ersten Halbjahr 2022 einen Gewinn von 12,1 Mrd. Dollar &#8211; vornehmlich aufgrund der Rekordpreise f\u00fcr Kohle und Energieprodukte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gewinn\u00fcberflieger in Deutschland:<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Encavis<\/strong> (Betreiber von Solarparks und Windkraftanlagen aus Hamburg) 643 % &#8211; gesch\u00e4tzter Gewinn nach Steuern 72 Mio \u20ac (mehr als 700 %)<\/p>\n\n\n\n<p>Mit gerade mal 144 Mitarbeitern ein Krisengewinner aufgrund des hohen Strompreises &#8211; <strong>das ist eindeutig \u00dcbergewinn!!!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Bayer<\/strong> (Chemie- und Pharmariese aus Leverkusen) 361 % &#8211; gesch\u00e4tzter Netto-Gewinn 4,6 Mrd. \u20ac (mehr als 450 %)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gewinne resultieren vornehmlich aus der Saatgut-, D\u00fcnge- und Pflanzenschutzmittel-Produktion &#8211; <strong>das ist eindeutig \u00dcbergewinn!!!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Commerzbank<\/strong> (Finanzinstitut aus Frankfurt) 261 % &#8211; gesch\u00e4tzter Gewinn nach Steuern 1,1 Mrd \u20ac (mehr als 300 %)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bank schrieb in den letzten Jahren nur rote Zahlen, musste sogar durch den Bund gest\u00fctzt werden &#8211; er h\u00e4lt nach wie vor 15,6 % &#8211; Zinserh\u00f6hungen in den USA und Europa sowie ein rigoroses Sparprogramm sind hierf\u00fcr verantwortlich; Kredite aus Russland und der Ukraine m\u00fcssen abgeschrieben werden<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Verbio<\/strong> (Biokraftstoffhersteller aus Z\u00f6rbig) 248 % &#8211; gesch\u00e4tzter Netto-Gewinn 322 Mio \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p>Der ostdeutsche Konzern hat bislang nie die 100 Mio \u20ac-Gewinngrenze erreicht &#8211; <strong>das ist eindeutig \u00dcbergewinn!!!&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>RWE<\/strong> (Stromproduzent aus Essen) 185 % &#8211; gesch\u00e4tzter Gewinn nach Steuern 2,1 Mrd \u20ac (fast +300 %)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umsatz aus Gas- und Wasserstrom steigert sich in diesem Jahr um 18 % auf 29 Mrd \u20ac &#8211; <strong>das ist eindeutig \u00dcbergewinn!!!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Traton<\/strong> (ausgegliederte VW-Nutzfahrzeugsparte aus M\u00fcnchen) 184 % &#8211; gesch\u00e4tzter Netto-Gewinn 1,3 Mrd \u20ac (fast +300 %)<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Corona brach viel Gewinn weg &#8211; 2019 lag dieser bei 1,5 Mrd &#8211; heuer aufgrund der \u00dcbernahme des US-Herstellers Navistar<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Medios<\/strong> (Pharmakonzern aus Berlin) 175 % &#8211; gesch\u00e4tzter Gewinn nach Steuern 21 Mio<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gewinn resultiert vornehmlich aus dem Ankauf eines kleineren Unternehmens &#8211; spezialisiert auf seltene Krankheiten<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Hochtief <\/strong>(Baukonzern aus Essen) 146 % &#8211; gesch\u00e4tzter Netto-Gewinn 511 Mio&nbsp; \u20ac (+246 %)<\/p>\n\n\n\n<p>\u0086Der Umsatz ist geringer als 2019 &#8211; v.a. in der Asien-Pazifik-Region laufen die Gesch\u00e4fte dennoch ausgezeichnet<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Aareal Bank<\/strong> (Immobilienfinanzierer aus Wiesbaden) 125 % &#8211; gesch\u00e4tzter Gewinn nach Steuern 120 Mio \u20ac (+50 %)<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Zahlen wurden jedoch bereits vor der Corona-Krise geschrieben<\/p>\n\n\n\n<p>.) <strong>Brenntag<\/strong> (Chemikalienh\u00e4ndler mit Sitz in Essen) 112 % &#8211; gesch\u00e4tzter Nettogewinn 2022 950 Mio \u20ac (mehr als +50 % im Vergleich zu 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>Gewinnsteigerung durch h\u00f6here Preise und ein Sparprogramm<\/p>\n\n\n\n<p>Somit werden durch die Einf\u00fchrung einer Krisengewinnsteuer weitaus weniger deutsche Unternehmen als bislang gedacht zur Kasse gebeten. Doch es geht auch anders: Der Energieh\u00e4ndler E.ON wird seinen Gewinn heuer von 4,6 auf gesch\u00e4tzte 1,8 Mrd verringern, Windkraftbetreiber PNE baut ein Gewinn-Minus von 85 %, SME Solar wird gar in die roten Zahlen abdriften. Der Gas-Grossh\u00e4ndler Uniper musste gest\u00fctzt und verstaat-licht werden, da sich die wirtschaftliche Situation extremst zuspitzte. Das Unternehmen bezog 50 % seines Gases aus Russland &#8211; insgesamt werden 40 % der Gas-Nutzer in Deutschland damit beliefert. Ein Konkurs von Uniper h\u00e4tte unglaubliche Auswirkungen gehabt. Gleiches gilt auch f\u00fcr die Gazprom-Tochter Gazprom Germania (jetzt Sefe). Russland hatte sie abgestossen, die Verwaltung wurde bereits durch den Bund treu-h\u00e4nderisch \u00fcbernommen &#8211; jetzt soll auch sie (nach einem 10 Milliarden-Kredit durch die KfW) verstaatlicht werden. Auch Unternehmen aus anderen Bereichen, wie die Deutsche Bank oder die Deutsche B\u00f6rse gleichen die letzten Minus-Jahre aus, die DWS-Gruppe und die Deutsche Pfandbriefbank liegen bei Normalgewinnen. Trotzdem rechnet etwa die Rosa-Luxemburg-Stiftung (politisch links einzuordnen) mit Mehrein-nahmen durch die Krisengewinnsteuer in der H\u00f6he von bis zu 102 Mrd &#8211; bei einer Versteuerung von 90 % wie in Spanien oder Griechenland.