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Erst wenn die letzte Biene gestorben ist…

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“

(Albert Einstein 1949)

Eigentlich bin ich ja sehr zurückhaltend mit Untergangstheorien. Doch in diesem Falle muss ich dem weisen Gelehrten recht geben. Obgleich das mit den vier Jahren kein bindender Hinweis ist. Seit Jahren kämpfen die kleinen Racker ums Überleben – doch immer mehr davon sterben aus. Die Ursachen sind zumeist ungeklärt oder durch Menschenhand hervor-gerufen.

Der Mensch ist in seinen landwirtschaftlichen Monokulturen schon längst von den natürlichen Fressfeinden der Schädlinge abgekommen und setzt vermehrt auf die Chemie und Biochemie für seinen Ernteerfolg. V.a. Neo-nicotinoide werden gleich hektoliterweise auf den Kulturen ausgebracht. In Deutschland beispielsweise waren bis zum Jahr 2018 fünf Neonico-tinoide zugelassen. Dann sprach Brüssel ein Machtwort: EU-weit verboten wurden die Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam, die in den unterschiedlichsten Produkten, wie etwa Mundus, Sombrero und Magna enthalten waren. Die Wirkstoffe dürfen eigentlich nur in dauer-haften Gewächshäusern oder bei der Behandlung von Saatgut eingesetzt werden. Das freilich interessierte die Mitgliedsstaaten wenig – fünf Jahre lang setzten sie sich mittels Notfallsverordnung über die von Brüssel ausgebene Anweisung hinweg. So wurden etwa in Österreich zwischen 2019 und 2022 nicht weniger als 20 Notfallzulassungen für die landwirt-schaftliche Nutzung der Stoffe durchgeboxt. In keinem anderen EU-Land waren es so viele! Vor allem die Rübenbauern profitierten davon. Dem hat jedoch der Europäische Gerichtshof (EuGH) Anfang 2023 einen Riegel vorgeschoben: Die Inverkehrbringung eines Pflanzenschutzmittels nach Art. 53 der entsprechenden EU-Verordnung rechtfertige nicht die wieder-kehrenden Notfallzulassungen, da die Gefahr für die Insekten, insbe-sondere der Bienen, zu gross sei. Die Klage wurde übrigens durch die belgische Umweltorganisation PAN, nicht durch eine österreichische, eingebracht. Direkt nach dieser Einschätzung des EuGH betonten aller-dings die alpenländischen Bauern, dass sie wie bisher gewohnt weiter-machen werden!

Bis 2020 war von diesem Verbot der Wirkstoff Thiacloprid ausgenommen. Dieser war beispielsweise im Bayer-Produkt Biscaya oder auch Calypso enthalten und wurde v.a. im Raps-, aber auch Getreide- und Kartoffel-anbau im Kampf gegen den Kohlschotenrüssler und die Kohlschoten-mücke eingesetzt.

Übrig blieb somit nur der Wirkstoff Acetamiprid, der unter anderem in Mospilan oder Careo enthalten ist. Bei diesem Wirkstoiff handelt es sich um eine heterocyclische aromatische chemische Verbindung, die vornehm-lich zur Bekämpfung von Läusen und Milben eingesetzt wird. Die unterschiedlichsten Umweltorganisationen jedoch wollen ein Kom-plettverbot aller Neonicotinoiden.

„Bei dem extremen Rückgang der Insekten können wir es uns es nicht mehr leisten, weiterhin derartig gefährliche Stoffe einzusetzen.

(Dr. Verena Riedl, NABU)

Weshalb sind diese Mittel derart gefährlich?

Eingesetzt vornehmlich im Obst- und Gemüseanbau, bei Tabak-, Hopfen- und Weinpflanzungen sowie beim Rüben-, Getreide- und Mais-anbau, stehen aber auch sehr viele Haushaltsmittel mit diesen Inhalts-stoffen im Keller oder der Garage so manchen Hauses. Diese sollen im Acker- und Obstbau v.a. gegen die Krabbeltiere, u.a. die Grüne Pfirsich-blattlaus, die Hopfenblattlaus, die Traubenkirschenlaus, den Kartoffel-käfer, die Mottenschildlaus oder auch Fransenflügler (wie den Tabak-blasenfuß) helfen, die nicht nur fressen, sondern auch Pflanzenviren übertragen können (Getreide, Tomaten, Zitruspflanzen,…). Alles andere wird als Kollateralschaden in Kauf genommen. Und das ist wahrhaftig weitaus mehr als harmlos zu bezeichnen. Schliesslich vernichten sie auch Nützlinge, wie die Bienen, Fledermäuse oder gar Vögel, wie den Star!

Fakt ist, dass etwa durch Sprühen ausgebrachte Wirkstoffe nur zu einem Teil durch die Pflanze aufgenommen werden. Der Rest wird durch die Luft verfrachtet oder reichert sich im Boden an, da die Chemiekeule schwer abgebaut werden kann: In bewachsenem Boden nur rund 50 % in 48 Tagen, in unbewachsenem gar 190 Tagen. Ein Grund etwa, dass die Verwendung von DDT in unseren Breitengraden seit Jahrzehnten verboten ist, da es sich in der Nahrungskette eingenistet hatte und viele sich nach und nach damit vergifteten, obwohl sie der Meinung waren, sich gesund zu ernähren. Bereits das Saatgut wird mit dieser Chemiebombe gebeizt, damit möglichst viel des Wirkstoffes schon im Setzling einen guten Schutz bieten soll. Seit dem April 2018 bzw. dem Urteil des EuGH ganze fünf Jahre später ist die Aussaat von mit Clothianidin, Imidacloprid bzw. Tiamethoxam gebeiztem Wintergetreide-Saatgut verboten! Frankreich war dem Ganzen einen schritt voraus: Dort wurde bereits 2016 die Verwendung aller Neonicotinoide untersagt! Allerdings im Jahr 2020 Notfallzulassungen ermöglicht.

Die EU-Kommission hat mit dem 01. Dezember 2013 den Gebrauch der Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 485/2013 eingeschränkt. Diese Substanzen durften nurmehr bei bestimmten Kulturen verwendet und erst nach der Blüte ausgebracht werden. Mit dem 1. Dezember 2015 endete diese Einschränkung.

In einer Studie der European Academies Science Advisory Council (EASAC) im April 2015 wurde bestätigt, dass ein solcher „weitreichender, präventiver Einsatz“ negative Effekte auf Nichtzielobjekte zur Folge hat, die jedoch für die Bestäubung und natürliche Schädlingsbekämpfung immens wichtig sind. Bestätigt wurde dieses Ergebnis auch von einer anderen Studie (Risiko-Bewertung der EFSA betreffs Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam) vom August 2015, wonach die Risiken für Bienen nicht ausgeschlossen werden konnten.

Diese Pflanzenschutz-Wirkstoffe wirken sich negativ auf das Nerven-system der Bienen aus – sie werden orientierungslos, finden nicht mehr in ihren Stock zurück und verenden qualvoll. Zudem erhält der Stock weniger Nahrung und wird für Krankheiten oder Schädlinge anfälliger. Auch bei Hummeln wurde beobachtet, dass die Königinnen, die mit Neo-nicotinoiden in Verbindung kamen, weitaus weniger Eier als ihre Artgenossinnen legten, die nicht diesen Stoffen ausgesetzt sind.