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u00e4hnliches Bild ergibt sich in \u00d6sterreich &#8211; auch hier wird es schwierig werden, die Krisengewinne von den Normalgewinnen zu unterscheiden. Dabei sollen jedoch die Energieanbieter aus erneuerbaren Energien ausgeklammert werden. Somit bleiben die \u00dcbergewinne aus Gas und \u00d6l bzw. Atomstrom \u00fcber, da die Kosten der Stromproduzenten aus Kohle-, Gas- oder \u00d6l-Kraftwerken nicht gestiegen sind. Auch im Alpenstaat wird man deshalb auf einer Preisdeckelung bei Gas und Strom setzen. Zu den Gewinnern z\u00e4hlt eindeutig die OMV, die den operativen Gewinn im 2. Quartal 2022 um 1,6 Mrd auf 2,9 Mrd Euro steigern konnte &#8211; im Ver-gleich zum 2. Quartal 2021. Die Manager klopfen sich auf die Schultern &#8211; sie kassieren zus\u00e4tzliche Boni in der H\u00f6he von 6,2 Mio \u20ac ab (Quelle: kontrast.at). Hier w\u00fcrde sich eine \u00dcbergewinnsteuer durchaus lohnen. Doch ist der Bund \u00fcber die \u00d6BAG zu 31,5 % an der OMV beteiligt &#8211; er w\u00fcrde sich also in den eigenen Schwanz beissen. Gleiches gilt f\u00fcr die Strom- und Gasanbieter in den Bundesl\u00e4ndern, die zumeist das jeweilige Land als einen der Gesellschafter vorzuweisen haben. Trotzdem br\u00e4chte eine solche Steuer dem Alpenstaat zwischen vier bis sechs Milliarden. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich sorgt eine solche \u00dcbergewinnsteuer f\u00fcr Unruhe am Markt. In Spanien knickten die Kurse der Energieriesen und Banken ein, auch in \u00d6sterreich legte vor allem der Verbund einen Tiefflug hin, als Bundeskanzler Karl Nehammer dies im Mai des Jahres in\u2019s Auge fasste. Doch handelt es sich hierbei ja um Kurse, die zuvor k\u00fcnstlich nach oben gedr\u00fcckt wurden. \u00d6konomen warnen erneut: Durch eine derartige Steuer w\u00fcrde das Vertrauen der Investoren und jenes in den Standort riskiert. In der Schweiz wird gar der Wohlstand des Landes als Argument in\u2019s Spiel gebracht. Dem sei entgegengestellt, dass die Investoren auch bei nor-malem Gewinnverlauf durchaus gute Rendite machen, ansonsten h\u00e4tten Sie ja keine Beteiligung vor dem Steigflug der Preise angestrebt. Bei einem Residualgewinn von 0 werden n\u00e4mlich die Anspr\u00fcche der Kapital-geber bereits vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt. Und wenn Stadtwerke bzw. Unternehmen mit L\u00e4nder- oder Bundesbeteiligung pl\u00f6tzlich mit der Auslagerung beginnen, so muss ernsthaft \u00fcber eine derartige Beteiligung der \u00f6ffent-lichen Hand diskutiert werden, da ja dann alsdann die Steuerpflicht in\u2019s Ausland verlagert wird, was in keinem Falle dem Interesse der Volks-vertreter entsprechen sollte, da es auch der einfache B\u00fcrger als Aufruf zur Steuerflucht verstehen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.eex.com\/de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.exaa.at<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.epexspot.com<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.preussenelektra.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.rwe.com<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.enbw.com<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.stadtwerke-konstanz.de\/de\/<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.uniper.energy\/de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; vng.de<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.sefe-group.com<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.omv.at\/de-at<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; kontrast.at<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; www.oegb.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eExxon made more money than God this year!\u201c (US-Pr\u00e4sident Joe Biden) Es hat sehr lange gedauert, bis sich auch auf nationaler Ebene etwas tut. Nachdem aber EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nun ange-k\u00fcndigt hat, \u00dcbergewinne der Energiekonzerne absch\u00f6pfen und auf die Mitgliedsstaaten verteilen zu wollen, sowie eine befristete Erl\u00f6s-Obergrenze f\u00fcr \u201einframarginale\u201c Strom-Produzenten (nicht auf Gas [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8523"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8523"}],"version-history":[{"count":45,"href":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8523\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8568,"href":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8523\/revisions\/8568"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.stock-macht-den-blog.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}