Das wohl am meisten versprühte Neonicotinoid war Imidacloprid. Nach-dem das Bienensterben plötzlich in aller Munde war, hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit den Gebrauch des Wirkstoffes vorerst für zwei Jahre eingeschränkt. Schon davor aber befand sich dermassen viel davon v.a. im Umkreis von Anbauflächen in der Luft und im Boden, sodass auch die Atemluft damit angereichert und das Mittel zudem im Grundwasser nachgewiesen werden konnte. Ferner zeigten jene Wissenschaftler, die im Rahmen des Dutch Common Breeding Bird Monitoring Scheme in den Niederlanden beschäftigt sind, auf, dass eine Korrelation zwischen der Imidacloprid-Konzentration im Oberflächenwasser und den Vogelpopulationen besteht. Je höher diese Konzentration im Wasser, desto geringer und weniger bunt war die Zahl der beobachteten Vögel. 15 Arten wurden im Rahmen der Studie berücksichtigt – die grössten Auswirkungen zeigten sich bei den Staren, den Feldsperlingen und der Goldammer. Als erste und wichtigste Ursache gilt, so ziehen die Ornithologen den Schluss, dass die Vögel zu wenig Insekten-Nahrung finden. Ob sie sich durch den Genuss von betroffenen Insekten auch sukzessive vergiften, konnte nicht nachgewiesen werden, da derartige Untersuchungen sehr zeit- und geldaufwendig sind. Aller-dings wird davor gewarnt, dass gebeiztes Saatgut giftig für so manchen Piepmatz ist (25 bis 50 mg pro kg Körpergewicht liessen im Labortest Kanarienvögel und auch Tauben zugrunde gehen). Andere Berechnungen zeigen dies in einer noch grösseren Dramatik auf: Rebhühner können sich bereits mit 5 gebeizten Maiskörnern, 6 Rübensamen oder 32 Rapssamen tödlich vergiften. Am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell wird kritisiert, dass Freilandversuche vor der Zulassung des Spritzmittels zwar offenbar durchgeführt wurden, die Ergebnisse jedoch nicht frei zugänglich sind.

Imidacloprid (1-(6-Chlor-3-pyridinylmethyl)- N-nitroimidazolidin-2-ylidenamin) wurde 1985 bei der deutschen Bayer AG entwickelt und seit Anfang der 1990er-Jahre industriell erzeugt. Der Bayer-Konzern stellte jährlich über 1.000 Tonnen davon her, die zum grössten Teil exportiert werden – nur ca. 25 bis 100 Tonnen wurden in Deutschland verbraucht. Im Vergleich dazu Grossbritannien: Hier wurden auf 1,3 Mio ha im Jahr 2012 82 Tonnen ausgebracht (71 % Clothianidin, 16 % Thiamethoxam – Imidacloprid spielt bei den Briten nur eine unter-geordnete Rolle). Unter Namen wie Admire®, Evidence®, oder Goucho® etc. wurde das Insektizid in über 120 Ländern der Erde verwendet. Der Patentschutz lief 2005 aus – inzwischen gibt es von vielen Unternehmen vergleichbare Produkte – etwa Syngenta oder Mitsui Chemicals. Ein österreichischer Hersteller hingegen bot das gefährliche Chlorpyrifos an. Ein Nervengift, das in den USA seit den 1960er Jahren verwendet wird und zu richtiggehenden neurologischen Störungen führt – nicht nur bei Insekten, sondern auch bei Wassertieren, Regenwürmern, Vögel und natürlich den Bienen. Als Haushaltsinsektizid ist es in der EU seit 2008 nicht mehr zugelassen – in der EU-Landwirtschaft wurde die Verwendung am 10. Januar 2020 verboten.

Bei sog. „systemischen“ Insektiziden reichert sich das Gift in der Pflanze an, da es nur sehr langsam abgebaut wird. Dadurch wirkt der Schutz in der Pflanze länger. Jenes Insekt, das das Gift durch den Pflanzensaft, die Pollen oder dem Nektar aufnimmt, erleidet eine Dauerreizung des Rezeptors, wodurch die Signalübertragung in den Nervenzellen, die chemisch erfolgt, stark gestört wird. Die Folge sind Krämpfe und schliesslich der Tod. Übrigens haben sicherlich auch Sie schon ein solches Insektizid verwendet: Es ist u.a. in den Stäbchen für Topfpflanzen enthalten. Oder wird als Läuse- und Floh-Bekämpfungsmittel bei Hunden und Katzen eingesetzt. Für Säugetiere bescheinigen die Hersteller eine Nahezu-Unbedenklichkeit. Das Präparat gilt als nur sehr gering toxisch, als nicht-krebserregend und wird vom Körper innerhalb von 48 Stunden zu 80 % abgebaut bzw. zu 20 % unverändert ausgeschieden. Vermutet werden bei höheren Konzentrationen ähnliche Wirkungen auf die Nerven wie beim Nikotingebrauch. In Taiwan führten zwei Fälle zum Tode – acht zu schweren Auswirkungen vornehmlich bei der Atmung (von insgesamt 70 Vergiftungen – zumeist Selbstmordversuche). Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA warnt jedoch davor, dass die beiden Neonicotinoide Acetamiprid und Imidacloprid bei Säuglingen und Kleinkindern möglicherweise zu Lern- und Gedächtnisproblemen führen können.

Die Öffentlichkeit wurde erst im Rahmen einer Studie der Harvard Uni-versität im Jahr 2012 auf das Insektizid aufmerksam. Die Insekten-forscher wiesen nach, dass 94 % der Bienenvölker innerhalb von 23 Wochen verendeten, obgleich die Dosis wesentlich geringer war, als etwa bei der Anwendung auf einem damit behandelten Feld. Der Verlust der Orientierung ist die Folge einer stark sinkenden Lern- und Gedächtnis-leistung. Die Bienen sammelten nurmehr Nektar mit einer hohen Zucker-konzentration und machten die anderen Bienen stark eingeschränkt auf den Nahrungsort aufmerksam. Der Bienenstock wurde zu wenig mit Nahrung versorgt, wird anfälliger für bakterielle Erkrankungen und Pilze. All das wird bei der Zulassungsüberprüfung nicht berücksichtigt, dreht sich hierbei doch alles um eine evt. toxische Wirkung. Französische Imker kritisierten dies schon wesentlich früher. So ging etwa die Zahl der Bienenvölker zwischen 1996 und 2003 um rund 450.000 auf 1 Mio zurück, die Honig-Ausbeute pro Bienenstock sank zwischen 1995 und 2001 von 75 auf nurmehr 30 kg. Bei einer durchschnittlichen Honigbiene reichen bereits 4-5 ng aus um sie zu töten. 2008 beispielsweise sorgte ein mysteriöses Bienensterben im Oberrheingraben für grosse Besorgnis. Nicht weniger als 11.000 Bienenvölker wurden vernichtet oder stark geschädigt. Untersuchungen ergaben, dass mit Clothianidin gebeiztes Maissaatgut mittels pneumatischen Einzelkorn-Sägeräten ausgebracht wurden. Dadurch kam es zu einem Abrieb des Saatgutes, der durch die Luft auf benachbarte Rapsfelder verfrachtet wurde, die gerade in Blüte standen. Seit 2013 ist das Beizen blühender Pflanzen wie Raps und Sonnenblumen aus diesem Grunde verboten.

Insektizide werden allerdings nicht nur in der Landwirtschaft oder dem eigenen Garten eingesetzt. Auch in der Forstwirtschaft, im Holzschutz, in der Vorratskammer, der Hygiene uvam. kommt die Chemiekeule zum Einsatz. Unterschieden werden dabei die Fraß – von den Kontakt-insektiziden, sowie die Mittel, die äusserlich und jene, die in der Pflanze (systemisch) eingesetzt werden. Eines jedoch haben all diese Stoffe gemein: Sie werden sehr langsam abgebaut – die Wirkung soll ja lange genug halten. Leider auch in der Nahrungskette! Im Unterschied dazu: Jene Insektengifte, die zur Bekämpfung des Zika-Viruses in Lateinamerika eingesetzt wurden, sind hoch toxisch – damit auch für den Menschen gefährlich – aber sie bauen sich rasch ab. Die anderen Möglichkeiten sind vielfältig (etwa die Chitinbiosynthese-Hemmer, die gentechnische oder bakteriologische Schädlingsbekämpfung,…). Doch ist der Neonicotinoid-Markt mit einst rund 1,5 Mrd € Umsatz ein mehr als lukrativer. Der Konzern Bayer erzielte auch noch 2022 rund 2,4 % seines Gesamt-umsatzes mit Neonicotinoiden (Quelle: Neonicotinoid-Bericht des Konzerns).

Immer interessanter wurde alsdann der Beizmarkt: 1990 noch bei 155 Mio – 2008 bereits bei 957 Mio € Umsatz! Damit ist die chemische Bekämpfung die einfachste und gewinnträchtigste. Zu Beginn 2013 wurde durch das Humboldt Forum for Food and Agriculture e.V. (HFFA) eine von Bayer und Syngenta in Auftrag gegebene Studie zu kurz- und mittelfristigen Auswirkungen eines EU-weiten Verbotes aller Neonico-tinoide veröffentlicht. Die Studienverfasser sprechen von einem Rückgang der land- und gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung um 2,8 bis 3,8 Milliarden €, den Verlust von 22.000 Arbeitsplätzen und einem geringeren Einkommen in der Landwirtschaft um den Faktor von 4,7 % (bei fünf Jahren Wertschöpfungseinbussen von 17 Mrd. und 27.000 Arbeitsplätze weniger). Das Minus müsste durch mehr Importe ausgeglichen werden – dies führe zu einem CO2-Ausstoss von 600 Mio t. Und für Bayer? Da wurde damals mit einem Umsatzverlust von 80 Mio € pro Jahr spekuliert! Deshalb legte der Konzern einen Aktionsplan vor: Ackerrandstreifen, Abluft-Detektoren, Feld-Monitoring etc. Als ob sich der immer stärker werdende Wind an Grenzstreifen hält! Zudem reichten sowohl Bayer als auch Syngenta Klagen gegen diese Einschränkungen am Europäischen Gerichtshof ein. Übrigens veröffentlichte Health Care Canada eine Studie, wonach der Einsatz von Imidacloprid bei Blattapplikationen nur minimale, Bodenapplikationen etwa bei den Tomaten und Erdbeeren bei manchen Böden potentielle Risiken und Beizmittel keine Risiken bergen! Das zeigt uns einmal mehr auf, dass jenseits des grossen Teiches die Uhren etwas anders laufen als in Good Old Europe!

Ähnlich wie das Herbizid Glyphosat werden diese Insektizide noch lange in der Nahrungskette nachweisbar sein – durch die Windverfachtung auch in Bio-Produkten! Angeblich ohne gesundheitliche Gefährdung.

Lobenswert hervorheben möchte ich die Südtiroler Gemeinde Mals im Vinschgau mit ihrer komplett pestizidfreie Zone. In einem Bürgerent-scheid sprachen sich über 76 Prozent dafür aus. Die Initiative ergriff damals der ortsansässige Apotheker. Der Vinschgau ist zumindest europaweit für seinen Apfelanbau bekannt. Allerdings muss – je nach Witterung – bis zu 15mal pro Saison gespritzt werden. Klar – nicht nur Insektizide, sondern auch Herbizide uvam.

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/mals-pestizide-buergerentscheid-100.html

†Mals entwickelt sich inzwischen immer mehr zur grossen Bio-Zone, während andere Obstbauern in Südtirol nach wie vor den Boden vergiften. Vergleichbar mit dem Atomstrom: Was danach kommt, ist den Herstellern egal!

Lesetipps:

.) Ullmann’s Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage

.) Wirksubstanzen der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungs-mittel; Werner Perkow; 2. Auflage. Verlag Paul Parey 1988.

.) Pesticide Synthesis Handbook; William Andrew, 1996

.) Metabolic pathways of agrochemicals. Part 2; Terence Robert Roberts, David Herd Hutson; Royal Society of Chemistry 1998

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